Teilnehmer beim Ideenlabor Emscher-Lippe. Foto: Regionalagentur Emscher-Lippe.

Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

Rund 30 Teilnehmende diskutierten beim „Ideenlabor Emscher-Lippe“ über die Zukunft der Arbeit

EMSCHER-LIPPE. Wie der Herausforderung des digitalen Wandels in der Region Emscher-Lippe begegnet werden kann, war Thema des regionalen Ideenlabors, das am 07. Dezember 2016 in Castrop-Rauxel stattfand. Der Einladung von Regionalagentur, Handwerkskammer, DGB und Kompetenzzentrum Frau & Beruf waren rund 30 Teilnehmende gefolgt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungslandschaft, Politik, Verwaltung, von weiteren regionalen Institutionen sowie zwei junge Menschen in Ausbildung nahmen teil. Ziel des Ideenlabors war es, gemeinsam konkrete Ideen für die Region Emscher-Lippe zum digitalen Wandel der Arbeitswelt zu entwickeln.

Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt rasant. Auch in der Emscher-Lippe-Region sind bereits konkrete Entwicklungen aber auch Fragen erkennbar. Wie sieht die digitale Entwicklung in kleinen und mittleren Betrieben aus? Wie weit ist sie vorangeschritten? Und welche Auswirkungen wird die zukünftige Technisierung auf Betriebe und Beschäftigte haben? Diesen und weiteren Fragen wurde im ‚Ideenlabor – Kreative Ideen für eine zukunftssichere Emscher-Lippe-Region‘ nachgegangen.

„Natürlich wissen wir, dass die Region mit Blick auf die Digitalisierung bereits auf dem Weg ist und viele Aktivitäten angestoßen wurden. Wir starten nicht bei null,“ so Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration (MAIS) des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir als Landesarbeitsministerium möchten mit Ihnen darüber nachdenken, wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeits- und Ausbildungswelt aussehen und wie sie in der Region gestaltet werden können.“

In drei moderierten Arbeitsgruppen identifizierten die Teilnehmenden anhand von fiktiven Personen zunächst zentrale Herausforderungen für die Arbeit im digitalen Wandel. Danach wurden erste Gestaltungsideen für die Region entwickelt, wie den Herausforderungen chancenorientiert begegnet werden kann. Folgende Fragenstellungen standen im Mittelpunkt:

  • Wie können Betriebe und Mitarbeiter_innen für die Einführung neuer Technologien begeistert werden?
  • Wie können sich Unternehmen in der Region – und vor allem auch KMU –als attraktive Arbeitgeber sichtbar machen?
  • Wie kann es gelingen, Alt und Jung gemeinsam für den digitalen Wandel mitzunehmen?

Die im Ideenlabor entwickelten Gestaltungsideen bieten erste konkrete Ansätze, wie die Region für den digitalen Wandel fit gemacht werden kann. Eine Kampagne könnte als gemeinsame Initiative der Region entstehen um gute Beispiele aus Unternehmen im digitalen Wandel sichtbar zu machen und die Beschäftigten mitzunehmen. „Digitalisierungsberater_innen“ ziehen als „virale Inkubatoren“ durch die Region und sensibilisieren auf allen Ebenen für das Thema Digitalisierung und zeigen Unternehmen konkrete Vorteile auf. Damit sich vor allem auch kleinere und mittelständische Unternehmen als attraktive Arbeitgeber darstellen können, könnte ein „Digitaler Verbund/Mapping-Projekt“ in Form einer virtuellen Landkarte entwickelt werden, mit der sich potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen schnellen Überblick zu den für sie interessanten Unternehmen machen können.

Zum Abschluss des Ideenlabors zeigte sich Dr. Jens Stuhldreier sehr zufrieden mit den Ergebnissen und stellte heraus: „Die Schnittmenge aus den drei Arbeitsgruppen war sehr groß“. Martin Peetzen, Leiter der Regionalagentur Emscher-Lippe, hob die Offenheit der Teilnehmenden hervor und bedankte sich für die engagierten Diskussionen. Das Ideenlabor sei erst der Auftakt gewesen, „diese vielfältigen Ideen sollen von einer Arbeitsgruppe in ein erstes Konzept überführt werden“. Zudem fließen die erarbeiteten Ideen zum Ende des Jahres in eine „Ideenlandkarte 4.0“ ein, die das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Anfang 2017 veröffentlichen wird.

Die Veranstaltung wurde auf Initiative des Landesarbeitsministeriums im Rahmen des Dialogprozesses „NRW 4.0: Gute und faire Arbeit“ durchgeführt. Die Ergebnisse der Ideenlabore werden unter www.arbeitviernull.nrw veröffentlicht.

Kontakt:
Regionalagentur Emscher-Lippe
Marita Frank
marita.frank@emscher-lippe.de
Tel.: 02366-1098-21

 

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