ChemSite meets Wasserstoffkoordination Emscher-Lippe

02.06.2021 Der ChemSite e.V. und die Wasserstoffkoordination Emscher-Lippe bieten ab Juni 2021 eine gemeinsame Webinarreihe zum Zukunftsthema Wasserstoff an.

Ab September wird die Reihe mit weiteren spannenden Themen und Referent:innen fortgesetzt. Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich über dieses aktuelle Thema zu informieren und sich mit Experten auszutauschen.

Webinare

Den Kern für eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur zu etablieren, um eine effiziente Umsetzung der Energiewende möglich zu machen: Das ist das Ziel der Initiative GET H2. Hinter der Initiative stehen Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv für die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Wasserstoffmarktes und für die dazu notwendigen Anpassungen der gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen einsetzen. In mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der Technologien und ihre Markteinführung voran und planen die Realisierung von Infrastrukturen zu Produktion, Abnahme, Transport und Speicherung von grünem Wasserstoff (H2).

Deutschland will bis 2050 möglichst treibhausgasneutral werden. So sieht es das neue Klimaschutzgesetz vor. Um das zu erreichen, bedarf es neben dem Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und der entsprechenden Strominfrastruktur weiterer Schlüsseltechnologien. Die Umwandlung von aus erneuerbaren Energien erzeugtem Strom zu Wasserstoff spielt dabei eine entscheidende Rolle, um die Dekarbonisierung auch in den Bereichen voranzubringen, die nicht direkt elektrifiziert werden können. Bekannt sind diese Technologien als Power-to-Gas oder Power-to-X.

Gemeinsam mit dem Transport und der Speicherung des H2 in bestehenden Infrastrukturen ist dies ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. In der Initiative GET H2 wird die Entwicklung der dafür notwendigen bundesweiten H2-Infrastruktur mit der Kopplung aller Sektoren auf den Weg gebracht: Die Regionen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne sollen mit einer H2-Erzeugung und -Abnahme im industriellen Maßstab verbunden werden.


Frank Heunemann ist Geschäftsführer der Nowega GmbH. Der Diplom-Ingenieur war ab 2006 beim Nowega-Vorläufer Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG angestellt und ab 2009 dort Geschäftsführer. Seine vorherigen Stationen waren unter anderem die Berliner Energieagentur und das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT.

Seit mehr als 125 Jahren auf Feuerverzinken und Beschichten spezialisiert, ist ZINQ heute das marktführende Unternehmen im Bereich Korrosionsschutz auf Stahl durch Zink. Als eigentümergeführtes Unternehmen wächst die ZINQ-Gruppe durch innovative, cradle to cradle-zertifizierte Oberflächen, die für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete der Stahlverarbeitung entwickelt werden. So werden jedes Jahr an 45 Standorten in Deutschland, Benelux, Frankreich und Polen über 650.000 t Stahl mit ZINQ vor Korrosion geschützt.

ZINQ plant ab 2022 seinen kompletten Wärmebedarf für die Feuerverzinkung am Standort in Gelsenkirchen von Erdgas auf kohlenstofffreie Energieträger umzustellen. Möglich wird dieses durch den Einsatz eines wasserstoffreichen Energiegases, wobei in der ersten Stufe (Teildecarbonisierung) der direkte Einsatz des Energiegases geplant ist und in einer 2. Stufe durch Separierung des Wasserstoffes aus dem Energiegas eine vollständige Decarbonisiserung des Prozesses vorgesehen ist. Hierzu wird eine in Gelsenkirchen von der Kueppers Solutions GmbH entwickelte Brennertechnologie sowie eine von Evonik Industries AG (SEPURAN) ausgeführte Wasserstoffmembran zum Einsatz kommen.


Dr. Birgitt Bendiek promovierte 1998 am Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling an der RWTH Aachen und arbeitete anschließend für einen internationalen Zinkproduzenten. 2005 stieg sie bei der ZINQ Gruppe als Leiterin Integrierte Management und Prozesstechnik ein. 2012 wurde sie in die Geschäftsführung der ZINQ Gruppe berufen. Seit 2014 ist sie zudem Geschäftsführerin der ZINQ® Technologie GmbH.

Bei Interesse zu den weiteren Themen oder sonstigen Rückfragen wenden Sie sich bitte per Mail an info@chemsite-ev.de. Wir werden die kommenden Themen und Daten zeitnah veröffentlichen.

Über die Wasserstoffkoordination Emscher-Lippe

Die Wasserstoffkoordination Emscher-Lippe hat zum Ziel, eine Wasserstoffstrategie für die Region als wichtigen Baustein zur Umsetzung der Wasserstoffroadmap des Landes NRW und der Wasserstoffstrategie des Bundes in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren zu erstellen.
Dabei verfolgt die WiN das strategische Ziel, aus den bisher zahlreichen in der Region vorhandenen, noch weitgehend unabgestimmt nebeneinander bestehenden unternehmerischen Initiativen, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Wirtschaftsförderungansätzen und Klimaschutzplänen einen strategischen Verbund und eine gemeinsame Wasserstoffstrategie Emscher-Lippe zu entwickeln.

Das Projekt Wasserstoffkoordination Emscher-Lippe wird gefördert durch:

Über den ChemSite e.V.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1997 hat sich die ChemSite-Initiative zu einer „Private-Public-Partnership“ mit Modellcharakter entwickelt. Die Zusammenarbeit der Partner aus der chemischen Industrie, dem Land Nordrhein-Westfalen, den Kommunen der Region, der Bezirksregierung in Münster sowie weiteren Partnern aus Politik, Wirtschaft und öffentlicher Hand ist von einem hohen Maß an gegenseitigem Vertrauen und Verständnis geprägt. Dieses Vertrauen und Verständnis für einander ist die wesentliche Basis für die erfolgreiche Arbeit der ChemSite-Initiative. Im Mai 2018 wurde eine nachhaltige Struktur durch die Umwandlung in einen
Verein geschaffen.