Zweitätige Fachtagung der Regionalagenturen NRW war wichtiger Impulsgeber für die Zukunft der Arbeit in NRW, Transformation und KI

Die diesjährige Fachtagung der Regionalagenturen NRW bot erneut eine wertvolle Plattform für Austausch, Vernetzung und fachliche Impulse rund um die Zukunft der Arbeit in Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt standen aktuelle arbeitsmarktpolitische Entwicklungen, die Gestaltung von Transformationsprozessen sowie die Chancen und Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz.

Für das Team der Regionalagentur Emscher-Lippe war die Tagung in diesem Jahr auch in eigener Sache etwas Besonderes: Erstmals konnten wir in neuer personeller Konstellation teilnehmen. Mit Matthias Juraschek begrüßen wir einen erfahrenen Sozialwissenschaftler im Team, der über eine hohe Expertise in den Bereichen Arbeitsmarkt, Digitalisierung und Weiterbildungsentwicklung verfügt. Durch seine Vernetzung in der Region bringt er wertvolle Perspektiven und Kontakte mit, die unsere Arbeit in Zukunft zusätzlich bereichern werden.

Besonders wertvoll war außerdem die Teilnahme von Eva Rindfleisch, Gruppenleitung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS). Der direkte Austausch mit den Regionalagenturen ermöglichte spannende Einblicke in aktuelle Schwerpunkte der Landesarbeitsmarktpolitik und bot Gelegenheit, Herausforderungen und Entwicklungen aus den Regionen unmittelbar zu diskutieren.

KomMonitor 

Inklusionsinitiative

AzubiTrain

Einen interessanten Blick auf datenbasierte Regionalentwicklung gewährten Pauline Blumenthal und Verena Schäfer mit ihrer Vorstellung des KomMonitors. Die digitale Plattform der G.I.B. stellt regionale Kennzahlen und Entwicklungen übersichtlich dar und unterstützt die Regionalagenturen dabei, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und ihre Arbeit noch zielgerichteter auszurichten.

Darüber hinaus stellte Daniel Susewind die Inklusionsinitiative NRW vor. Ziel der Initiative ist es, die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu stärken und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Schaffung inklusiver Arbeitsplätze zu unterstützen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zu einem chancengerechten und vielfältigen Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung lag auf den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Anna Wohlt vom MAGS zeigte in ihrem Vortrag auf, welche Bedeutung der Erwerb von KI-Kompetenzen für Beschäftigte, Unternehmen und Institutionen zukünftig haben wird. Deutlich wurde dabei, dass die erfolgreiche Gestaltung des technologischen Wandels nicht allein von der Verfügbarkeit neuer Technologien abhängt, sondern vor allem von den Fähigkeiten der Menschen, deren Potenziale und Risiken fundiert einschätzen und nutzen zu können.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Wirksamkeit arbeitsmarktpolitischer Förderinstrumente lieferten Tim Obermeier und Lena Becher mit ihrer Bilanz der Beratungsstellen Arbeit. Die Beratungsstellen bieten Beschäftigten, Arbeitsuchenden und Ratsuchenden niedrigschwellige Unterstützung bei arbeitsrechtlichen, sozialen und beruflichen Fragestellungen. Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 25.000 Beratungen wurden allein im ersten Halbjahr 2026 in Nordrhein-Westfalen durchgeführt, wobei 95 Prozent der Anliegen unmittelbar geklärt werden konnten. Dies verdeutlicht, wie wichtig wohnortnahe und leicht zugängliche Beratungsangebote für die Menschen im Land sind. Die Regionalagentur Emscher-Lippe richtet dabei jährlich Runde Tische für die Beratungsstellen Arbeit der Region zu unterstützen.

Die zweitägige Tagung hat einmal mehr gezeigt, wie bedeutend die enge Zusammenarbeit der Regionalagenturen für die erfolgreiche Umsetzung von Förderprogrammen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformationsprozesse braucht es starke Netzwerke, regionale Expertise und den kontinuierlichen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Praxis. Die unterschiedlichen Formate und Kooperationen vor Ort schaffen die Grundlage dafür, passgenaue Lösungen für die jeweiligen regionalen Herausforderungen zu entwickeln.

Unser herzlicher Dank gilt der G.I.B. – Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH für die hervorragende Organisation der Veranstaltung sowie allen Beteiligten für die offenen Gespräche, die zahlreichen Anregungen und die wertvollen Impulse für die gemeinsame Gestaltung der Arbeitswelt von morgen.

Ihre Kontaktpersonen



Tristan Lücke 

Projektleiter & JTF-Projektberater


Anna Kemperdiek 

JTF-Projektberaterin & Projektberaterin


Matthias Juraschek

Projektberater

Ermöglicht durch die Förderungen