Wertvolle Zutaten für den Erfolg

Business-Frühstück „GLÜCKAUF GIGABIT!“ in Marl liefert digitale Ideen für den Mittelstand

MARL. Beim Business-Frühstück „GLÜCKAUF GIGABIT!“ von WiN Emscher Lippe und Stadt Marl informierten sich am Donnerstag (28.6.) mehr als 20 Teilnehmer aus der regionalen Wirtschaft über aktuelle Digitalisierungstrends und staatliche Fördermöglichkeiten. Neben den Erfolgsgeschichten der Unternehmer standen unter anderem Impulsvorträge von Experten zu den Themen „Digitale Potenziale“ und „Breitband“ kombiniert mit einem Frühstück in entspannter Atmosphäre im Fokus. Die Referenten wiesen darauf hin, dass die Versorgung mit schnellem Internet alle Unternehmen in der Region betreffe. „Gerade kleine und mittlere Firmen könnten von einer Breitbandanbindung enorm profitieren“, so Martin Eckl, verantwortlich für die Breitbandkoordination Emscher-Lippe.

Veranstaltungsort für das Business-Frühstück war die news-media Akademie auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Brassert. Inhaber Stefan Rüter referierte zum analogen und digitalen Marketing. Marls Bürgermeister Werner Arndt sieht die Emscher-Lippe-Region und ihre Städte auf einem guten Weg, die Digitalisierung aktiv mitzugestalten. „Die Digitalisierung ist gerade auch für den Mittelstand von großer Bedeutung“, sagte Arndt. Das Business-Frühstück sei deshalb „ein hervorragendes Forum, um aktuelle Trends für den Mittelstand zu beleuchten und Unternehmer aus erster Hand zu informieren“.

Im weiteren Programmverlauf stellte Silke Schüler (JS Coaching) gemeinsam mit der Regionalagentur Emscher-Lippe staatliche Fördermöglichkeiten für kleinere und mittlere Unternehmen vor. Wertvolle Tipps zur passgerechten Breitbandausstattung für Unternehmen gab Gerhard Bülow (Dr. Bülow & Masiak GmbH). Rainer Hans (Infotech GmbH) präsentierte mit der Emscher-Lippe-Cloud eine sichere Variante zur
Datenspeicherung. Im Anschluss konnten die Teilnehmer ganz praktisch von Nadja Kothe (Designhaus Marl) erfahren, wie mit Hilfe von Virtual Reality-Brillen der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen könnte. Die neuen Arbeitswelten werden zurzeit im Rahmen des Förderprojekts „CoWiN“ in Marl erprobt.

Das nächste Business-Frühstück soll am 6. September in Herten wiederholt werden. Kostenlose Anmeldungen sind schon jetzt möglich: online unter www.emscher-lippe.de, per E-Mail an anmeldung@emscher-lippe.de oder telefonisch unter Telefon (02366) 109827.

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Mach dein Ding mit Crowdfunding!

Startercafé an der Hochschule Ruhr West in Bottrop

BOTTROP. Am 25. Juni 2018 konnten sich Studierende beim StarterCafé „Mach dein Ding mit Crowdfunding!“ an der HRW in Bottrop zur neuen und alternativen Finanzierungsform Crowdfunding informieren. 

Prof. Dr. Ralf Beck, Experte und Buchautor, erläuterte die verschiedenen Varianten des Crowdfunding und Crowdinvesting. Anschließend berichtete der bekannte Sänger Thomas Godoj aus Recklinghausen von seinen eigenen Erfahrungen und gab wertvolle Tipps. Er hat in den vergangenen Jahren bereits drei Studio-Alben erfolgreich über Crowdfunding finanziert. Bei Kaffee und Kuchen fand ein reger Austausch zwischen den beiden Referenten und allen Beteiligten statt.

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Die Startercafé-Reihe ist Teil des Förderprojekts „Die Ideen liegen auf dem Campus?!“ Weitere Informationen zum Förderprojekt finden Sie hier.

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Chemische Industrie 4.0

Über 40 Teilnehmer informierten sich beim Workshop des ChemSite e.V.

HERTEN. Unmittelbar nach der Gründung des ChemSite e.V. vor vier Wochen fand mit dem Workshop „Industrie 4.0“ die erste Veranstaltung des neu gegründeten Vereines statt. Die Veranstaltung stieß in der Region auf großes Interesse, über 40 Teilnehmer aus Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und sonstigen Institutionen waren der Einladung ins Feierabendhaus nach Marl gefolgt.

Dr. Jörg Harren, Vorstandsmitglied des ChemSite e.V., begrüßte die Teilnehmer zur Veranstaltung und führte ins Thema ein.
In den anschließenden Vorträgen berichteten die Referenten aus verschiedenen Perspektiven zum aktuellen Thema „Industrie 4.0“.
Dr. Elmar Rother (Evonik Digital GmbH) referierte über Erfolgsfaktoren für die Digitalisierung in der chemischen Industrie und zeigte die Bedeutung des Themas für die Unternehmensstrategie auf. Christian Wendt (AXIT GmbH), präsentierte Lösungen zur digitalen Supply Chain für die Chemielogistik, während Dr. Jörg Fabri (allocate International GmbH) über Digitalisierung als Hebel für Wertschöpfungsketten in der Chemie berichtete und die Relevanz für das regionale Chemiecluster betonte. Eine rege Diskussion der Teilnehmer schloss sich an die Vorträge an
Auch eine Kaffeepause nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum ausgiebigen Netzwerken und Austausch über das Thema.

Weitere Workshops sind derzeit in Planung.

 

22 Mitglieder gründen neuen ChemSite e.V.

ChemSite-Initiative erhält nachhaltige Struktur durch Umwandlung in Verein

EMSCHER-LIPPE. Die ChemSite-Initiative stellt sich neu auf: In einer Gründungsversammlung am 17.05.2018 haben 22 Teilnehmer aus Unternehmen, Wissenschaft und Kommunen die Vereinssatzung beschlossen und damit den Grundstein für die Vereinsgründung gelegt. Zwischenzeitlich ist ein 23. Mitglied dem Verein beigetreten. Die bereits seit 1997 bestehende ChemSite-Initiative soll dadurch auf eine breite Basis gestellt, die Finanzierung nachhaltig gesichert werden.

ChemSite soll auch weiterhin ein Forum und Netzwerk für Unternehmen, Wissenschaft, Kommunen, Verbände, Landesverwaltung und Politik darstellen. Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Chemieindustrie und verwandter Industriezweige im Ruhrgebiet ein. Die Vermarktung der Chemieregion Ruhrgebiet mit ihren gewachsenen Chemie- und Industriestandorten, die Einbindung und Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Gründung von Unternehmen gehören zudem zu den Zielsetzungen des Vereins.

Zweck des Vereins ist die Sicherung und Stärkung der chemischen Industrie im Ruhrgebiet, insbesondere der Emscher-Lippe-Region. Der Verein bildet eine Plattform zum Informations-austausch zwischen den Mitgliedern mit dem Ziel, gemeinsame Positionen zu entwickeln und die Interessen der Mitglieder gemeinsam vorzutragen.

Mit der Gründung des Vereins wird eine breitere Mitgliederbasis und eine Plattform zur gemeinsamen Positionsbildung für die Chemie und die chemische Industrie der Region geschaffen. Der Fokus verschiebt sich vom Marketing- und Ansiedlungsvorhaben zu einer Interessengemeinschaft, deren Türen nicht nur für große Chemieunternehmen offenstehen.

Die Gründungsversammlung hat Prof. Dr. Michael Dröscher, Manager Chemie.NRW, zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dr. Jörg Harren, Evonik Technology & Infrastructure GmbH, und Joachim Pieper, Geschäftsführer INEOS Phenol GmbH, komplettieren den Vorstand. In der Versammlung wurden zudem Dr. Ulrich Schütten, gefeba Engineering GmbH, Andreas Salomon, Ruhr GmbH – BP Gelsenkirchen, sowie Dr. Manfred Gehrke, Stadt Marl, zu Beisitzern bestimmt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird die in Herten ansässige WiN Emscher-Lippe GmbH die Geschäftsführung von ChemSite übernehmen.

Bernd Groß, Geschäftsführer ChemSite, kündigte als erste Aktivität des ChemSite e.V. einen Workshop zum aktuellen Thema „Industrie 4.0“ an, der noch im Juni stattfinden wird.

Logistik ist entscheidender Erfolgsfaktor für die Chemische Industrie

Kompetenzgruppe Chemielogistik veröffentlicht neue Studie

HERTEN / KÖLN. Logistik und Supply Chain Management sind entscheidende strategische Faktoren für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen in der chemischen Industrie. Zu diesem Schluss kommt die neue Studie „Leveraging Supply Chain – for strategic advantage in the Chemical Industriy“, die die Kompetenzgruppe Chemielogistik nun vorgelegt hat. Sie gibt einen Einblick in die globalen Supply Chains der chemischen Industrie, der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Chemielogistik und damit der – meist unterschätzten – quantitativen Bedeutung für das Top-Management in Chemieunternehmen.

Aus Unternehmenssicht werden die Top-Management-Themen identifiziert und der aktuelle Stellenwert der Logistik aufgezeigt. Als Lösungsansatz werden fünf strategische Stellhebel des Supply Chain Managements identifiziert und ihre Bedeutung für die Führungsetagen der Chemieindustrie verdeutlicht. Die Kompetenzgruppe Chemielogistik sieht dabei insbesondere den großen Stellhebel in der Logistik selbst, aber auch in der horizontalen Quervernetzung der Wertschöpfungskette. Die Studie liefert einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Unternehmenserfolg, aber auch wichtige Argumente für die Logistik- oder Supply Chain Abteilungen in Ihren Unternehmen, um die oft unterschätzte Bedeutung dieses Themas gerade vor den Vorständen besser zu verdeutlichen.

Die Studie Leveraging Supply Chain ist hier zum Download erhältlich.

Das regionale Chemiecluster ChemSite hatte bereits 2016 im Rahmen der ChemSite-Logistikstudie festgestellt, dass die Chemie-Logistik selbst mit knapp 5.000 Erwerbstätigen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und gleichzeitig ein merklicher Kostenfaktor für die Chemie- und Mineralölindustrie im Ruhrgebiet ist. Über 30 Unternehmen aus der Chemie als auch aus der Logistik-Branche hatten zur Erstellung der Studie eine Vielzahl an Daten und Fallbeispielen beigesteuert und in Interviews ihre Einschätzung zur aktuellen Situation gegeben.

Im nächsten ChemSite-Workshop „Industrie 4.0“ am 21. Juni 2018 in Marl wird das Thema Chemielogistik vor dem Hintergrund der Digitalisierung beleuchtet, u.a. durch den Vortrag „Die digitale Supply Chain in der Chemielogistik“von ChristianWendt, AXITGmbH. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Hier geht’s zur Anmeldung.

Gemeinsam lernen statt Fachkräftemangel

ZukunftsBande feierte den zweiten erfolgreichen Projektdurchlauf – Dr. Auma Obama betont die Vorteile des gegenseitigen Lernens

RECKLINGHAUSEN. Das innovative Format des Programms „ZukunftsBande EmscherLippe – hier geht’s lang!“ feierte heute auf Einladung der WiN Emscher-Lippe GmbH und der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand mit Teilnehmer*innen und prominenten Gästen in Recklinghausen den zweiten erfolgreichen Projektdurchlauf. Dr. Auma Obama, Vorsitzende der Auma Obama Foundation Sauti Kuu, betonte die vielen Vorteile des gegenseitigen Lernens für Schüler*innen, Coachs, Unternehmen und Schulen und ermutigt zur Nachahmung.

Viele Wirtschaftsunternehmen beklagen einen Mangel an Fach- und Nachwuchskräften. Auf der anderen Seite stehen Schüler*innen, denen es an gesicherten beruflichen Zukunftsperspektiven und Orientierung fehlt. Das Programm Zukunftsbande bringt diese beiden Gruppen zusammen. Als sogenannte Zukunftscoachs fungieren Auszubildende, Berufsanfänger und Studierende beteiligter Unternehmen und Institutionen. Sie treffen sich regelmäßig über ein Schuljahr lang und planen mit den Schülerinnen und Schülern als deren Vorbild und Impulsgeber die nächste Bildungsphase.

Insgesamt nahmen bereits 160 Schüler*innen und 80 Zukunftscoachs aus Schulen, Universitäten und Unternehmen der Region erfolgreich am Programm „ZukunftsBande“ teil. Viele der beteiligten Institutionen stehen bereits für das Folgejahr in den Startlöchern.

Das begrüßte auch Cay Süberkrüb, Landrat des Kreises Recklinghausen: „Das Programm ist für unsere Region ein toller Impulsgeber mit Vorbildfunktion. Es ist der richtige Schritt, um Wirtschaft und Schüler*innen auf Augenhöhe ins Gespräch und gegenseitige Lernen zu bringen.“

„Es reicht nicht benachteiligten Menschen zu helfen, indem man ihnen nur Geld gibt,“ betonte Dr. Auma Obama. Und weiter „Genau so wichtig ist es ihnen einen Raum zu schaffen, indem sie sich frei entfalten können.“

Das gelingt besonders durch das sogenannte Peer-Learning, welches ein wichtiger Bestandteil in der Zukunftsbande ist. „Das Konzept des gegenseitigen Lernens in Altersgruppen schafft für alle Teilnehmer*innen nachweislich eine Win-Win-Situation. Wenn Jugend von Jugend lernt, dann profitieren alle gemeinsam für Schule, Leben und Beruf.“ so Matthias Riepe, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand.

Erst die breite Einbindung aller Beteiligten lässt diesen Peer-Learning-Ansatz in der ZukunftsBande so erfolgreich wirken. Susanne Blasberg-Bense, Leiterin der Abteilung 3 im Ministerium für Schule und Bildung, dazu: „Es ist ein großer Gewinn für das Projekt, dass es uns gelungen ist für den nächsten Durchgang die Berufskollegs einzubinden. So gewährleisten wir einen wirklichen Transfer guter Erfahrungen im Projekt. Denn es sind unsere Berufskollegs, die den Kontakt zu den Auszubildenden sowie zu den Betrieben haben.“

Auch für die Unternehmen sieht Bernd Groß als Geschäftsführung der WiN Emscher-Lippe einen großen Mehrwert: „Unsere Region ist weiterhin mitten im Wandel. Viele neue Arbeitsfelder entstehen, die nun als Berufsperspektive an die Folgegeneration übermittelt werden müssen.“ Groß stellte weiter fest: „Die ZukunftsBande ist mit ihrem Konzept das notwendige Bindeglied um auch in Zukunft ausreichend Fachkräfte für Unternehmen und Region gewinnen zu können!“

Das dritte Folgeprogramm startet zum Schuljahresbeginn im September 2018. Interessierte Unternehmen, Schulen und Universitäten können sich noch bei der Projektleiterin Sophie Löhlein (sophie.loehlein@gls-treuhand.de, 0234 5797-5781) bewerben.

Über das Programm „ZukunftsBande EmscherLippe – hier geht’s lang!“ 
Projektträger des Programms ist die Wirtschaftsförderung Emscher-Lippe GmbH. Für die Durchführung ist die Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand verantwortlich. Das Programm wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen zum Projekt sowie zu den beteiligten Unternehmen und Einrichtungen finden Sie unter www.zukunftsbande.de.

Zur Person Dr. Auma Obama 
Dr. Auma Obama wurde in Kenia geboren und wuchs dort auf. Sie lebte und arbeitet in Deutschland und Großbritannien bevor sie in Kenia für die Hilfsorganisation CARE das Programm „Sport for Social Change“ leitete bis sie ihre eigene Stiftung, Auma Obama Foundation Sauti Kuu, gründete. Neben zahlreichen ehrenamtlichen Positionen und Tätigkeiten in Organisationen in Deutschland und Kenia ist Dr. Auma Obama eine international gefragte Botschafterin zum Thema ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.

Über die WiN Emscher-Lippe GmbH
Die WiN Emscher-Lippe GmbH ist eine regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft zur kommunalen Wirtschaftsförderung, zu den Kammern und zur Wirtschaftsförderung metropoleruhr. Die WiN Emscher-Lippe GmbH versteht es nicht nur als ihre Aufgabe, den Strukturwandel in der Emscher-Lippe-Region kreativ zu gestalten und dabei die regionale Wirtschaftsstruktur zu stärken, sondern ist vor allem regionale Klammer und Interessenvertretung gegenüber der Landesregierung. Angesichts der gewaltigen Herausforderungen – Bergbaurückzug, demografischer Wandel, finanzielle Situation der Kommunen – ist die Region auf die Unterstützung von Landes-, Bundes- und EU-Mitteln angewiesen.

Über die Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand 
Die Zukunftsstiftung Bildung hat die Erneuerung von Bildung in Kindergärten und Schulen sowie in außerschulischen Einrichtungen und Ausbildungen zum Ziel. Hierfür unterstützt sie Konzepte und Methoden, die eine individuelle Entwicklung von jungen Menschen fördern, damit diese sich zu freien und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten entfalten können. Ziel ist, dem oder der Einzelnen zu ermöglichen, aus sich selbst heraus Interesse, Engagement und Verantwortung für das gesellschaftliche Gemeinwohl zu entwickeln.

Jetzt anmelden für das Business Frühstück am 28. Juni in Marl

Veranstaltung mit Praxistipps für kleinere und mittlere Unternehmen

MARL / HERTEN. „Glückauf Gigabit: Digitale Ideen für den Mittelstand“: Unter diesem Titel lädt die Wirtschaftsförderung der Stadt Marl in Kooperation mit der WiN Emscher-Lippe GmbH am 28. Juni von 9 bis 10.30 Uhr zum Business Frühstück ein.

Die Veranstaltung in der news-media Akademie (Brassertstr. 122) gibt den Startschuss für eine Reihe, die aktuelle Digitalisierungstrends praxisnah für kleinere und mittlere Unternehmen beleuchtet. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Werner Arndt werden Stefan Rüter (news-media Druck und Werbung e.K.), Martin Eckl (Breitbandkoordination Emscher-Lippe), Gerhard Bülow (Dr. Bülow & Masiak GmbH), Silke Schüler (JS Coaching und Consulting) sowie Rainer Hans (Infotech GmbH) ihre digitalen Erfolgsgeschichten erzählen und erläutern, warum eine Breitbandverbindung wichtig ist und welche Fördermöglichkeiten bestehen.

Kostenlose Anmeldungen zum Business Frühstück sind bis zum 15. Juni möglich: online auf dieser Seite, per E-Mail an anmeldung@emscher-lippe.de oder telefonisch unter 02366-109827. Für Rückfragen steht der Leiter der Marler Wirtschaftsförderung Dr. Manfred Gehrke (Tel. 02361-99-2201) zur Verfügung.

Mehr als 5 Millionen Euro für drei Projekte zum Strukturwandel

Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergibt Förderbescheide für Projekte aus dem Programm „Umbau 21 – Smart Region“

RECKLINGHAUSEN. „Dass wir als Bezirksregierung Münster das Programm „Umbau 21 – Smart Region“ mit mehr als fünf Millionen Euro fördern können, freut mich sehr. Die Digitalisierung und innovative Wirtschaftsprojekte werden die Emscher-Lippe-Region voranbringen. Der Strukturwandel kann so aktiv gestaltet werden und beispielhaft gelingen“, sagte Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Landrat Cay Süberkrüb ist froh über die Unterstützung: „Mit dem Geld können wichtige Projekte in der Region realisiert werden. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Für das Kooperationsprojekt „Emscher-Lippe-Thingsnet – Internet of Things (IoT) für die Emscher-Lippe-Region“ erhalten der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen 123.498 Euro und die IST planbar GmbH 197.803 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 401.626 Euro. 80 Prozent werden vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Ausgehend von der Stadt Recklinghausen soll ein Daten-Netzwerk für kleine Datenmengen und große Entfernungen („Long Range Wide Area Network“) aufgebaut und exemplarisch mit Mess-Sensoren (beispielsweise Verkehrsdaten) ausgerüstet werden. Vier Expertenbeiräte begleiten das Projekt und deren Umsetzung. Die gesammelten Messdaten werden frei zugänglich über eine Internetseite zur Verfügung gestellt.

Mit 3.448.758 Euro wird das Projekt „Emscher-Lippe⁴ – Digitalisierung erleben im Lern- und Demonstrationslabor für Innovation, Integration, Transfer und Bildung“ der Hochschule Ruhr West (HRW) gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei 4.012.675 Euro. Das Land fördert bis zu 90 Prozent der Gesamtausgaben. Im Rahmen des Projektes soll durch die HRW in Kooperation mit sieben Weiterleitungsmittelempfängern eine High-Tech-Werkstatt aufgebaut werden. Dadurch soll eine Demonstrationsplattform einer intelligenten Produktionsstätte der Zukunft geschaffen werden, um Digitalisierung insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen erlebbar zu machen. Es zeigt wie individuelle Hilfsmittel, Assistenz-Systeme und innovative Produkte hergestellt werden können, die die Teilhabe in der Arbeitswelt und damit in der Gesellschaft stabilisieren und ausbauen.

Für das Projekt „RegHUB – Smart Social Solutions“ kooperiert die Gesellschaft für Beruf und Bildung e.V. mit dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen gGmbH und der Bergischen Universität Wuppertal. Die Gesamtausgaben in Höhe von 1.541.125 Euro werden vom Land mit bis zu 90 Prozent gefördert. Hauptziel des Projektes ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen durch die Entwicklung innovativer digitaler Lern- und Assistenzsysteme zu befähigen, in Werkstätten und Betrieben der Region ihre Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen. Innovative Verfahren wie beispielsweise interaktive und multimediale Trainings- und Bedienungssysteme einschließlich 3-D-Druck-Lernmodelle und 3D-Scan werden wissenschaftlich analysiert, angepasst, erprobt, transferiert und sollen dauerhaft eingesetzt werden. Diese Assistenzsysteme machen beispielsweise Arbeitsanleitungen und Schulungen verständlicher und effizienter. Komplexe, schwierige Arbeitsprozesse werden vereinfacht. Die Assistenzsysteme werden zunächst im Labor entwickelt, in den Recklinghäuser Werkstätten der Diakonie experimentell erprobt und danach die wissenschaftlichen Erkenntnisse in Außenarbeitsplätze sowie in Unternehmen transferiert. Die Verzahnung und Verflechtung zwischen Werkstatt für behinderte Menschen und den Partnerunternehmen wird so intensiver und effizienter. Die Zielgruppen sichern und erweitern ihre Kompetenzen für den Arbeitsmarkt und den Unternehmen eröffnen sich neue Wege, Integrationsarbeitsplätze einzurichten.

Bereits am 18. Mai 2018 hatte Feller drei Förderbescheide aus dem Programm „Umbau 21 – Smart Region“ überreicht. „SmartDemography“ wird mit rund 776.000 Euro, „Smart Networks“ mit mehr als 2,24 Millionen Euro und „DigiQuartier“ mit 1,26 Million Euro gefördert. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt jeweils 90 Prozent der Gesamtkosten für diese Digitalisierungsvorhaben.

Quelle: Pressemitteilung Kreis Recklinghausen vom 05.06.2018