InnovationCity roll out geht weiter…

Erste Projekttische auch in Oer-Erkenschwick (Groß-Erkenschwick) und Gladbeck (Stadtmitte)

Mit den Projekttischen am 22.11.2017 in Oer-Erkenschwick und am 30.11.2017 in Gladbeck sind nun auch hier die Konzeptphasen gestartet. Der klimagerechte Stadtumbau in insgesamt 20 Quartieren des Ruhrgebietes ist das Ziel des InnovationCity roll out. Die Projektpartner (Innovation City Management, Gertec, RAG MI) werden nun auch in diesen Quartieren in den kommenden Monaten Analysen, Recherchen, Einzelgespräche und Bewohnerbefragungen durchführen und erstellen so ein integriertes Quartierskonzept. Neben der Grundlagenermittlung stehen das energetische Sanierungskonzept und das Energieversorgungskonzept im Zentrum der fachplanerischen Arbeiten. Das Daraus entstehende konkrete Handlungskonzept, soll zu weniger CO2-Emissionen und mehr Wohn- und Lebensqualität führen.

 

Zirkuläre Wertschöpfung – gemeinsam klappt´s!

Gemeinsame Veranstaltung der WiN Emscher-Lippe GmbH (WiN) mit der Effiezienzagentur NRW (EFA) auf Haus Lüttinghof in Gelsenkirchen am 29.11.2017

GELSENKIRCHEN. Das Konzept „Zirkuläre Wertschöpfung“ denkt im perfekten technologischen Kreislauf:  Aus Abfall wird Rohstoff, aus Bauschutt wird Baumaterial.  Die Umsetzung ermöglicht Umdenkungsprozesse im Produktdesign und im Produktionsprozess: Produkte werden vom Lebensende her betrachtet, Wertschöpfungsketten werden neu gedacht und zu einer Wertschöpfungsmatrix verknüpft.

„Als Effektivitäts- und Innovationsmotor hat die zirkuläre Wertschöpfung besonders regional ein enormes ökonomisches Potenzial,“ erklärt Peter Karst, Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH. „Deshalb gilt es, für das Thema zu begeistern und zwar durch alle Unternehmenshierarchien hindurch.“ Dieser Ansicht waren die Teilnehmer Reinhold Rünker, Wirtschaftsministerium NRW, Lars Baumgürtel, geschäftsführender Gesellschafter Voigt & Schweitzer und Beiratsmitglied der WiN sowie Dr. Peter Jahns, Geschäftsführer der EFA in einer Diskussionsrunde zu Beginn.

Dass dies nur in einem vertrauensvollen und miteinander kommunizierenden Umfeld gelingen kann, erklärte Achim Vanselow vom DGB in seinem Vortrag.

Daher waren die Themengebiete „Kommunikation“ und „Begeisterung“ Kernelemente der Veranstaltung ein; die Unternehmensberaterin Anna Kreutzkamp – Spezialistin in Sachen Kommunikation und CSR – gab dem Thema in Ihrem Vortrag bereiten Raum.

Die Effizienzagentur ergänzte mit Praxistips zur Umsetzung einer innerbetrieblichen Kommunikation den Vormittag, bevor dann in Einzelgesprächen Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft wurden.

„Die Umsetzung der zirkulären Wertschöpfung in Unternehmensprozessen ist als „top-down“ Prozess undenkbar. Für eine nachhaltige Umsetzung muss dies von allen Betriebsangehörigen gelebt werden,“ so das Fazit des DGB-Geschäftsführers der Region Emscher-Lippe Dr. Josef Hülsdünker.

Startups suchen ein Zuhause!

20 Studierende waren im Rahmen der Startercafé-Reihe on Tour in den Werkstätten der Region

HERTEN. Das StarterCafé war am 27.11.2017 on Tour. Von der Hochschule Ruhr West in Bottrop ging es mit rund 20 Studierenden in die Werkstätten der Region. Die einstigen Garagen in denen innovative Ideen entstanden und gewachsen sind, sind nun u.a. zu Kompetenzzentren für die Gamesbranche und Coworking-Büros geworden.

Der erste Stop der Bustour war die Games Factory Ruhr in Mülheim, die als Kompetenzzentrum und Treffpunkt für die Gamesbranche und weitere Kreativbranchen fest etabliert ist. Neben der Vorstellung des Accelerator Starbuzz, welcher auf E-Commerce und logistics Startups spezialisiert ist, führte die Bustour in das RuhrHub nach Essen. Rund um die Digitalisierung wurden die Räumlichkeiten und ansässige Unternehmen vorgestellt. Insgesamt vier Startups aus unterschiedlichsten Branchen stellten sich über den Tag verteilt vor und gaben einen Einblick in die Anfänge und Alltag ihrer Unternehmen.

Gegen 17:00 Uhr endete die Bustour wieder an der Hochschule Ruhr West in Bottrop. Viele Fragen der Studierenden konnten beantwortet werden und es wurde ein umfassender Einblick in die Szene gegeben. Wir sind uns einig, diese erfolgreich Tour noch einmal zu wiederholen.

[srzflalbum id=72157663097224958]

Weitere Informationen zum Förderprojekt finden Sie hier.

logos-regio.nrw-alle-untereinander-bild01

 

Herten ist erste dena-Energieeffizienz-Kommune in Nordrhein-Westfalen

Deutsche Energie-Agentur zeichnet Stadt für Klimaschutz-Engagement aus

HERTEN. Die Stadt Herten ist von der Deutschen Energie-Agentur (dena) als erste dena-Energieeffizienz-Kommune in Nordrhein-Westfalen zertifiziert worden. Gewürdigt wird damit die erfolgreiche Einführung eines Energie- und Klimaschutzmanagementsystems in der Stadtverwaltung. Ein wichtiger Meilenstein im kommunalen Klimaschutz: Herten hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden Hinter dem Energie- und Klimaschutzmanagementsystem steckt ein gezieltes Vorgehen, eine Stadt energieeffizienter zu gestalten – von der ersten Idee bis zur konkreten Maßnahme. Dafür stellt die dena verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Kernstück des Managementsystems ist die Datenerhebung: Anhand einer vorgegebenen Systematik werden bestimmte Daten und Zahlen zum Energieverbrauch einzelner Gebäude erfasst und anschließend mit einem bundesweiten Index verglichen. So lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob möglicherweise Handlungsbedarf an Gebäuden besteht.

Als Grundlage für die Zertifizierung wurde also zunächst der Energieverbrauch der städtischen Gebäude erfasst. Doch das ist erst der Anfang: Darüber hinaus müssen zertifizierte Kommunen konkrete Maßnahmen umsetzen. „Das können kleine Maßnahmen sein, wie z. B. die Einstellungen einer Heizungsanlage anzupassen. Aber dazu zählen auch große Vorhaben wie die geplante energetische Modernisierung des Glashauses“, erklärt Dr. Babette Nieder vom städtischen Klimateam. Außerdem sei eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet worden, die bei künftigen Maßnahmen an Gebäuden, z. B. bei Um- oder Neubauten, dafür sorgt, dass die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz von Anfang an mitgeplant werden. Über ein Monitoring und Controlling der Energieverbräuche der städtischen Gebäude soll künftig außerdem noch mehr Energie eingespart werden.

Zwar macht der Anteil der kommunalen Gebäude nur rund zwei Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Herten aus, dennoch möchte die Stadt als „energieeffiziente Kommune“ mit gutem Beispiel vorangehen. „Mit dem System der dena konnte nun ein wichtiger Baustein des Hertener Klimakonzepts 2020+ umgesetzt und langfristig implementiert werden“, freut sich Dr. Babette Nieder.

„Das dena-Managementsystem hilft Kommunen, systematisch Energie und Kosten zu sparen und gleichzeitig den Klimaschutz zu unterstützen. Herten hat das Energie- und Klimaschutzmanagement auf eigene Initiative in nur anderthalb Jahren eingeführt. Damit ist die Stadt ein Vorbild für andere Kreise, Städte und Gemeinden, die ihre Energieeffizienz verbessern wollen“, betonte dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp.

Hintergrund

Bundesweit gibt es damit jetzt insgesamt 13 Kreise, Städte und Gemeinden, die von der dena als Energieeffizienz-Kommunen zertifiziert wurden. Das Managementsystem ermöglicht Kommunen, systematisch Energiesparpotenziale zu identifizieren und ihre CO2-Emissionen langfristig zu senken. Berücksichtigt werden dabei Effizienzpotenziale im gesamten Energiesystem, bei Gebäuden, der Stromnutzung sowie im Verkehrsbereich. In der Regel können Kommunen mit einem Energie- und Klimaschutzmanagement 10 bis 15 Prozent Energie einsparen. Ausgezeichnete Kommunen erhalten neben der Urkunde eine Plakette mit dem Zertifizierungslogo. Nach drei Jahren sollen die umgesetzten Maßnahmen im Rahmen einer Rezertifizierung überprüft werden. Nähere Informationen zum Managementsystem sowie zur Zertifizierung gibt es unter www.energieeffiziente-kommune.de.

Weitere Informationen zum dena-Kongress unter www.dena-kongress.de.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Herten vom 23. November 2017

Umbau 21 entwickelt Visionen für Haltern am See

Regionaler Thementisch WASAG tagt mit Kompetenznetznetzwerk Umweltwirtschaft NRW bei der GELSENWASSER AG

HALTERN AM SEE. Auf Initiative der WiN Emscher-Lippe GmbH und mit Unterstützung des Kompetenznetznetzwerks Umweltwirtschaft NRW sowie der Wirtschaftsförderung des Kreises Recklinghausen diskutierten Experten aus Unternehmen der Umweltwirtschaft mit Städteplanern, Umweltämtern und Wirtschaftsförderern über die Grundwasser- und Bodenproblematik des ehemaligen WASAG Geländes in Haltern-Sythen. Peter Karst freute sich über die breite regionale Bereitschaft zur Zusammenarbeit und betonte, dass Innovationen meist aus interdisziplinären Kooperationen hervorgehen. „Ich sehe hier ein großes Potential, dass eine Problematik zur Chance für Kommune, Region und vor allem für unsere Unternehmen werden lässt,“ so Karst.

Der Thementisch zur Abwasserproblematik am WASAG Gelände kam am Mittwoch erstmalig im Wasserwerk der GELSENWASSER AG in Haltern am See zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Expertenrunde haben vereinbart, eine konkrete Bestandsaufnahme der Situation zu schaffen und die heimischen Unternehmen, die in diesem Sektor tätig sind, zu definieren. Auf dieser Grundlage wird ein zweiter Thementisch 2018 durchgeführt. Zahlreiche Unternehmen aus der Runde haben zugesagt, die beteiligten Kommunen bei dieser Bestandsaufnahme sowie bei den weiteren Maßnahmen zu begleiten und zu unterstützen. Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle skalierbar darzustellen und aus der Region heraus zu exportieren sowie neue Kontakte zwischen Akteuren zu knüpfen, die unterschiedlichen Wertschöpfungsketten angehören. „Die Verknüpfung von Wertschöpfungsketten zu einer Wertschöpfungsmatrix ist Basis einer zirkulären Wertschöpfung, die die WiN im Rahmen des Umbau 21 seit Jahren vorantreibt,“ erklärt Peter Karst, Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH.

Bereits im Jahr 1898 hat auf dem als WASAG Gelände (Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff AG) bekannten Firmengrundstück in Haltern-Sythen eine Sprengstoff Produktion begonnen. Zunächst wurden dort technische Sprengstoffe für den Bergbau und andere zivile Nutzungen produziert. Im 1. Weltkrieg ließ die kaiserliche Armee dort ab 1916 in großem Umfang unter kriegswirtschaftlichen Produktionsbedingungen Granaten und Bomben herstellen. Zum Einsatz kamen hierbei u.a. Pikrinsäure sowie die Nitroaromaten DNT, TNT und DNB. Auch nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurden bis 1922 auf dem Gelände Granaten auf Veranlassung der Alliierten unschädlich gemacht. Stand der Technik war damals, dass Produktionsrückstände nicht vom Gelände verbracht werden durften, sondern im Boden versickert wurden. Aus dieser Zeit rühren die größten Boden- und Grundwasserschäden her.

Seit 1991 hat man Kenntnisse von dem Grundwasserschaden und weiß, dass die Schadstofffahne sich in Richtung Halterner Stausee bewegt. Der Kreis hat seitdem gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer Gefahrenabwehr- und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Gefahren für das Trinkwasser werden hiervon allerdings nicht ausgehen, weil Kreis, Kommune und Gelsenwasser bereits rechtzeitig in Analyse und Abwehr eingestiegen sind.

Wissenswertes zum Thema Breitband für Unternehmen

Breitbandkoordination Emscher-Lippe bei Informationsveranstaltung der Hertener Wirtschaftsförderung

HERTEN. Schnelles Internet und eine bessere Breitbandversorgung gehören heute zu den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen. In der letzten Woche informierten Experten von Breitband.NRW und der Breitbandkoordination Emscher-Lippe auf Einladung der Hertener Wirtschaftsförderung im ZukunftsZentrum interessierte Hertener Unternehmerinnen und Unternehmen über Wissenswertes zum Breitbandausbau.

Viele Unternehmen wünschen sich eine bessere Breitbandversorgung. Wie genau steht es aktuell um die Versorgung mit einem Glasfaseranschluss in Herten und der Region? Welche Rolle wird die Breitbandanbindung bei der Zukunftsfähigkeit von Betrieben und Gewerbeimmobilien spielen? Wo sind die Ansprechpersonen in der Region für Unternehmen? Wo und wann wird ausgebaut? Diese Fragen beantworteten Alexander Rumler von Breitband.NRW und Martin Eckl von der Breitbandkoordination Emscher-Lippe.

Alexander Rumler von Breitband.NRW machte den Zusatznutzen von speziellen Geschäftskundenprodukten im Vergleich zu den oft deutlich günstigeren Privatkundenprodukten deutlich. „Eine gute Breitbandanbindung wird bei der Vermarktung von Gewerbeimmobilien immer wichtiger“, so Alexander Rumler.

Martin Eckl von der Breitbandkoordination Emscher-Lippe erläuterte den aktuellen Ausbaustand und die Planungen in den nächsten Jahren. Demnach werden in 2019 etwa 75 Prozent der Gewerbegebiete mit mehr als 30 Megabyte pro Sekunde versorgt sein. Das Team der Breitbandkoordination Emscher-Lippe unterstützt gemeinsam mit der Hertener Wirtschaftsförderung die Unternehmen in Fragen zur Breitbandanbindung, stellt Kontakte zu Providern her und sucht gemeinsam mit den Unternehmen nach Lösungsmöglichkeiten.

Klaus Däumichen von den Hertener Stadtwerken informierte die Anwesenden über die Infrastrukturmaßnahmen im Bereich Telekommunikation, die in den vergangenen Jahren bereits durch die Hertener Stadtwerke geleistet wurden. Die Leerrohre und Glasfaserkabel der Hertener Stadtwerke sind ein Vorteil beim geplanten Ausbau. Randolf Gebert von Gelsen-Net gab einen Überblick über die Aktivitäten seines Unternehmens, das in Herten bereits in Gewerbegebieten als Provider auftritt. Gelsen-Net und die Hertener Stadtwerke sprechen derzeit über Möglichkeiten zu Kooperation. „Es ist wichtig, für den jeweiligen Einzelfall nach der passenden Lösung zu suchen“, so Randolf Gebert.

Frauke Wiering von der Hertener Wirtschaftsförderung warb bei den Unternehmen dafür, sich im Gewerbegebiet mit den Nachbarn auszutauschen und so die Nachfrage gegenüber den Providern zu bündeln: „Je deutlicher der Bedarf gemacht wird, umso schneller kann ein Ausbau im jeweiligen Gewerbegebiet vorangetrieben werden.“

Digitalisierung ist zu 80% Mensch

GELSENKIRCHEN. Unter dem Motto „Mensch, Medien, Multitasking – gesund am digitalen Arbeitsplatz“ begrüßte das PROSOZ Institut für Sozialforschung (PIfS) am 16.11.2017 zahlreiche kommunale Akteure, Führungskräfte, Personalräte und Interessierte beim 1. Barcamp in der Schalker Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die WiN Emscher-Lippe GmbH und DA+ by PROSOZ, dem Geschäftsfeld für Digitale Architektur für Kommunen der PROSOZ Herten GmbH.

In den ehrwürdigen Hallen des Bundesligisten FC Schalke 04 tauschten Kunden und Experten Erfahrungen zur Gesundheit am digitalen Arbeitsplatz aus. Ebenfalls diskutierten die Teilnehmer angeregt über die Vor- und Nachteile der wachsenden Digitalisierung am Arbeitsplatz und stellten ihre Fragen an die anwesenden Experten.

Der Programm-Anstoß erfolgte im Rahmen von zwei Keynotes am Vormittag. Dr. Catharina Stahn (Institut für angewandte Arbeitswissenschaft) machte den Anfang und ging in ihrem Vortrag „Arbeiten 4.0 – Gesund und leistungsfähig bleiben“ besonders auf die psychische und physische Belastung am Arbeitsplatz ein. Ein Hauptanliegen war dabei die gesetzlich verankerte Gefährdungsbeurteilung als zentrales präventives Instrument im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Der Aufbau einer betrieblichen Gesundheitsförderung mit den Stufen „Stressbewältigung“ > „Bewegung“ > „Ernährung“ stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse.

Mit dem zweiten Vortrag von Prof. Dr. Sabrina Eimler (Institut für Informatik, Hochschule Ruhr West) ging es dann in die Vortragsverlängerung. „Positive Computing – ein neues Paradigma in der Mensch-Technik-Interaktion“ war das zunächst abstrakt klingende Thema. Jedoch wurde dank vieler praxisnaher Beispiele recht schnell deutlich, dass die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik der entscheidende Faktor für eine gelingende Digitalisierung und gesunde Mitarbeiter ist. Die Technik muss zum Wohlbefinden des Menschen beitragen und bereits im frühen Stadium der Forschung & Entwicklung von Produkten mitgedacht werden.

Nach einem gemeinsamen Lunch im berühmten „Blauen Salon“ ging es am Nachmittag mit dem eigentlichen Barcampen los. Die Teilnehmer konnten sich mit ihren Ideen einbringen und gestalteten so die Sessions fernab von vorgegebenen Vortragsmustern. Zu unterschiedlichsten Themen wurde lebhaft diskutiert, praktische Beispiele aus dem eigenen Arbeitskontext vorgestellt und viel Raum für Austausch und Vernetzung gegeben.

In drei Slots à 30 Minuten konnten die Teilnehmer zwischen je zwei bis drei Themen ihrer Barcamp-Kolleginnen und Kollegen wählen, die sie besonders spannend fanden und an denen sie mitwirken wollten. In einem abschließenden Blitzlicht wurden die wichtigsten Erkenntnisse der Sessions allen Teilnehmern vorgestellt. Dabei wurde schnell klar: Hier möchte man nicht aufhören, sondern auch zukünftig weiter im Austausch bleiben.

Nach dem Barcamp heißt vor dem Barcamp – aufgrund der durchweg positiven Resonanz der Teilnehmer wird auch zukünftig auf das Format gesetzt und alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, aktiv daran mitzuwirken.

Geflüchtete im Kreis Recklinghausen profitieren von einem Modellprojekt

Umfassendes Beratungsangebot im Modellprojekt „ACT NOW!“

HERTEN. Geflüchteten im Kreis Recklinghausen, die sich mit dem Gedanken einer Existenzgründung ernsthaft beschäftigen, wird im Rahmen des Modellprojektes „ACT NOW!“ ein umfassendes Beratungsangebot gemacht. Federführend ist die IQ Fachstelle für Migrantenökonomie.

12 Frauen und Männer haben am 03.11.2017 im ART.62 in Herten den ersten von insgesamt 6 Workshop-Tagen gerne angenommen und werden gemeinsam unter kompetenter Begleitung für sich eigene Konzepte zur beruflichen Integration als Existenzgründer_in entwickeln. Dass dieses Modellprojekt im Kreis Recklinghausen möglich wurde, basiert auf der gemeinsamen Initiative von StarterCenter Kreis Recklinghausen, der Vestischen Arbeit Jobcenter Kreis Recklinghausen und der Regionalagentur Emscher-Lippe in Kooperation mit der IQ Fachstelle für Migrantenökonomie. Alle Akteure haben sich sehr schnell und unbürokratisch zusammengefunden, um dieses innovative Angebot für geflüchtete Menschen in den Kreis Recklinghausen zu holen.

 

Informationen zur IQ Fachstelle für Migrantenökonomie und dem Modellprojekt finden Sie unter:

www.ch-e.eu

www.iq-netzwerk-nrw.de/treffpunkt-iq/actnow-07-06-2017.html

www.iq-netzwerk-nrw.de/teilprojekte-nrw/interkulturelle-kompetenzentwicklung/teilprojekt-actnow-entrepreneurship-training-fuer-fluechtlinge-und-asylsuchende.html

 

Asahi Kasei vereinbart Kooperation mit dem Wasserstoff-Anwenderzentrum h2herten

Das japanische Unternehmen Asahi Kasei wird ab März 2018 im Anwenderzentrum  h2herten die Eigenentwicklung eines alkalischen Elektrolyseurs zur Wasserstoffgewinnung aufbauen, testen und für den europäischen Markt zertifizieren. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde jetzt abgeschlossen.

Um die Eigenentwicklung umsetzen zu können, hat Asahi Kasei einen erfahrenen Kooperationspartner in Europa gesucht und mit dem Anwenderzentrum h2herten gefunden. Herten ist ein Vorreiter in Sachen Speicherung von erneuerbaren Energien mithilfe von Wasserstoff. Das h2herten ist das erste kommunale Anwenderzentrum, das 2009 eröffnet wurde.

Im September hatten Bürgermeister Fred Toplak und Dieter Kwapis, Projektleiter von h2herten, eine Delegation des japanischen Großunternehmens Asahi Kasei unter der Leitung des Vizepräsidenten Masafumi Nakao im Hertener Wasserstoff-Anwenderzentrum empfangen. Die asiatischen Gäste ließen sich durch die Anlage führen, um einen Einblick darin zu bekommen, wie in Herten mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie umgegangen wird.

Mit der Elektrolyse-Anlage im Anwenderzentrum h2herten kann man Überschussstrom aus z.B. Windkraftanlagen in Wasserstoff umwandeln, um diesen bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt über Brennstoffzellen zurück zu verstromen. Das Verfahren gilt als eines der Schlüsseltechnologien der Energiewende.

Asahi Kasei ist ein börsennotiertes Unternehmen in Japan und beschäftigt rund 30.000 Menschen. Der Chemiekonzern stellt unter anderem Kunstfasern, Baustoffe und Pharmazeutika her.