Garrelt Duin (3.v.l.) überreicht die Förderzusage seines Ministeriums. Große Erwartungen an das Kompetenzzentrum haben Prof.Dr. Uwe Handmann (v.l.), Bürgermeister Klaus Strehl, HRW-Präsidentin Prof.Dr. Gudrun Stockmann, Sabine Wißmann, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop, und Prof.Dr. Wolfgang Irrek. Foto: Stadt Bottrop.

Zentrum für Zirkuläre Wertschöpfung (ZZH) entsteht in Bottrop

Wirtschaftsministerium stellt der Emscher-Lippe-Region 4,5 Mio. EURO in Aussicht

BOTTROP. Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat den Standort Bottrop der Hochschule Ruhr West (HRW) sowie das Gründerzentrum Prosper III besucht. Dort stellte er bis zu 4,5 Millionen Euro an Landesmitteln für den Aufbau eines Büros für Zirkuläre Wertschöpfung in der Emscher-Lippe-Region in Aussicht. Die WiN Emscher-Lippe GmbH hatte das Thema gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium in den vergangenen Monaten stark vorangetrieben.

Minister Duin: „Wir wollen die Emscher-Lippe-Region beim Übergang hin zu einer zirkulären Wertschöpfung unterstützen. Sie ist eine wichtige Säule beim Umbauprozess der Region vom Kohle- zum Chemiestandort.“ Das Prosperkolleg soll den Unternehmen an Emscher und Lippe Anreize geben, ihre Geschäftsmodelle stärker auf die zirkuläre Wertschöpfung auszurichten. Die Forschungskompetenzen der HRW im Bereich Digitalisierung und nachhaltige Businessmodelle schaffen die Grundlage dafür. Ziel ist, durch Netzwerkarbeit und Weiterbildungsangebote ein Zentrum mit überregionaler Bedeutung aufzubauen.

Die WiN Emscher-Lippe GmbH hatte bereits 2012 mit der Erweiterung des Chemieatlas in Richtung Entsorgung- und Recyclingthemen eine potentielle Wachstumsrichtung für die Emscher-Lippe-Region erkannt und diese seither immer weiter ausgearbeitet und in der Region konsensual verankern können. So hatte sie zuletzt – unterstützt durch Mittel der Wirtschaftsministerien NRW und Bund – in mehreren Studien die Bedeutung und die Zukunftschancen der Zirkulären Wertschöpfung für die regionale Wirtschaft aufgezeigt und konkrete Handlungsempfehlungen für die Region gegeben. Im circ.EL-Fortschrittsforum Ende März diskutierten in Gelsenkirchen hochrangige und internationale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Potenziale der zirkulären Wertschöpfung für Wirtschaft, Ressourcenschonung und Klimaschutz.

Bei der zirkulären Wertschöpfung werden Produkte, Designs und Verfahren entwickelt, die keinen Abfall erzeugen bzw. entstehende Reststoffe als Ressource wieder in einen Produktionsprozess auf gleichem Qualitätsniveau einbringen. Die Endprodukte dienen nach Gebrauch als Ausgangspunkt einer neuen Wertschöpfung. Das senkt den Rohstoffverbrauch und löst zusätzliche Wachstumseffekte aus, wie die Studien der WiN belegen.