Deutscher Nachhaltigkeitspreis. Foto: Frank Fendler.

Evonik gewinnt Deutschlands Nachhaltigkeitspreis Forschung 2016

Auch Voigt & Schweizer und die Stadt Gelsenkirchen unter den Top 3

DÜSSELDORF/HERTEN. Angesichts der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2016 erhielt Evonik den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen mit dem Preis, da dessen Forschungsprojekt anwendungsnah ist und zu einem nachhaltigen Umgang mit Wärme beiträgt. Top3-Platzierungen erzielten auch die Stadt Gelsenkirchen in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Großstädte“ und das Unternehmen Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG beim Sonderpreis „Ressourceneffizienz“. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Er hat sich zu einem der renommiertesten Preise seiner Art in Europa entwickelt. 

Das Forschungsteam der Evonik Creavis GmbH, der strategischen Forschungseinheit der Evonik Industries AG, die auch einen Standort in Marl betreibt, hat ein neues Produktionsverfahren für thermoelektrische Generatoren (TEG) entwickelt. Diese TEGs wandeln überschüssige Abwärme in Strom um. Die Herstellung erfolgte bislang per Hand und war demnach sehr zeitaufwendig und kostenintensiv. Evonik ist es gelungen, die Herstellungskosten für diese Generatoren um bis zu 70 Prozent zu senken. Bei Kraftfahrzeugen können TEGs helfen, die Lichtmaschinen zu entlasten und damit den Kraftstoffverbrauch zu senken. In der Stahl-, Aluminium- und Glasindustrie lässt sich die Strahlungswärme von Halbzeugen oder die Abwärme von gasbetriebenen Öfen nutzen. „Wir freuen uns sehr über diesen Preis. Bei der Lösung wichtiger Zukunftsthemen geht es letztlich immer darum, mehr Leistung bei geringerem Ressourceneinsatz zu ermöglichen. Dazu können wir als innovationsstarkes Spezialchemieunternehmen einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Thomas Wessel, im Evonik-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit. Evonik wurde zudem in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2016“ unter die Top 5 nominiert, da es – so die Begründung der Jury – durch die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leiste.

Die Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Gelsenkirchen gehört zu den Top 3 des Sonderpreises „Ressourceneffizienz“ 2016. In der Begründung heißt es: „Voigt & Schweitzer ist eines der besten Beispiele dafür, wie ein Unternehmen sich nicht auf dem Erreichten ausruht, sondern sich neue Ziele setzt und die Ressourceneffizienzleistung in allen relevanten Kennzahlen weiter spürbar verbessert. Voigt & Schweitzer zeigt damit, wie für ein klassisches Industrieverfahren über stetige Prozess- und Produktinnovationen der Weg zu ressourceneffizienten und -effektiven Kreisläufen Schritt für Schritt gegangen werden kann.“

Darüberhinaus wurde die Stadt Gelsenkirchen in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Großstädte“ unter die Top 3 nominiert. In der Begründung heißt es: „In Gelsenkirchen im Ruhrgebiet begreift man das industrielle Erbe als Chance. Wo anderswo ehemalige Industriegelände brach liegen, packt die westfälische Stadt an. Mit nachhaltigen und kreativen Konzepten wie dem postindustriellen „Urwald Rheinelbe“. Die Nachhaltigkeitsprojekte werden auf breiter Basis von den Gelsenkirchener Bürgern unterstützt. Beteiligung ist die eine Säule, die die nachhaltige Zukunft der Stadt trägt. Die andere ist Bildung. Viermal wurde Gelsenkirchen bereits ausgezeichnet als UNESCO BNE Kommune.“

Weitere Informationen unter www.nachhaltigkeitspreis.de.