Das Bild zeigt die kommunalen Akteure bei einem Workshop im November 2019.

Serviceportal geht am 19.11. online

Städte der Emscher-Lippe-Region setzen Online-Zugangsgesetz um

Die Digitalisierung der Verwaltungen ist vor allem eine Frage der Organisation

Mit dem Serviceportal Emscher-Lippe und den darunter gegliederten städtischen Serviceportalen sind seit dem 19.11.2020 viele Dienste und Leistungen der Kommunen digital verfügbar. Seit diesem Tag ist das vom Land NRW geförderte Gemeinschaftsprojekt „Serviceportal Emscher-Lippe“ für alle 13 Gebietskörperschaften der Emscher-Lippe-Region in Betrieb und ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern im nördlichen Ruhrgebiet, eine Vielzahl von E-Government-Angeboten online zu nutzen. Die Angebote der Städte und des Kreises Recklinghausen sind ab sofort unter https://serviceportal.emscher-lippe.de/ zu finden.

Die kommunalen Portale für jede Gebietskörperschaft sind auch direkt erreichbar unter:

https://service.bottrop.de/

https://serviceportal.castrop-rauxel.de/

https://serviceportal.datteln.de/

https://serviceportal.dorsten.de/

https://serviceportal.gelsenkirchen.de/

https://serviceportal.gladbeck.de/

https://serviceportal.haltern-am-see.de/

https://serviceportal.herten.de/

https://serviceportal.marl.de/

https://serviceportal.oer-erkenschwick.de/

https://serviceportal.kreis-re.de/

https://serviceportal.recklinghausen.de/

https://serviceportal.waltrop.de/

Für das Projekt wurden in den Rathäusern eigens neue Stellen geschaffen, die sich in den Kommunen der Emscher-Lippe-Region um die lokale Koordination kümmern. Dabei besteht die Hauptaufgabe der lokalen Koordinatoren, der „Lokis“, weniger darin, sich mit Hard- oder Softwareproblemen auseinander zu setzen. Sie kümmern sich vielmehr um die Prozessoptimierung der anzubietenden Serviceleistungen. Diese sollen den Bedürfnissen der Bürgerschaft an eine moderne Verwaltung gerecht werden, ohne dabei die verwaltungsrechtlichen Notwendigkeiten und Vorschriften zu vernachlässigen.

Daher beschäftigen sich die „Lokis“ vornehmlich damit, Arbeitsprozesse zu analysieren und interkommunal zu harmonisieren. Das daraus resultierende Change-Management geschieht in enger Abstimmung mit den Verwaltungsspitzen, den Organisationsabteilungen und unter Einbeziehung der beteiligten Belegschaft sowie der Interessenvertretungen der jeweiligen Gebietskörperschaft. Der systematische Austausch mit den anderen Kommunen bietet dabei die Möglichkeit, Lösungswege, die bereits woanders gedacht und umgesetzt wurden, kennenzulernen und das Beste daraus für sich selber zu nutzen.

Im optimalen Fall können so ganze Serviceleistungen aus den Nachbarstädten adaptiert werden, was nicht nur Zeit und Geld spart, sondern darüber hinaus durch den Erfahrungsaustausch auch eine höhere Akzeptanz innerhalb der eigenen Verwaltung ermöglicht. Die „Lokis“ kümmern sich darum, dass die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter bei der Umgestaltung von Arbeitsprozessen eingebunden und mitgenommen werden. Zudem unterstützen sie die eigenen Beamten und Angestellten, sich mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Verwaltungen der Region auszutauschen und die Serviceleistungen für ihre Bürger- und ihre Belegschaft zu optimieren.

Für die technische Umsetzung sind die drei in der Region aktiven kommunalen Rechenzentren verantwortlich, die dafür Sorge tragen, dass die standardisierten Prozesse in das Portal integriert werden. Zudem sorgen sie dafür, dass die vom Land entwickelten Prozesslösungen, wie beispielsweise das Gewerbeserviceportal.NRW oder der digitale Bauantrag, durch Schnittstellen ohne Probleme den Weg in das Serviceportal Emscher-Lippe finden können. Dies alles dient dem Zweck, dass das Serviceportal Emscher-Lippe die Verwaltungsprozesse vereinfacht, die Servicequalität verbessert und dazu einen praktikablen Weg ermöglicht, das Online-Zugangsgesetz umzusetzen. Demnach sind alle Verwaltungen zur Bereitstellung elektronischer Verwaltungsdienstleistungen bis 2022 verpflichtet. Auch wenn dieses Ziel ein sehr sportliches ist, so wird das Serviceportal Emscher-Lippe dazu beitragen, auf dem Weg dorthin so weit wie möglich voran zu kommen.

Das Bild zeigt die kommunalen Akteure bei einem Workshop im November 2019.

Kontakt:

Georg Fischer