regio iT! erhält Zuschlag zur Erstellung eines Realisierungskonzeptes

Serviceportal Wirtschaft soll aufgebaut werden

Auf Ihrer Sitzung am 11. Oktober 2018 hat die Jury zur Vergabe des Realisierungskonzeptes im Projekt „Serviceportal Wirtschaft Emscher-Lippe“ entschieden, dass die regio iT gesellschaft für Informationstechnologie mbh (regio iT) den Zuschlag erhält.

Auf Grundlage der im Handlungskonzept „E-Government-to-Business für die Emscher-Lippe-Region“ beschriebenen Empfehlungen und Maßnahmen, wurde die entsprechende Ausschreibung vorgenommen. Das Realisierungskonzept ist ein Organisations- und IT-Fachkonzept, das die relevanten Prozesse und Daten und deren Verarbeitung beschreibt. Es muss eine konkrete Aufwandsschätzung für die Realisierung des Serviceportals enthalten. Dieses Konzept bildet die Basis für die nachfolgenden Phasen der organisatorischen und technischen Umsetzung.
Unterstützung erhält die regio iT von allen Verwaltungen der Gebietskörperschaften der Emscher-Lippe-Region, den IT-Dienstleistern GKD Recklinghausen, gkd-el und dem KRZN, sowie der WiN als regionalem Projektkoordinator. Die Gesamtprojektleitung obliegt als Antragsteller der GKD Recklinghausen.
Die regio iT wird ihre Arbeit am 01. Dezember 2018 aufnehmen und hat dann ein halbes Jahr Zeit das Realisierungskonzept zu erstellen.

Q4.0 – Qualifizierung neu denken

Die vier Regionalagenturen Emscher-Lippe, Mülheim-Essen-Oberhausen, Mittleres Ruhrgebiet und Niederrhein hatten eingeladen – und konnten zahlreiche interessierte Gäste aus Unternehmen, Gewerkschaften, Verbänden und Politik im Wissenschaftspark Gelsenkirchen begrüßen. Die gemeinsame Tagung Qualifizierung neu denken – Strategien für Unternehmen und Beschäftigte bot einen Blick in die Zukunft der Arbeit – und darüber hinaus.

Dieser Blick in die Zukunft, das machte die Veranstaltung schnell deutlich, erfordert zugleich eine aufmerksame Betrachtung der Gegenwart: Was können wir heute tun, um kommende Umwälzungen als Chance für notwendige Veränderungen zu nutzen? Zukunftsforscher Klaus Burmeister lieferte mit seinem Impulsvortrag einen weit gefächerten Überblick zu möglichen Wirkungen einer digitalen Revolution für die Bereiche Gesellschaft, Arbeitswelt und Weiterbildung. „Die Themen Flexibilisierung, Dezentralisierung und Entgrenzung von Arbeit werden uns in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen“, hob Burmeister hervor. Diese Entwicklungen blieben nicht auf bestimmte Branchen und Berufe beschränkt, so Burmeister weiter: „Von der Fertigung bis zum Management – jeder wird sich mit dem digitalen Wandel auseinandersetzen müssen!“

 

Drängende Gestaltungsfragen

Burmeister wies auf aktuelle Forschungsberichte für den deutschen Arbeitsmarkt hin. Danach könnten „in der digitalisierten Welt bis zum Jahr 2025 etwa 1,5 Millionen Jobs wegfallen“, so laute die Prognose. Andererseits „entstehen bis zum Jahr 2025 als Folge der Digitalisierung schätzungsweise 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze“, so Burmeister. Das klinge vielleicht auf den ersten Blick nach Entwarnung. Doch der Appell des Zukunftsforschers wirkt unmissverständlich: „Wir müssen uns die Frage stellen, was mit den 1,5 Millionen Arbeitnehmern passiert, die ihre Stelle verlieren. Und nicht weniger entscheidend ist die Frage, welche Qualifikationen für die 1,5 Millionen neue Stellen benötigt werden – und wer diese Qualifikationen eigentlich vermitteln soll.“

Auf Einladung der Regionalagenturen stellten Unternehmen, die bereits seit längerem an Lösungen für eben diese Fragen arbeiten, ihre Ansätze vor. Dazu gehört der „Skill Room“ des Unternehmens Advanced Training Technologies – ein mobiler Trainingsraum in Container-Größe. Er beinhaltet ein interaktives E-Learning-System, das virtuelle Lerninhalte mit praktischen Aufgaben kombiniert. Der Skill Room wird für verschiedene Berufe individuell ausgestattet, benötigt kein zusätzliches Personal und kann im Prinzip weltweit eingesetzt werden.

Ebenfalls unter den Ausstellern: Konzepte für virtuelle Klassenzimmer und Lernplattformen, die heute schon zukunftsweisende Formate von Unterricht, Coaching und Weiterbildung ermöglichen. Das illustrierte beispielhaft das Projekt blink, das auch Jugendlichen mit mittleren Bildungsabschlüssen ein mediengestütztes Coaching bietet. Das Institut für berufliche Bildung (IBB) stützt sein Angebot gleichfalls auf virtuellen und dabei interaktiven Unterricht, der sich an spezifischen Bildungsanforderungen der Kunden orientiert.

 

Konkret, kooperativ und kollegial

Besonders eindrucksvoll: das Projekt Arbeit 2020, in dem Unternehmensleitung und Betriebsrat der Schrader Industriefahrzeuge GmbH aus Essen gemeinsam daran arbeiten, konkrete und zukunftsfähige Weiterbildungsprogramme im Betrieb zu etablieren. Unterstützung erhalten sie dabei von der Technologieberatungsstelle (TBS) aus Dortmund. Schrader-Betriebsratsvorsitzender Frank Kirchner brachte den Handlungsbedarf auf den Punkt: „Wir möchten Kolleginnen und Kollegen darauf vorbereiten, dass sie sich weiterbilden müssen, wenn sie in der digitalisierten Arbeitswelt bestehen wollen. In dieser Frage ziehen Betriebsrat und Unternehmensleitung an einem Strang.“

 

„Kein Anlass für Panik – aber zum Umdenken!“

Nach Einschätzung von Zukunftsforscher Klaus Burmeister bleiben etwas fünf bis zehn Jahre, um ein neues lösungsorientiertes Nachdenken über die Zukunft der Weiterbildung angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung in Gang zu bringen. „Das bedeutet,“, unterstrich der Digitalisierungs-Vordenker auch in der Podiumsdiskussion, „dass wir keinen Grund zur Panik haben – aber zum Umdenken allemal!“ Christina Ramb vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sah dies ähnlich und dankte den vier Regionalagenturen für die gemeinsam durchgeführte Veranstaltung: “Vernetzung und Kooperationsfähigkeit sind ja zentrale Kompetenzen für die neue Arbeitswelt. Insofern geben Sie mit dieser Veranstaltung ein eindrucksvolles Beispiel!“

Eugen Palm, Leiter der Arbeitsagentur Bottrop, sah noch einigen Arbeitsbedarf: „Für viele wichtige Themen gibt es nicht genug Angebote, E-Commerce ist ein Beispiel. Es muss uns gelingen, Weiterbildung auch mit konkreten Benefits für Unternehmen zu verbinden.“ Der Wandel muss ab sofort aktiv angegangen werden, unterstrich Zukunftsforscher Burmeister. „Ich möchte Sie dazu einladen, etwas auszuprobieren und neue Wege zu gehen“, schloss er in Richtung der Teilnehmenden. Eine Einschätzung, die Martin Peetzen, Leiter der Regionalagentur Emscher-Lippe, teilte: „Bereits in den nächsten fünf Jahren wird viel passieren – wir müssen jetzt auf dem Weg sein, um den Anschluss zu behalten.“

Tagungsprogramm QUALIFIZIERUNG NEU DENKEN!

Präsentation Klaus Burmeister: Arbeitswelten im Umbruch – Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation und der Zukunft der Weiterbildung

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Fotos: Sascha Kreklau

ZINQ gewinnt den “Cradle-to-Cradle Challenge Award”

Gold für ZINQ

Roter Teppich und große Bühne, ein mitreißender Abend voller Spannung und Freudensprünge erwartete am 8. November 2018 über 400 geladene Vertreter der Baubranche im niedersächsischen Celle. Hier ging es nicht um ein feierliches Beisammensein, sondern um die renommierten Architects` Darling Awards: Wer darf sich als Liebling der Architekten rühmen und die goldene Trophäe in den Händen halten? In der Kategorie „Cradle-to-Cradle Challenge Award“ überzeugte die ZINQ-Gruppe bei ihrer erstmaligen Teilnahme auf Anhieb.

Durch den feierlichen Abend führten die Laudatoren Jörg Kreuder, Gesamtvertriebsleiter bei Heinze, und Prof. Thomas Knerer von Knerer und Lang Architekten. Den Cradle-to-Cradle Challenge Award übergab in gewohnter Manier „Ökovisionär“ Prof. Michael Braungart. Michael Braungart resümierte die Erstplatzierung der ZINQ-Gruppe:

„ZINQ besitzt nicht einfach nur Cradle to Cradle-zertifizierte Produkte. Sie gehen den Weg viel weiter als andere. Cradle to Cradle ist Innovation, Qualität und Design. Dies hat ZINQ verinnerlicht. Cradle to Cradle ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie und -identität.“ Die neunzehnköpfige Jury um Prof. Dr. Michael Braungart war vollends überzeugt und hat ZINQ gleich bei der ersten Teilnahme am Wettbewerb zum Sieger des Cradle-to-Cradle Challenge Awards gekürt.einfach nur Cradle-to-Cradle zertifizierte Produkte. Sie gehen den Weg viel weiter als andere. Cradle to Cradle ist Innovation, Qualität und Design. Dies hat ZINQ verinnerlicht. Cradle to Cradle ist fester Teil der Unternehmensphilosophie und -identitäteinfach nur Cradle-to-Cradle zertifizierte Produkte. Sie gehen den Weg viel weiter als andere. Cradle to Cradle ist Innovation, Qualität und Design. Dies hat ZINQ verinnerlicht. Cradle to Cradle ist fester Teil der Unternehmensphilosophie und -identität

Die Ergebnisse der ARCHITECTS´ DARLING® Umfrage, an der 2018 erstmalig über 2.100 Architekten und Planer teilgenommen haben, sprechen eine klare Sprache. Hier zeigt sich deutlich, welche Unternehmen die Bedürfnisse der Architekten und Planer verstanden und umgesetzt haben. Bewertet wurde in diesem Jahr in 23 Produktbereichen, von Fassaden über Barrierefreiheit bis hin zu Wärmedämmverbundsystemen und Architektensoftware. Darüber hinaus wurden 12 Themen-Awards durch eine aus Kommunikationsexperten sowie namhaften Vertretern internationaler Top-Architekturbüros bestehende Jury gesichtet und bewertet. Kategorien waren hier beispielsweise „Bester Produktfilm“, „Beste Produkt-Innovation“ und, diesjährig neu, „Bestes BIM-Daten-Angebot“. Auch der Cradle-to-Cradle Challenge Award, die Auszeichnung für Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung, wurde nach der Premiere 2017 zum zweiten Mal verliehen.

Das Cradle to Cradle Konzept:

Cradle to Cradle® (C2C) ist ein Designkonzept, das die Natur zum Vorbild hat. Alle Produkte werden nach dem Prinzip einer potentiell unendlichen Kreislaufwirtschaft konzipiert. Damit unterscheidet sich Cradle to Cradle von herkömmlichem Recycling und dem Konzept der Ökoeffizienz. Im Unterschied zur Lehre der Effizienz im Umgang mit Energie und Ressourcen ist in der C2C-Philosophie die Nutzung von Ressourcen keine Frage der Quantität, sondern der Qualität. Voraussetzung ist die Verwendung von hochwertigen Materialien und die Möglichkeit, die Materialqualität jederzeit in geschlossenen Kreisläufen aufrechtzuerhalten – weg von „Weniger vom Falschen“, hin zu „Mehr vom Richtigen“. Das Ziel des positiven Fußabdrucks ist keine Frage des Maßstabes. Cradle to Cradle ist ein konkretes Konzept mit einer ISO-konformen Zertifizierung als Beleg für das Umsetzen von Vorgaben. So ist die Realisierung des C2C-Prinzips auch im industriellen Maßstab möglich, wenn die Prozesse und Produkte nach C2C-Prinzipen entworfen, gestaltet und umgesetzt werden.

 

Zum Unternehmen:

Seit mehr als 125 Jahren auf Feuerverzinken und Beschichten spezialisiert, ist die Voigt & Schweitzer-Gruppe (ZINQ) heute das marktführende Unternehmen im Bereich Korrosionsschutz auf Stahl durch Zink. Das unter der Dachmarke ZINQ® zusammengeführte Unternehmen konzentriert sich auf das Entwickeln und Herstellen von innovativen, Cradle to Cradle®-zertifizierten Oberflächen, die in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten der Stahlverarbeitung eingesetzt werden.

So werden jedes Jahr an 36 europäischen Standorten über 500.000 t Stahl mit ZINQ vor Korrosion geschützt.

ChemSite-Chemieforum vernetzt Akteure der Chemieindustrie in NRW

Rund 100 Teilnehmer informierten sich zum Thema „Nordrhein-Westfalen, Flandern und die Niederlande – starke Chemieregion“ in Marl

MARL. Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung von ChemSite zum Informationscentrum am Chemiepark Marl und machten den Branchentreff für Akteure und Entscheider der nordrhein-westfälischen Chemieindustrie zu einem vollen Erfolg. Zu den Teilnehmern zählten neben dem Wirtschaftsminister des Landes NRW, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, zahlreiche Vertreter aus Unternehmen, Hochschulen, Instituten, wichtigen Branchenverbänden sowie den Kommunen.

Prof. Dr. Michael Dröscher, Vorstandsvorsitzender ChemSite e.V., Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, sowie Dr. Jörg Harren, Standortleiter Chemiepark Marl, begrüßten die Teilnehmer zur Veranstaltung unter dem Motto „Nordrhein-Westfalen, Flandern und die Niederlande – starke Chemieregion“.

Hochkarätige Referenten erörterten und diskutierten die trilaterale Chemieregion, die gemessen an Umsatz und Beschäftigten, einen der leistungsfähigsten Chemiecluster der Welt darstellt. Insbesondere die Verbundstruktur ist weltweit einzigartig.

In seiner Key Note plädierte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart für vielfältige Anstrengungen zum Erhalt der Innovationsfähigkeit der trilateralen Chemieregion: „Die Chemieindustrie ist Treiber von Innovationen und legt entscheidende Grundlagen, damit wir die großen Zukunftsaufgaben bewältigen können. Dabei müssen wir unseren Blick auch auf die Zusammenarbeit in Europa richten: Nur so können wir im internationalen Wettbewerb die Potenziale der Europäischen Union erfolgreich heben und nutzen.“

Prof. Dr. Emmo Meijer stellte als niederländischer Vertreter das Thema Innovation in der trilateralen Region in den Fokus. In vielen Zukunftsfeldern wie Ressourceneffizienz und Digitalisierung kann die trilaterale Chemieregion zukünftig eine Vorreiterrolle einnehmen. Zahlreiche Innovationsprogramme arbeiten an der Innovations- und Zukunftsfähigkeit der trilateralen Chemieregion. Hier ist insbesondere die Trilaterale Chemiestrategie der drei Region hervorzuheben, der Ansatz der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Stärkung der Chemieindustrie ist in dieser Form einmalig und wird in zahlreichen Innovationsworkshops gelebt.

Die Region Flandern wurde von Elmar Ockenfels, Repräsentant des Hafens Antwerpen, vertreten, der zum Thema „Der Beitrag des Hafens Antwerpen zur Wertschöpfung der trilateralen Chemieregion“, referierte. Der Hafen Antwerpen mit seinem einzigartigen Profil kann für die trilaterale Chemieregion als wichtiger Standortfaktor angesehen werden, aber auch hier sind zahlreiche Anstrengungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit notwendig, wie beispielsweise der Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen dem Hafen und Nordrhein-Westfalen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Wirtschaftsminister des Landes NRW), Dr. Jörg Harren (Standortleiter Chemiepark Marl), Hans-Jürgen Mittelstaedt (VCI Landesverband NRW), Elmar Ockenfels (Port of Antwerp) sowie Prof. Dr. Emmo Meijer (Top Chair Holland Chemistry) unter der Moderation von Tom Hegermann (WDR) zum Thema „Zukunft der Trilateralen Chemieregion“.  Dabei waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, dass die trilaterale Chemieregion eine Errungenschaft ist, auf die man stolz sein kann, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in der  Zukunft jedoch keine Selbstverständlichkeit ist. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart regte Mut und neue Wege bei der Ausgestaltung von Zukunftsstrategien an.

Bei einem vorangegangenen Mittagessen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum ausgiebigen Netzwerken. Prof. Dr. Michael Dröscher, Vorstandsvorsitzender ChemSite e.V., zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf des Chemieforums: „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das Ruhrgebiet und insbesondere die Emscher-Lippe-Region konnten sich als lebendiger und innovativer Chemiestandort innerhalb der trilateralen Chemieregion präsentieren.“

In zwei Jahren wird das nächste ChemSite NRW Chemieforum stattfinden.

Weitere Informationen zum ChemSite e.V.

Regionalveranstaltung „NRW. Das machen WIR.“

Im Gelsenkirchener Wissenschaftspark wurden am 31.10.2018 Beispiele gelungener Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt präsentiert. Die Regionalagentur Emscher-Lippe hatte zu dieser Veranstaltung, die im Rahmen der Landesaktion „NRW. Das machen WIR!“ stattfand, eingeladen.

Im Beisein der Staatssekretärin des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) Frau Serap Güler und der Gelsenkirchener Bürgermeisterin Martina Rudowitz wurde eindrucksvoll gezeigt, welche unterschiedlichen Wege möglich sind in Ausbildung und Arbeit zu kommen. Bei EVONIK in Marl haben z.B. 10 geflüchtete Menschen die Chance sich auf eine Ausbildung als Chemikant/in vorzubereiten. Der Ausbildungsleiter Mathias Dopheide hob das überdurchschnittlich hohe Engagement der jungen Leute hervor.

Einen ganz anderen Weg beschreitet beispielsweise Herr Alaa Khedr. Er kam aus Syrien, war dort Börsenmakler und sieht seine Chance in der Selbständigkeit. Seine Idee: ein Einzelhandelsgeschäft für Nüsse, Schokolade und Kaffee. Auf diesem Weg hat er vielfältige Unterstützung in Gelsenkirchen erhalten. Hier gibt es einen Runden Tisch Geflüchtete, an dem sich die Stadt, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, Bildungsträger und Wohlfahrtsverbände zusammengesetzt haben, um sich zu vernetzen und ggf. individuelle Angebote für geflüchtete Frauen und Männer zu entwickeln (z.T. auf Stadtteile heruntergebrochen).

Ein weiteres Beispiel aus Recklinghausen wurde präsentiert, bei dem die Bürgermeisterin der Stadt und der Geschäftsführer des Klinikums Vest ein Modellprojekt zusammen mit dem Jobcenter Recklinghausen entwickelt haben. Einer Frau und vier Männern wurde die Chance eröffnet sich auf die Ausbildung zum/r Krankenpfleger/in vorzubereiten. Wichtiger Bestandteil neben den praktischen Arbeiten auf den Stationen ist ein ergänzender, berufsbezogener Sprachkurs durch das Bildungszentrum des Handels. Das Jobcenter übernimmt die Finanzierung und hat bei der Teilnehmerakquise eine gute Vorauswahl getroffen.

Eingerahmt wurde die Veranstaltung vom stimmgewaltigen Gesang von Lizette, Lisa und Elsie aus Angola, die sich über eine Maßnahme „Stark im Beruf“ gefunden haben.