Aktuelles aus der Region Emscher-Lippe

Eco-Design für eine nachhaltige und innovationsstarke Wirtschaft

 

 

Mit dem Eco-Design zu ressourceneffizienten Produkten und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsmodellen – das mag wirklich toll klingen, aber was verbirgt sich dahinter? Genau das erarbeiteten sich die TeilnehmerInnen des Eco-Design Workshops am 14. Januar. Dieser fand im Rahmen des Projektes Prosperkolleg in den Räumlichkeiten der WiN Emscher-Lippe in Herten statt.

Nach einer Begrüßung und Projektvorstellung des Prosperkollegs durch Projektleiterin Svenja Grauel und Prof. Saulo Seabra der Hochschule Ruhr West führte Stefan Alscher von der Effizienz-Agentur NRW die Beteiligten in die Thematik ein und bot spannende Impulse durch Praxisbeispiele. Darüber, dass die Umstellung zu einer zirkulären Wirtschaft schon bei der Gestaltung anfängt, waren sich die rund 20 BesucherInnen einig. Doch was genau versteht man unter Eco-Design? Es beschreibt einen Gestaltungsansatz, der die Umweltbelastungen von Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg minimiert. Eco-Design ist also viel mehr als ökologisch abbaubare Verpackungen, clevere Upcycling-Ideen oder Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen. Eco-Design betrachtet alle Phasen des Lebenszyklus: von der Rohstoffgewinnung über die Nutzungsphase bis hin zur Wiederverwendung und schaut, an welcher Stelle Umweltbelastungen und Ressourcen geschickt eingespart werden können. „Dabei werden drei Dimensionen fokussiert: die Produktgestaltung, die Prozessinnovation und innovative nachhaltige Geschäftsmodelle“, erklärt Stefan Alscher den TeilnehmerInnen, die sich in der charmanten Steigervilla der WiN zusammengefunden haben.

Einblicke in die Praxis

Um die komplexe Thematik etwas anschaulicher zu gestalten, präsentierte er den Workshop-BesucherInnen beispielhaft das Unternehmen Wijld, das Kleidung aus Holzfasern herstellt. Die T-Shirts fühlen sich einerseits sehr geschmeidig an und werden andererseits sehr umweltfreundlich produziert. Als weiteres Praxisbeispiel nannte Alscher den Malermeister Peter Fuchs. Bei der Reinigung von Fassaden fällt stark verunreinigtes Wasser an, das nicht in den Boden gelangen darf und aufwendig als Sonderabfall entsorgt werden muss. „Fuchs entwickelte eine mobile Filteranlage zum Reinigen des verschmutzen Wassers, das auf diese Weise fast die Qualität von Trinkwasser aufweist“, so Alscher. Dies gab den Zuhörenden einen ersten allgemeinen Ausblick auf mögliche Maßnahmen hin zu einer Transformation Richtung zirkuläre Wertschöpfung.

Design Sprints geben aufregende Denkanstöße

Nach einer kurzen Pause mit nachhaltig gehandeltem Kaffee und leckeren Häppchen leitete Christian Rudolph, Partner und Mitgründer der co:dify Group, durch eine Vielzahl von Fallbeispielen in die interaktive Arbeitsphase des Nachmittages ein. In sogenannten Design Sprints lernten alle TeilnehmerInnen zirkulär zu denken: Weg vom linearen „Nutzen und Neukaufen“ hin zum „Denken in Kreisläufen“. In vier Gruppen eingeteilt, fokussierten sich die Beteiligten auf jeweils unterschiedliche Produkte, beispielsweise auf Legosteine oder Koffer. In der Gruppenphase sollte anhand dieser Objekte der gesamte Lebenszyklus betrachtet werden. Die Challenge dabei: zirkuläre Optimierungen erarbeiten. Die Möglichkeiten, die dabei entstanden, waren wirklich vielfältig. So wurde beispielsweise ein fiktives Lego-Abonnement-Modell entwickelt, angelehnt an den Bibliotheksgedanken, oder ein modularer Koffer, geteilt in Soft- und Hardshell, wobei das standardisierte Hardshell immer von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt wird.

Schnell wurde allen Beteiligten klar: Schon kleine Änderungen und der Mut zum Neudenken können Produkte nachhaltiger gestalten. So entstehen zudem spannende neue Geschäftsmodelle, die wirtschaftlich sehr profitabel sein können. „Wir freuen uns riesig darüber, dass alle Teilnehmenden heute neue interessante Impulse und Denkanstöße mit nach Hause nehmen und in ihre jeweiligen Unternehmen weitertragen“, sagt Projektleiterin Svenja Grauel Revue passierend nach der Veranstaltung.

 

 

Pressekontakt:
WiN Emscher-Lippe GmbH
Andreas Bracht
Andreas.Bracht@emscher-lippe.de
Tel.: 02366 1098-25-34

 

Das Projekt PROSPERKOLLEG wird gefördert durch das:

 

 

Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter der Internetpräsenz www.prosperkolleg.de.

Aftermovie zum Climathon 2019

Im Herbst 2019 hatte das Prosperkolleg die Möglichkeit, getragen von unseren Projektpartnern der Effizienzagentur NRW und der Stadt Bottrop, eine Challenge für den Climathon 2019 zu stellen. Außerdem haben wir natürlich auch die Chance genutzt, selber an Ideen zu arbeiten und uns in Fragen der Zirkulären Wertschöpfung auszuprobieren. Seht am besten selbst!

Ein großer Dank geht dabei an das Impact Hub Ruhr, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!  

Pressegespräch zum Ausbildungsprogramm NRW 2019 in Gelsenkirchen am 20.08.2019

Herten / Gelsenkirchen, 21.08.2019 – Karosseriebau Lampferhoff in Gelsenkirchen nimmt das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) und der EU geförderte „Ausbildungsprogramm NRW“ wahr, um den Fachkräftebedarf für das eigene Unternehmen zu sichern. Der Geschäftsführer Johannes Lampferhoff nutzt den Ausbildungszuschusses (monatlich 400 € für 24 Monate), um in diesem Jahr sogar einen dritten Auszubildenden zusätzlich einzustellen. Fahri Gecili hatte 30 Bewerbungen geschrieben und nur Absagen oder gar keine Rückmeldungen erhalten. Durch das Zusammenwirken der Arbeitsagentur Gelsenkirchen (in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter IAG) und dem Weiterbildungsträger Gafög GmbH, konnten Herr Gecili und die Firma Lampferhoff zusammengeführt werden. Die Ausbildung hat am 01.08.2019 begonnen und beide sind bislang sehr zufrieden.

Gelsenkirchen gehört zu den Regionen, in denen das Verhältnis von Ausbildungsstellen und Bewerber*innen ungünstig ist. In Gelsenkirchen kommen auf fünf Ausbildungsplatzsuchende nur drei Ausbildungsplätze. Um hier Abhilfe zu schaffen hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann im vergangenen Jahr das Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen. Ausbildungssuchende, die nicht unmittelbar einen Ausbildungsplatz erhalten aber ausbildungsreif sind, kommen für die Förderung in Frage. Voraussetzung ist, dass der Betrieb den Ausbildungsplatz zusätzliche einrichtet. Zusätzlich bedeutet: Der Betrieb stellt mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung als er dies im Schnitt der letzten 4 Jahren getan hat. Damit Jugendliche und Betriebe zueinander finden, weisen die Agenturen für Arbeit und Jobcenter geeignete Bewerber*innen den mit der Durchführung des Programms beauftragten Trägern (hier Gafög) zu. Der Bildungsträger hat seinerseits Betriebe für dieses Programm akquiriert und bringt sie mit den Ausbildungsplatzsuchenden zusammen. Darüber hinaus begleitet der Träger die Auszubildenden während der nächsten Monate, um einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu unterstützen.

Bis zum 31.01.2020 können die für Gelsenkirchen vorgesehen 36 zusätzlichen Ausbildungsplätze besetzt werden. Bislang sind schon 16 Ausbildungsverträge geschlossen worden. Wer noch Interesse hat, sowohl auf Seiten von jungen Frauen und Männer als auch auf Seiten von Betrieben, darf sich gerne bei der Agentur für Arbeit oder bei Frau Thaler von der Gafög melden (thaler@gafoeg.de; 0209-709-1147).

 

Pressekontakt:
WiN Emscher-Lippe GmbH
Petra Giesler
Petra.Giesler@emscher-lippe.de
Tel.: 02366 1098-17

 

 

Kurzfassung des Operationellen Programms ESF für NRW veröffentlicht

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) hat eine aktualisierte Auflage des Operationellen Programms des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Kurzform veröffentlicht. In der Broschüre wird ein guter Überblick über den Aufbau der ESF-Fördermatrix in NRW, den spezifischen Zielen der verschiedenen Prioritätsachsen und anschauliche Beispiele für Förderungen, die mit Hilfe der unterschiedlichen Programme erfolgt, gegeben. Die Broschüre kann auf der Seite des MAGS abgerufen werden (Downloadlink).

Bei Fragen zur Umsetzung des ESF in der Emscher-Lippe Region ist die Regionalagentur erster Ansprechpartner.