Serviceportal Wirtschaft Emscher-Lippe

Ein Projekt zur Realisierung neuer E-Government-Angebote für die Wirtschaft

Die Emscher-Lippe-Region hat im Juli 2018 mit dem gemeinsamen Projekt „Serviceportal Wirtschaft Emscher-Lippe“ zur Realisierung neuer E-Government-Angebote für die Wirtschaft begonnen. Das Projekt wird durch das Land NRW gefördert und endet voraussichtlich am 30. Juni 2021. Beteiligt sind alle 13 Gebietskörperschaften der Region sowie als IT-Dienstleister die Gelsenkirchener Kommunale Datenzentrale (gkd-el), der Zweckverband Kommunales Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) und der Zweckverband Gemeinsame Kommunale Datenzentrale Recklinghausen (GKD RE). Die GKD RE übernimmt im Gesamtprojekt stellvertretend für die Region die Projektleitung. Dabei arbeitet sie in enger Abstimmung mit der WiN Emscher-Lippe GmbH (WiN), dem siebzehnten Projektpartner, zusammen. Die WiN übernimmt als regionale Wirtschaftsförderung die Koordination aller Kooperationspartner im Projekt.

Das Projekt basiert auf dem Handlungskonzept „E-Government-to-Business für die Emscher-Lippe-Region“. Dieses Handlungskonzept beinhaltet eine umfassende Bedarfs- und Potenzialermittlung der digitalen Serviceleistungen der öffentlichen Verwaltungen der Region. Es beschreibt auf der Basis der vorhandenen IT-Infrastrukturen den kooperativen Weg zur Realisierung neuer E-Government-Angebote in der Emscher-Lippe-Region.

Die favorisierte technische Lösung ist ein Verbundportal, über das zentrale Basiskomponenten für E Government-Services nur einmal bereitgestellt werden müssen und von allen 13 Gebietskörperschaften gemeinsam genutzt werden können (z.B. Formularserver, Bezahlfunktion, elektronische Ausweisfunktion des Personalausweises, Bürger- und Organisationskonten u.v.m.). Diese Komponenten ermöglichen es jeder Kommune, webfähige Services leicht anzubieten.

Die im Handlungskonzept beschriebenen und aus Sicht der Wirtschaft wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen sollen im Serviceportal Wirtschaft Emscher-Lippe sukzessive abgebildet und gleichzeitig über die bestehenden kommunalen Portale erreichbar sein. Über die Nutzung gemeinsamer E Government-Basisdienste sollen Portal-Querschnittsfunktionen wie z.B. die Identifizierung, elektronische Bezahlung, das Verfolgen von Antrags-Statusinformation (Antrags- Tracking) bis hin zum Abruf von Bescheiden in einem Dokumentenspeicher im gesamten Portalverbund einheitlich möglich sein. Voraussetzung hierzu ist, dass die vorhandenen und neu zu entwickelnden Online-Services verwaltungsübergreifend möglichst einheitlich gestaltet sind und die technische Interoperabilität der beteiligten Fachverfahren und E-Government-Basisdienste (z.B. E-Akte) über Schnittstellen gewährleistet ist.

Als Ziel des Projektes sollen die bestehenden E-Government-Angebote der Emscher-Lippe-Region – zusätzlich zu den örtlichen Portalen – einheitlich und gebündelt in dem neu zu schaffenden Serviceportal abgebildet werden. Nicht vorhandene aber sinnvolle E-Government-Dienste sollen gemeinsam entwickelt und in die Portale übernommen werden.

 

Mit der Erstellung des Realisierungskonzeptes wurde der erster Meilenstein im Projekt erreicht. Das Konzept wurde am 11. September 2019 den Hauptverwaltungsbeamten, den Organisationsabteilungen und den Personalräten der Region im Umspannwerk Recklinghausen vorgestellt.

Das Realisierungskonzept ist ein Organisations- und DV-Fachkonzept und eine Detailspezifikation, das die relevanten Prozesse und Daten und deren Verarbeitung beschreibt. Dieses Konzept bildet die Basis für die nachfolgende Phase der Umsetzung und Implementierung. Sie können es hier downloaden.

Da das Projekt Services sowohl für die Wirtschaft, als auch für die Bürgerschaft bereithält, wurde der Portalname in „Serviceportal Emscher-Lippe“ geändert.