Regionalagentur berät Migrantinnen

Großes Interesse an Weiterbildung auf der 2. InfoBörse für Frauen mit Migrationshintergrund

RECKLINGHAUSEN. Nach dem Erfolg der 1. InfoBörse im letzten Jahr war auch der Andrang bei der 2. Veranstaltung in Recklinghausen wieder sehr groß. 19 verschiedene Institutionen und Bildungseinrichtungen haben ein breites Spektrum rund um das Thema der beruflichen und sozialen Integration von Migrantinnen aufgezeigt.

Die Regionalagentur Emscher-Lippe hat an ihrem Stand in den drei Stunden der Börse mehr als 50 Frauen zu den beiden Landesprogrammen „Beratung zur Beruflichen Entwicklung“ und „Bildungsscheck“ beraten. Während im letzten Jahr die Sprachqualifizierung im Mittelpunkt der Beratungen stand, waren es nunmehr konkrete Fragen zur berufliche Entwicklung. Am Stand der Regionalagentur wurde zusätzlich im Rahmen des IQ Projektes „Niedrigschwellige Anerkennungsbegleitung“ rund um das Thema der Anerkennung von beruflichen Erfahrungen aus dem Herkunftsland informiert.

Denkfabrik VDI: neue Dialogreihe mit Auftakt bei Schüco in Bielefeld

VDI NRW Auftaktveranstaltung zum Thema Zirkuläre Wertschöpfung

BIELEFELD / HERTEN. Die international diskutierte Idee der „Zirkulären Wertschöpfung“ stellt der VDI Landesverband NRW in den Mittelpunkt seiner aktuellen Impulsgespräche. Damit gibt der VDI NRW kompetenten Fachleuten inner- und außerhalb des Fachverbands eine Plattform, um Strategien, aktuelle Forschungsergebnisse und bereits realisierte Projekte zu vernetzen und Prozesse in Gang zu setzen. Zum Auftakt luden die VDI-Ingenieure zunächst 30 fachlich versierte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zur Schüco International KG in Bielefeld ein. Die WiN Emscher-Lippe GmbH möchte das Thema in der Emscher-Lippe-Region voranbringen.

„Viele Produkte werden unter hohem Einsatz exzellenter Ingenieurkunst hergestellt, um nach Benutzung am Ende auf dem Müll zu landen. Ideal wäre, ein Produkt so intelligent zu konzipieren, dass es in seinen Bestandteilen endlos wiederverwertet werden kann“, fasst der Vorsitzende des VDI Landesverbandes NRW, Klaus Meyer, das Ansinnen seiner Ingenieurkolleginnen und -kollegen zusammen. Die Frage: Ist so ein Produktnutzen ohne Rohstoffverbrauch denkbar – und machbar?

Stefan Rohrmus, Manager für Nachhaltigkeit bei Schüco, zeigte in seinem Impulsvortrag, dass allein im Hoch- und Tiefbau Metalle, Holze, Kunststoffe und mineralische Stoffe genutzt würden, die später zu 60 Prozent als Bauschutt auf Deponien landen würden. „Derzeit ist die europa- und weltweite Entsorgung nicht nachhaltig, Rohstoffe und Deponieflächen werden knapp, deshalb ist das eine reine Verschwendung“, so der Unternehmensvertreter. Schüco hat bereits eine Reihe von Fassaden- und Fensterelementen unter einem zertifizierten Label für zirkuläre Wertschöpfung in den Markt gebracht.

Doch nicht nur beim Gastgeber Schüco befasst man sich unternehmerisch mit dem Thema. Thorsten Krug, Leiter Prozessmanagement beim Bielefelder Werk der ZF Friedrichshafen AG: „Wir arbeiten seit 1963 an einem haushaltenden System, heute sind wir durch zirkuläres Arbeiten günstiger als der Wettbewerb.“ So kann z.B. die Kupplungsdruckplatte nach dem ersten Lebenszyklus wiederaufgearbeitet werden. Krug weiter: „Unsere Kunden sind auch unsere Lieferanten: Alte Produkte werden zurückgegeben und wieder aufgearbeitet. Weltweit.“

In drei Workshops wurden die Aspekte von Technik und Qualifikation, Geschäftsmodellen, Nutzerperspektiven und gesellschaftlichen Herausforderungen diskutiert. Mit Blick auf den VDI als anerkanntem Regelsetzer stand bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die bedeutende Rolle von Gesetzen und Richtlinien im Fokus.

Das Fazit der drei Workshops: Es gelte, neue, wissenschaftliche Ansätze in die Forschung zu bringen, eine zirkuläre, interdisziplinäre Kommunikation zwischen Hochschulen, Wirtschaft, Gesetzgeber, Verbraucherverbänden und Umweltinitiativen zu fördern, Bürokratiehürden abzubauen und Genehmigungsprozesse zu vereinfachen, vorbildliche Beispiele und die Vorteile für Unternehmen und Verbraucher herauszustellen und ein neues Bewusstsein zu entwickeln. Der Auftakt ist gemacht. Der VDI NRW mit seinen zwölf Bezirksvereinen und 35.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren wird bis 2018 weitere Impulsgespräche zu den aufgeworfenen Fragestellungen führen.

Weitere Informationen unter www.impulsgespraeche.de

WiN-Präsidium begrüßt die neue Regierungspräsidentin

Dorothee Feller hat Amt am 1. September übernommen

RECKLINGHAUSEN. In seiner turnusmäßigen Sitzung begrüßte das WiN-Präsidium um den Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Cay Süberkrüb die neue Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Sie hatte das Amt am 1. September vom bisherigen Amtsinhaber Prof. Dr. Reinhard Klenke übernommen, der in den Ruhestand ging. 

Landrat Cay Süberkrüb: „Wir freuen uns sehr über die Ernennung von Dorothee Feller in dieses Amt zum 1. September.“ Schon in den Jahren, in denen Dorothee Feller Regierungsvizepräsidentin war, gab es viele Berührungspunkte zwischen der Bezirksregierung und der Emscher-Lippe-Region. So war Dorothee Feller bereits seit einigen Jahren Mitglied im WiN-Präsidium und engagierte sich insbesondere für die Belange des nördlichen Ruhrgebiets. „Diese lange Verbundenheit wird uns helfen, gemeinsam alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Emscher-Lippe-Region weiter nach vorne zu bringen“, ist sich Cay Süberkrüb sicher.

Dorothee Feller ist seit September 2017 Regierungspräsidentin von Münster.
Die Juristin hat diese Aufgabe sehr gut vorbereitet übernommen, konnte sie doch zuvor bereits große Erfahrung in der Leitung der Bezirksregierung Münster sammeln. Als Regierungsvizepräsidentin war Dorothee Feller seit Juli 2008 die ständige Vertretung des Regierungspräsidenten. Zugleich leitete sie die Abteilung 1.

Zuvor war Feller von 2003 bis 2008 Hauptdezernentin des Dezernats für Organisationsangelegenheiten, Controlling, IuK-Technik und Innenrevision und davor zwei Jahre Persönliche Referentin des Regierungspräsidenten. Dorothee Feller kam als junge Juristin 1996 zur Bezirksregierung Münster. Während ihrer beruflichen Laufbahn absolvierte sie Stationen in verschiedenen Dezernaten der Behörde sowie im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Als geprüfte Mediatorin des INEKO-Instituts an der Universität Köln ist sie zudem im Umgang mit Konflikten gut geschult.

Die Regional- und Kulturförderung, ein engerer Zusammenschluss des nördlichen Ruhrgebiets mit dem Münsterland und die Bewältigung des Strukturwandels in der Emscher-Lippe-Region, die nachhaltige Verbesserung der Finanzsituation in den Kommunen und ein leistungsfähiges Schulangebot, um bessere Bildungschancen für alle zu ermöglichen, das sind einige der Themenbereiche, die ihr in ihrer Arbeit ganz besonders am Herzen liegen. Sehr wichtig sind ihr auch die Gesundheit der Mitarbeiter und eine gute Führungskultur in der Behörde. Der guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit mit den angrenzenden niederländischen Provinzen räumt Feller einen hohen Stellenwert ein.

Dorothee Feller wurde 1966 in Dorsten geboren und fühlt sich gleichermaßen der Emscher-Lippe-Region und dem Münsterland eng verbunden. Sie lebt in Münster. Entspannung findet sie in der Kultur, beim Radfahren und Joggen.

Projekt „ProCheck“ macht Handwerk digitaler

Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergibt ersten Zuwendungsbescheid im Landesaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ an die Handwerkskammer Münster

MÜNSTER. Digitale Lösungsansätze werden in der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken sein. In kleinen und mittleren Unternehmen, zu denen die Handwerksbetriebe in aller Regel zählen, ist die Digitalisierung jedoch noch stark ausbaufähig. Die Handwerkskammer (HWK) Münster hat sich deshalb mit einer Projektskizze namens „ProCheck“ am Aufruf „Umbau 21 – Smart Region“ beteiligt und kann sich über einen positiven Bescheid der Bezirksregierung freuen, der von Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergeben wurde. Das Projekt „ProCheck“ ist das erste von 14 ausgewählten Projekten im Landesaufruf „Umbau 21 – Smart Region“.

„Wir freuen uns, dass Umbau 21 in nur zweieinhalb Jahren so viele konkrete Ergebnisse liefert“, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende der WiN Emscher-Lippe GmbH, Landrat Cay Süberkrüb. „Das Ziel des gemeinsam mit der Landesregierung entwickelten Aufrufs „Smart Region“ ist es, die Potentiale der Digitalisierung für die Emscher-Lippe-Region zu heben und mit der Profilierung als smarte Region einen zukunftsweisenden Beitrag zur Standortsicherung und Standortentwicklung zu leisten“, so Cay Süberkrüb. Das passe hervorragend zu den Aktivitäten der gesamten Region, mit einer gemeinsamen Koordination auch die Breitband-Infrastrukturen auf hohe Bandbreiten und Glasfaser auszubauen. „Von der großen Resonanz mit über 30 Bewerbungen auf den Aufruf waren wir alle begeistert. Wir sehen, die Region ist weiterhin auf einem hervorragenden Weg!“, so Süberkrüb.

Die 14 Projekte die mit Zuwendungen aus dem Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ unterstützt werden können, werden die Wettbewerbs- und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes und der in der Region angesiedelten Unternehmen festigen und entwickeln. Zu diesen Maßnahmen gehören verschiedene Projekte von Unternehmen, aber auch beider Hochschulen der Region, der digitalen Verwaltung, und ein Projekt, dass Initiativen in einem smarten Netzwerk zusammenführt.

Das Projekt „ProCheck“ der Handwerkskammer Münster wird in den kommenden drei Jahren Betriebe für die Digitalisierung sensibilisieren und sie in die Lage versetzen, neue Wege zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu erkennen und im Idealfall auch anzuwenden. „Handwerksbetriebe können digitale Lösungsansätze nutzen und so ihre betrieblichen Abläufe und ihre Marktposition optimieren“ betont HWK-Präsident Hund. Zwei Prozessscouts werden mit Unterstützung eines externen Dienstleisters einen Check entwickeln, mit dem künftig möglichst viele Handwerksbetriebe auf verschiedene Aspekte der Digitalisierung aufmerksam gemacht werden sollen. Der Zugang zu den Service-Angeboten ist für alle Handwerksbetriebe der Emscher-Lippe-Region offen.

Im Anschluss an den Check sorgen unter anderem Workshops für einen Austausch zwischen den Firmen. Parallel dazu soll der Verweis an regionale Akteure, beispielsweise an die Hochschulen oder das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, dazu beitragen, die Einführung digitaler Prozesse, bzw. Maßnahmen zu strukturieren. Neben dem Handwerk beteiligen sich auch die kommunalen Wirtschaftsförderungen, die beiden regionalen Hochschulen, die WiN Emscher-Lippe GmbH und die IHK Nord Westfalen als strategische Partner.

„Der digitale Transformationsprozess kann zur Stärkung der Region als innovativen Wirtschafts- und Lebensraum beitragen“, so Regierungspräsidentin Dorothee Feller. „Ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Strukturwandels ist unserer Region zu einem starken Mittelstand zu verhelfen. Hier sehe ich in dem Projektvorhaben der Handwerkskammer Münster große Chancen.“

WiN informiert Gewerkschaft über aktuelle Projekte zum Strukturwandel

IGBCE-Seminar „Industriekultur hautnah erleben“

OBERHAUSEN. Auf einem Seminar des Landesbezirks Westfalen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie in Essen informierte Georg Fischer die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über aktuelle Projekte zum Strukturwandel in der Emscher-Lippe-Region.

Unter dem Wochenmotto „Industriekultur hautnah erleben“ unternahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars im Rahmen der Arbeitnehmerweiterbildung eine Grubenfahrt auf der Zeche Prosper-Haniel und eine Besichtigung des Landschaftsparks Duisburg-Nord. Zudem ließen sie sich über den Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet informieren. Da passte es gut, dass die Mehrheit der Seminarteilnehmer aus Betrieben der Emscher-Lippe-Region kamen und sich von Georg Fischer, der selbst Anfang der 90er Jahre eine Ausbildung im Chemiepark Marl absolvierte, über die aktuellen Projekte der WiN informieren ließen. Besonders interessierten sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für den InnovationCity roll out und die Vorhaben der Region zur Digitalisierung.

Amtsübergabe bei der Bezirksregierung Münster

NRW-Innenminister Reul verabschiedet Prof. Dr. Reinhard Klenke und führt Dorothee Feller in ihr Amt als Regierungspräsidentin ein

MÜNSTER. Großer Festakt in der Bürger­halle der Bezirksregierung Münster am Domplatz: NRW-Innen­minister Herbert Reul hat heute (31. August) Regierungs­präsident Prof. Dr. Reinhard Klenke in den Ruhe­stand verabschiedet und seine Nachfolgerin, Dorothee Feller, in ihr Amt eingeführt. Feller war zuvor Regierungs­vizepräsidentin.

Hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirche, Hochschule, Justiz, Polizei und Militär sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens aus dem Münster­land und der Emscher-Lippe-Region sowie den Nieder­landen verfolgten den Festakt, unter ihnen Minister, Europa-, Bundestags- und Landtags-Abgeordnete, Gerichts- und Hoch­schul­präsidenten sowie die NRW-Regierungs­präsidenten und zahlreiche Landräte und Bürgermeister.

„Reinhard Klenke hat sich mit seinem Engagement weit über die Grenzen Münsters hinaus einen guten Namen gemacht „, dankte Reul dem bisherigen Regierungs­präsidenten. „Ich danke Herrn Klenke ins­besondere dafür, seinen Ruhe­stand hinaus geschoben zu haben“, so Reul. Das zeuge von einem außerordentlichen Verantwortungs­bewusstsein, betonte der Minister. Dann wandte Reul sich an die neue Regierungs­präsidentin: „Mit Dorothee Feller bekommt Münster eine kompetente und erfahrene neue Regierungs­präsidentin, der ich für die neue Aufgabe viel Erfolg wünsche. Wie ihr Vorgänger wird auch sie im Dialog mit den Betroffenen nach Lösungen suchen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kennen sie ja schon“, so der Minister. Feller hatte bereits im Sommer 2011 für einige Monate die Behörden­leitung übernommen, bevor Klenke sein Amt antreten konnte.

Nach der Fest­ansprache brachten Regionalrats­vorsitzender Engelbert Rauen, Frank Baranowski für das Präsidium WiN Emscher-Lippe GmbH und Gudrun Hüttermann, Vorsitzende des Personalrats bei der Bezirks­regierung Münster, ihren Dank für die gute Zusammen­arbeit mit dem scheidenden Regierungs­präsidenten Prof. Klenke zum Ausdruck und wünschten der neuen Regierungspräsidentin eine gute Hand für ihre Amtsführung.

Quelle: Pressemitteilung Bezirksregierung Münster vom 31.08.2017