Runder Tisch TEP – Teilzeitberufsausbildung in der Emscher-Lippe Region
Gemeinsamer Austausch zur Stärkung der Teilzeitberufsausbildung in der Emscher-Lippe-Region
Die Regionalagentur Emscher-Lippe koordiniert und betreut das EU-kofinanzierte Landesprogramms TEP – Teilzeitberufsausbildung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW in der Emscher-Lippe-Region. Die erfolgreiche Umsetzung lebt von einem engen Austausch mit den Bildungsträgern und Arbeitsmarktpartnerinnen und -partnern vor Ort. In diesem Sinne kamen jüngst Vertreterinnen und Vertreter der TEP-Projekte sowie der IQ- und Anerkennungsberatung zusammen, um bestehende Strukturen zu beleuchten, Schnittstellen zu identifizieren und gemeinsame Perspektiven für die Unterstützung von der Zielgruppe, Menschen mit dem Interesse einer Berufsausbildung in Teilzeit, zu entwickeln.
Anerkennungsberatung und Teilzeitberufsausbildung
Ziel des Austauschs war es insbesondere, Synergien zwischen der Teilzeitberufsausbildung und der Anerkennungsberatung sichtbar zu machen. Beide Angebote leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und eröffnen Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten neue berufliche Perspektiven – insbesondere Personen mit Familienverantwortung, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder mit im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen.
Vielfältige Impulse
- Begrüßung und kurze Vorstellungsrunde
Zum Auftakt stellte sich die Runde vor und gab Einblicke in die jeweiligen Tätigkeitsfelder. Bereits hier wurde deutlich, wie vielfältig die Kompetenzen und Angebote in der Region sind. - Einblicke in die allgemeine IQ- und Anerkennungsberatung
Claudia Lewald vermittelte einen fundierten Überblick über die Angebote der IQ- und Anerkennungsberatung. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung der individuellen Beratung für Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen hervorgehoben – ein zentraler Baustein für deren Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. - Anerkennungsberatung bei der IHK Nord-Westfalen
Sarah Timmer stellte die spezifischen Beratungsleistungen der IHK Nord-Westfalen vor und ging auf praktische Erfahrungen in der Anerkennung von Abschlüssen ein. Das Zusammenspiel von Beratung, Qualifizierung und Praxis wurde dabei anschaulich dargestellt. - Berichte aus MAGS NRW / G.I.B. NRW
Aktuelle Entwicklungen auf Landesebene wurden zusammengetragen und eingeordnet. Dies bot den Teilnehmenden wertvolle Impulse für die eigene Projektarbeit sowie für die strategische Weiterentwicklung der Angebote. - Austausch über den Stand der Dinge in den TEP-Projekten
Die beteiligten TEP-Träger berichteten aus ihrer Praxis und beleuchteten Chancen und Herausforderungen in der Umsetzung der Teilzeitberufsausbildung. Besonders im Fokus stand die Ansprache potenzieller Auszubildender sowie die Begleitung während der Ausbildung. - Verschiedenes
Abschließend wurden offene Fragen geklärt und mögliche nächste Schritte diskutiert.
Gemeinsame Zielgruppen – gemeinsame Verantwortung
Ein zentrales Ergebnis des Treffens ist die Erkenntnis, dass sich die Zielgruppen von TEP und der Anerkennungsberatung in vielen Bereichen überschneiden. Gerade Menschen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen, die aufgrund familiärer Verpflichtungen auf flexible Ausbildungsmodelle angewiesen sind, können von einer engen Verzahnung der Angebote erheblich profitieren.
Hier eröffnet die Kooperation neue Chancen: Durch abgestimmte Beratungswege, transparente Informationen und gemeinsame Ansprache können Zugänge erleichtert und individuelle Bildungsbiografien nachhaltig gestärkt werden.
Motivation für die Teilzeitberufsausbildung stärken
Die Teilzeitberufsausbildung bietet eine wertvolle Möglichkeit, berufliche Qualifizierung und persönliche Lebenssituationen in Einklang zu bringen. Sie schafft Perspektiven für Menschen, die sonst keinen Zugang zu einer dualen Ausbildung finden würden, und leistet zugleich einen bedeutenden Beitrag zur Fachkräftegewinnung in der Region.
Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, die vorhandenen Netzwerke weiter auszubauen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Das Engagement aller Beteiligten unterstreicht, dass die Förderung von Teilhabe und Chancengleichheit nicht nur eine Aufgabe einzelner Programme ist, sondern eine gemeinsame regionale Verantwortung.
Ausblick
Die Regionalagentur Emscher-Lippe wird den begonnenen Dialog weiterführen und gezielt vertiefen. Ziel bleibt es, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu stärken, Schnittstellen weiter auszubauen und die Teilzeitberufsausbildung noch sichtbarer zu machen.
Denn klar ist: Jede erfolgreich begleitete Ausbildung ist ein Gewinn – für die Auszubildenden, für die Betriebe und für die gesamte Region.
Ihre Kontaktpersonen
Anna-Lena Karl
stv. Projektleiterin & Projektberaterin









