Volker Lindner, Erster Beigeordneter der Stadt Herten und Ulrich Carow, Bereichsleiter beim RVR, zeigten zusammen mit Kollegen aus den Bereichen Emscher Landschaftspark, Tourismus (Besucherzentrum Hoheward), Umwelt- und Freiraumplanung sowie Klimaschutz einige Besonderheiten der „Allee des Wandels“. Foto: Stadt Herten

Die „Allee des Wandels“ steht im Finale des EU-Wettbewerbs RegioStars 2016

Vertreter des RVR und der Stadt Herten fahren am 11. Oktober zur Preisverleihung nach Brüssel

HERTEN. Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stadt Herten bereiten sich auf das Finale des EU-Wettbewerbs RegioStars2016 vor. Ihr Projekt „Allee des Wandels“ gehört zu den 23 Finalisten der Ausschreibung aus 14 Mitgliedstaaten, deren Sieger am 11. Oktober in Brüssel gekürt werden. Die „Allee des Wandels“ ist in der Kategorie „CityStar – Innovative Lösungen für nachhaltige Stadtentwicklung“ nominiert.

Als Vorbereitung für die Preisverleihung in Brüssel war jetzt ein Fotograf im Auftrag der Europäischen Kommission vor Ort. Volker Lindner, Erster Beigeordneter der Stadt Herten und Ulrich Carow, Bereichsleiter beim RVR, zeigten ihm zusammen mit Kollegen aus den Bereichen Emscher Landschaftspark, Tourismus (Besucherzentrum Hoheward), Umwelt- und Freiraumplanung sowie Klimaschutz einige Besonderheiten der „Allee des Wandels“ zwischen Ewald, Landschaftspark Hoheward und Schlägel & Eisen.

Der Fuß- und Radweg im Emscher Landschaftspark bei Herten ist als eines von drei deutschen Projekten für die europäische Auszeichnung nominiert. Mit dem Preis werden die innovativsten Projekte der EU-Regionalförderung ausgezeichnet. Europaweit wurden 23 Projekte für die Endrunde ausgewählt.

Volker Lindner freut sich über die Anerkennung dieser Entwicklungsachse entlang ehemaliger Bergwerksstandorte, die „neue Horizonte für die Region und ihre Bewohner“ eröffnet und hofft auf eine baldige Weiterführung über die ehemalige Zeche Westerholt bis zur Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen-Buer.
RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow sieht in dieser mit EU- und Landesmitteln geförderten Perle des regionalen Radwegenetzes ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Region: „Der RVR, die Städte Herten und Gelsenkirchen, die RAG Montan Immobilien sowie zivilgesellschaftliche Akteure wie die Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther Schule, die Hertener Bürgerstiftung und das Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V. arbeiten hier Hand in Hand.“

Der RVR und die Stadt Herten hatten die „Allee des Wandels“ gemeinsam als ein besonders vielseitiges Beispiel der grünen Infrastruktur in der Metropole Ruhr bei der EU angemeldet. Die ehemalige Zechenbahntrasse wurde in den vergangenen Jahren auf einer Länge von zehn Kilometern zu einem attraktiven Rad- und Wanderweg ausgebaut, der den Wandel der Region illustriert. Die Trasse führt von der ehemaligen Zeche Ewald in Herten durch den Emscher Landschaftspark – von der Zeche über den Landschaftspark Hoheward zur ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen bis zum Hof Wessels in Herten. Entlang der Route erfahren die Radlerinnen und Radler einiges über neue Energien, Klimaschutz und Stadtentwicklung. Die Stadt Herten hat Stelen aufgestellt, die über Vergangenes und Neues informieren. Eine App liefert zusätzliche Infos.

Die EU-Nominierung der „Allee des Wandels“ verstehen Stadt und Regionalverband als Ansporn für die geplante Fortsetzung des gemeinsamen Projekts. Der zweite Abschnitt wird ebenfalls rund 10 Kilometer lang werden und über die ehemalige Zeche Westerholt bis zur Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen führen.

Pressemitteilung der Stadt Herten vom 22.07.2016