Ausbildungsregion Emscher-Lippe: Neue Studie von WiN Emscher-Lippe mit dem IAT zeigt Stärken, Potenziale und Zukunftschancen unserer Region
Mit der Kampagne „Ausbildungsregion Emscher-Lippe“ setzen sich der DGB Emscher-Lippe und die WiN Emscher-Lippe GmbH gemeinsam mit der Regionalagentur Emscher-Lippe dafür ein, die berufliche Ausbildung als attraktiven und gleichwertigen Bildungsweg sichtbar zu machen. Mit einer erfolgreichen Netzwerkveranstaltung am 28.05.2026 (Siehe Link in der rechten Infobox) wurde das Thema Wohnraum für Auszubildende als wichtiger Standortfaktor in den Fokus gerückt. Darauf aufbauend hat die WiN Emscher-Lippe gemeinsam mit dem Institut Arbeit und Technik nun eine neue Analyse zur Entwicklung des regionalen Ausbildungsmarktes erarbeitet. Die Studie beleuchtet die aktuelle Situation der Ausbildung in der Emscher-Lippe Region und zeigt auf, in welchen Berufsfeldern die Region besondere Stärken und Zukunftspotenziale besitzt.
Gute Voraussetzungen für eine starke Ausbildungsregion
Die Emscher-Lippe Region verfügt über ein besonderes Potenzial: Im Vergleich zum Landesdurchschnitt leben hier überdurchschnittlich viele junge Menschen. Gleichzeitig hat die berufliche Ausbildung traditionell einen hohen Stellenwert. Mehr als 6.600 junge Menschen suchten zuletzt in der Region einen Ausbildungsplatz. Damit liegt die Ausbildungsnachfrage gemessen an der Bevölkerung über dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt.
Die Studie zeigt zugleich, dass sich die Anforderungen an Ausbildungsstandorte verändern. Junge Menschen achten heute stärker auf Faktoren wie Mobilität, moderne Lernorte, Freizeitangebote und bezahlbaren Wohnraum. Wer Fachkräfte von morgen gewinnen möchte, muss deshalb attraktive Rahmenbedingungen schaffen.
Regionale Stärken mit Zukunft
Im Rahmen einer umfassenden Potenzialanalyse wurden die Ausbildungsberufe der Region untersucht und mit den Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen verglichen. Besonders stark positioniert ist die Emscher-Lippe Region in den Bereichen:
- Gesundheits- und Pflegeberufe
- Bau-, Gebäude- und Energietechnik
- Chemie- und Pharmaberufe
- Umwelt- und Versorgungsberufe
- ausgewählte industrielle Spezialberufe
Die Analyse macht deutlich, dass insbesondere die Gesundheitswirtschaft sowie Berufe rund um Energiewende, Gebäudesanierung, Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie moderne Industrietechnologien überdurchschnittliche Entwicklungsperspektiven bieten. Viele dieser Ausbildungsberufe leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und wirtschaftlichen Transformation der Region.
Fachkräftesicherung braucht attraktive Lebensbedingungen
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Fachkräftesicherung nicht allein in den Betrieben stattfindet. Die Attraktivität einer Region entscheidet zunehmend darüber, ob junge Menschen eine Ausbildung vor Ort beginnen und nach ihrem Abschluss bleiben.
Daher greift die Kampagne „Ausbildungsregion Emscher-Lippe“ neben der Ausbildung selbst auch Themen wie bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende auf. Wohnangebote in der Nähe von Ausbildungsbetrieben, Berufskollegs oder Verkehrsknotenpunkten können Mobilitätshürden abbauen, Ausbildungsabbrüche vermeiden und die Bindung junger Menschen an die Region stärken. Gleichzeitig erhöhen sie die Chancen, Auszubildende aus anderen Regionen für Emscher-Lippe zu gewinnen. Additiv werden weitere ökonomische Impulse für die Region erzeugt und durch zusätzliche Konsumausgaben werden lokale Wirtschaftsstrukturen gestärkt.
Gemeinsam die Ausbildungsregion weiterentwickeln
Die Studie unterstreicht: Die Emscher-Lippe Region verfügt über hervorragende Voraussetzungen, um sich als starke Ausbildungsregion zu profilieren. Eine junge Bevölkerung, leistungsfähige Unternehmen, moderne Bildungsstandorte und vielversprechende Zukunftsbranchen bilden eine solide Grundlage für die Fachkräftesicherung von morgen. Entscheidend wird sein, diese Stärken gemeinsam weiterzuentwickeln und die Region für Auszubildende noch attraktiver zu gestalten.
Die vollständige Studie „Entwicklungen und Potenziale der Ausbildungsregion Emscher-Lippe“ steht in der Infobox an der rechten Seite zum Download bereit.
Ihre Kontaktpersonen
Anna Kemperdiek
JTF-Projektberaterin & Projektberaterin










