Beginn der Pilotphase des Serviceportals Emscher-Lippe am 04.08.2020

Die Emscher-Lippe-Region hat bereits 2018 mit dem Gemeinschaftsprojekt „Serviceportal Emscher-Lippe“ zur Realisierung neuer E-Government-Angebote für Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft der Region begonnen. Das Projekt wird durch das Land NRW gefördert.

Insgesamt gibt es 17 Projektbeteiligte: Die kreisfreien Städte Bottrop und Gelsenkirchen, den Kreis Recklinghausen und seine 10 kreisangehörigen Städte, die drei kommunalen IT-Dienstleister der Region und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiN Emscher-Lippe GmbH (WiN). Die WiN übernimmt als regionale Wirtschaftsförderung die Koordination aller Kooperationspartner im Projekt.

Ziel des Projektes ist es, gemeinsam entwickelte Onlinedienstleistungen anzubieten z.B. Hundeanmeldungen oder die Sondernutzung öffentlicher Flächen. Auch vorhandene Prozesse werden in einem regionalen Portalverbund Emscher-Lippe gebündelt und dabei technisch auf den neusten Stand gebracht. So sollen die bestehenden E-Government-Angebote der Emscher-Lippe-Region in Stadtportalen und auch in einem neuen Dachportal für die Region abgebildet werden. Die kommunalen Webseiten bleiben als zentrale Informationsquelle für die Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig erhalten.

Die Dienste sollen in Kategorien wie z.B. „Familie und Kind“, „Gesundheit und Soziales“ oder „Unternehmensführung und -entwicklung“ strukturiert werden – ganz im Sinne des Onlinezugangsgesetzes des Bundes. In diesen Kategorien werden auch Dienste von Bund und Land verlinkt, so dass diese einfach gefunden werden können.

Am 04. August 2020 startete das Serviceportal Emscher-Lippe in seine Pilotphase mit den Städten Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Waltrop. Aus den Erfahrungen der Pilotphase sollen Erkenntnisse zur weiteren technischen Umsetzung und zur Nutzerfreundlichkeit gesammelt werden, die der Verbesserung und Weiterentwicklung des Portals dienen.

Alle anderen Städte der Emscher-Lippe-Region und die Kreisverwaltung Recklinghausen werden den Pilotstädten kurzfristig folgen und ihre kommunalen Serviceportale den Bürgerinnen und Bürgern, den Unternehmen und anderen Verwaltungen zur Verfügung stellen. Spätestens Ende 2020 sollen dann alle Städte und der Kreis mit derselben Portaltechnik online sein.

Das Angebot an Onlinedienstleistungen für die Menschen der Region soll in nächster Zeit deutlich ausgebaut werden, bis nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen digital zur Verfügung stehen. Das ist auch das erklärte, ambitionierte Ziel des Onlinezugangsgesetzes, dass nur arbeitsteilig zwischen Bund, Ländern und Kommunen erreicht werden kann.