Gelsenkirchen. Foto: Thomas Robbin.

Klima-Tische für Gelsenkirchen

Stadtgesellschaft vernetzt sich für besseren Klimaschutz

GELSENKIRCHEN. An den ersten „Klima-Tischen“ trafen sich vergangene Woche Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Gelsenkirchen, um den Grundstein für konkrete Kooperationen für den Klimaschutz zu legen. Die neu etablierte Veranstaltungsreihe soll diese Akteure zusammenbringen, um über neue Impulse für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in Gelsenkirchen zu diskutieren, bestehende Maßnahmen zu verbessern und sich stärker untereinander zu vernetzen. Denn Gelsenkirchen hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2008 um 25 Prozent gesenkt werden.

Nach der Begrüßung durch den Klimaschutz- und Solarbeauftragten Armin Hardes und die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Susanne Dippel, teilten sich die knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Diskussionsgruppen auf. Am ersten Klima-Tisch befasste sich eine Gruppe mit dem Thema „Smart City“. Unter diesem Begriff können neue Möglichkeiten der Informationstechnologie für eine ganzheitliche Stadtentwicklung verstanden werden. Apps für das Smartphone oder intelligente Steuerungssysteme können dabei bereits heute oder in Zukunft helfen, zum Beispiel ganze Stadtquartiere ökologisch und klimafreundlich umzubauen.

Dr. Thomas Kreitsch von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Köln stellte in seinem Eröffnungsbeitrag die weitreichenden Pläne der Rheinmetropole zum smarten Stadtumbau vor. In der anschließenden Diskussion waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass das Thema Smart City in Zukunft auch für Gelsenkirchen wichtig sein und bleiben wird: Es wurde festgestellt, dass erste Ansätze und Projekte bereits existieren, diese aber noch stärker miteinander vernetzt und koordiniert werden müssen. Die so eröffnete Diskussion mit Perspektiven für konkrete Kooperationen in diesem Handlungsfeld sollen möglichst in Folgeveranstaltungen konkretisiert werden.

Am zweiten Klima-Tisch drehte sich für die andere Gruppe die Diskussion um „klimaGEnial“ – die städtische Kampagne informiert die Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger seit 2013 zu Klimaschutz und Klimaanpassung und motiviert sie durch zahlreiche Aktionen in ganz Gelsenkirchen zum Mitmachen. Um die wichtigen Botschaften der Kampagne in Zukunft noch besser verbreiten zu können, sprachen die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter unter anderem der Energieversorger, der Verkehrsgesellschaften und der Wohnungsbaugesellschaften über Möglichkeiten, bei der Bürgerkommunikation enger zusammenzuarbeiten. Schnell fanden sich zudem auch konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit: Von gemeinsamen Veranstaltungen über Beratungskampagnen bis zu Aktionen zur klimafreundlichen Mobilität wurden viele Vorschläge eingebracht, wie sich künftig mehr Menschen am Klimaschutz in Gelsenkirchen beteiligen und so am großen Klimaziel der Stadt mitarbeiten.

Der Klimaschutzbeauftragte Armin Hardes zeigte sich nach der Veranstaltung erfreut vom Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Wir haben heute wichtige Diskussionen eröffnet in einem Themenfeld, das uns alle angeht. Akteure gemeinsam an einen Tisch zu bringen ist die beste Voraussetzung für konkrete Kooperationen. Diese Impulse wollen wir auch in Zukunft mit weiteren Klima-Tischen setzen.“

Weitere Informationen: https://www.gelsenkirchen.de/de/infrastruktur/umwelt/klimagenial/

Quelle: Pressemitteilung Stadt Gelsenkirchen vom 07.03.2017