Lichtkunststprojektion gate.ruhr. Foto: RAG.

gate.ruhr öffnet Tor in die Zukunft der Region

Das 90 ha große Gelände des Bergwerks Auguste Victoria (AV) soll für Logistik-Branche entwickelt werden

MARL. gate.ruhr – die neue Victoria: So lautet der Name des künftigen Industrie- und Gewerbe­gebietes, das in den nächsten Jahren auf dem rund 90 Hektar großen Gelände des Bergwerks Auguste Victoria (AV) entstehen soll. Den Namen und das Logo haben die RAG Montan Immobilien GmbH und die Stadt Marl gemeinsam im Rahmen einer spektakulären Lichtkunstpräsentation vorgestellt.

Die international renommierten Lichtkünstler Detlef Hartung (Köln) und Georg Trenz (München) projizierten dazu eine animierte Licht-Text-Installation zum Thema Strukturwandel auf die Fassade des Förderturms von Schacht 7 und nutzten damit erstmals ein bergbauliches Gebäude für ihre ortsbezogene Lichtkunst.

„Bedeutende Projekte erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Mit der Vermittlung wirtschaftlicher Ideen über die Kunst setzen wir ein starkes Zeichen, mit dem wir die besondere Bedeutung unseres Vorhabens für die gesamte Region hervorheben und zeigen, dass wir bereit sind, neue Wege zu gehen“, sagte Bürgermeister Werner Arndt im Beisein von Bergwerksdirektor Jürgen Kroker und Ulrich Wessel, Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien GmbH sowie zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

Um den Folgen der Zechenschließung zu begegnen, wollen die RAG Montan Immobilien GmbH als Immobilientochter des Flächeneigentümers RAG AG und die Stadt Marl auf der zum Jahreswechsel stillgelegten Schachtanlage neue Industrie- und Gewerbeflächen insbesondere für Unternehmen aus dem Bereich der Logistik entwickeln und so bis zu 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze ansiedeln. Werner Arndt: „Mit seinen nachhaltigen wirtschaftlichen und beschäftigungs­fördernden Impulsen öffnet gate.ruhr ein wichtiges Tor in die Zukunft der Stadt Marl und der gesamten Region“.

Das Gelände der ehemaligen Schachtanlage AV 3/7 gehört zu den wenigen größeren Flächen in der Emscher-Lippe-Region und dem Ruhrgebiet, die mittelfristig für Industrie- und Gewerbeansiedlungen erschlossen werden können. Es zeichnet sich aufgrund seiner besonderen Lage als Tor zum Ruhrgebiet sowie wegen seiner optimalen Anbindung an Straße, Schiene und Kanal aus und ist damit für europaweit agierende Unternehmen besonders attraktiv. Arndt: „Wir wollen gate.ruhr zu einer ersten Adresse für international ambitionierte Unternehmen machen, die in Marl optimale Voraussetzungen finden sollen, um sich das Ruhrgebiet und die anderen Wirtschaftsräume im Zentrum Europa zu erschließen“.

Der Name gate.ruhr – die neue Victoria transportiert die zentrale Lage und exzellente Verkehrsanbindung des Standortes, die Strahlkraft und die internationale Ausrichtung unseres Vorhabens ebenso wie die bergbauliche Tradition des Standortes auf optisch ansprechende Art und Weise.

Auch Ulrich Wessel,  Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien GmbH, ist überzeugt, dass gate.ruhr eine Erfolgsgeschichte wird. „gate.ruhr wird der gesamten  Emscher –Lippe-Region nachhaltige Impulse geben. Dafür werden wir unsere Erfahrungen aus zahlreichen Projekten zur Nachfolgenutzung ehemaliger Bergbauflächen einbringen und so ganz im Rahmen unser gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen im RAG Verbund für eine erfolgreiche Revitalisierung des Areals Sorge tragen.“

Mit der Vermarktung der ehemaligen Bergbaufläche soll bereits in vier Jahren begonnen werden. Erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie haben ergeben, dass der Entwicklung des Geländes keine grundsätzlichen Hemmnisse entgegenstehen. Deshalb wird bis Ende des kommenden Jahres mit finanzieller Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen ein tragfähiges Strukturkonzept für die nachhaltige Revitalisierung der Fläche erarbeitet, auf dessen Grundlage die Nutzung und Erschließung konkret geplant werden können.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Marl vom 27.04.2016

 

Weitere Informationen: www.marl.de