Beim Netzwerktreffen der Energie- und Wohnungswirtschaft im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Foto: ICM.

Klimagerechter Umbau bietet Chancen für Wohnungswirtschaft

Netzwerk aus Energie- und Wohnungswirtschaft diskutiert ganzheitliche Lösungsansätze zum Innovation City roll out

GELSENKIRCHEN. Den Energieverbrauch reduzieren, CO2-Emissionen senken und die Lebensqualität im Wohnumfeld erhöhen – das sind die Ziele des Projekts „InnovationCity roll out“. Basierend auf den Erfahrungen der Modellstadt Bottrop erarbeitet die Innovation City Management GmbH (ICM) mit verschiedenen Partnern und Unternehmen Konzepte, um in 20 Wohnquartieren im Ruhrgebiet die Energiewende von unten voranzutreiben. PricewaterhouseCoopers (PwC) unterstützt den Prozess durch den Aufbau und die Moderation eines Netzwerks mit Unternehmen aus Wohnungs- und Energiewirtschaft. Die Kommunen gehen zeitlich versetzt an den Start. Mitte des kommenden Jahres soll die sechsmonatige Konzeptphase bei allen Beteiligten abgeschlossen sein.

Parallel zu den Planungen in den einzelnen Stadtarealen ist der Aufbau eines Netzwerks aus Wohnungsunternehmen und Energieversorgern vorgesehen, die sich am 2. Mai im Wissenschaftspark Gelsenkirchen erstmals getroffen haben. Burkhard Drescher, Geschäftsführer der ICM, erklärt: „Die Einbindung aller relevanten Akteure ist ein wichtiger Baustein des InnovationCity roll out und auch ein Alleinstellungsmerkmal für dieses Projekt. Dazu gehört nicht nur die Arbeit in den Quartieren, sondern auch ein übergeordneter Wissenstransfer in den bedeutenden Wirtschaftsbereichen.“ Als fachliche Berater sind Energieexperten des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC über eine Ausschreibung beauftragt worden: „Ein übergreifendes Netzwerk ist wichtig, um zentral über energiewirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen zu informieren und zu zeigen, welche Fördermöglichkeiten mit Quartiersbezug es gibt“, sagt der PwC-Partner und Energieexperte Dr. Volker Breisig. „Außerdem eröffnen solche Plattformen die Chance, von den Erfahrungen der Unternehmen zu profitieren, die bereits in das Projekt involviert sind.“

Auf der Agenda des halbtägigen Auftakttreffens standen mehrere Impulsvorträge und Diskussionsrunden. So verdeutlichte Dr. Andrea Hoppe, Referatsleiterin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, einleitend die Bedeutung der Quartiersentwicklung für die Energiewende. PwC-Experte Dr. Volker Breisig stellte das Projekt mit der Zielsetzung und Hintergründen vor. Der technische Leiter der Stadtwerke Herne, Dr. Jürgen Bock, berichtete von Erfahrungen aus Herne Mitte, einem der 20 Quartiere, das schon mitten in der Planung steckt. Zudem erläuterte der Ge-schäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH (GBB), Stephan Patz, aktuelle Projekte und die Vorteile einer ganzheitlichen und moderierten Quartiersentwicklung. Daneben ging es um die Bedeutung der Quartiersentwicklung für die Energiewende und die Chancen, die der klimagerechte Umbau für die Wohnungswirtschaft und die lokalen Energieversorger eröffnet.

Quelle: Pressemitteilung der Innovation City Management GmbH vom 03. Mai 2017

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