30 Millionen EURO für regionale Projekte zur Digitalisierung

Land NRW wählt 14 Projekte aus dem Projektaufruf „UMBAU 21 – Smart Region“ zur Förderung aus

GELSENKIRCHEN. Das Land NRW möchte 14 Projekte aus dem Projektaufruf „UMBAU 21 – Smart Region“ in der Emscher-Lippe-Region unterstützen. Das empfiehlt ein Gutachtergremium unter dem Vorsitz von Wirtschaftsminister Garrelt Duin mit Vertretern aus Unternehmen, den Städten Gelsenkirchen und Bottrop, dem Kreis Recklinghausen, der Westfälischen Hochschule und weiteren Fachleuten.

Minister Duin zeigte sich über die große Resonanz des Projektaufrufs erfreut: „Das Gutachtergremium hat aus den eingereichten Projektideen die innovativsten und kreativsten Projekte zur Förderung empfohlen. Mit diesen Vorhaben kann die Emscher-Lippe-Region einen wesentlichen Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft machen.“

Die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, die Hochschule Ruhr West und die WiN Emscher-Lippe GmbH dürfen sich über eine Empfehlung des Gutachtergremiums freuen. Die gemeinsame kommunale Datenzentrale (GKD) Recklinghausen konnte mit ihrer Idee eines Serviceportals Wirtschaft überzeugen. Weitere Empfehlungen wurden für die Projekte des Kreises Recklinghausen, der Stadt Gelsenkirchen und der Handwerkskammer Münster ausgesprochen.

Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat im Herbst vergangenen Jahres den Projektaufruf „UMBAU 21 – Smart Region“ gestartet. Gesucht wurden innovative Projekte, die zur digitalen Transformation beitragen und damit die Wirtschaftskraft in der Emscher-Lippe-Region stärken. Die ausgewählten Projektideen sollen aus Landesmitteln zur „Strukturhilfe für Steinkohlerückzugsgebiete“ nach der Antragstellung durch die Projektverantwortlichen gefördert werden. Die unter anderem für diese Projekte zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel sind für die kommenden Haushaltsjahre um rund 30 Millionen Euro erhöht worden.

Folgende Projekt wurden zur Förderung empfohlenen Vorhaben:

  • Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen: RegHUB – Smart Social Solutions (RegHub-S)
  • Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention e. V. (FIAP): CoWin – Entwicklung und Erprobung eines VR gestützten CoWorking-Modells zur Gewinnung neuer Zielgruppen
  • GKD Recklinghausen: Serviceportal Wirtschaft Emscher-Lippe – E-Government 4 Business
  • GovBot: Emscher-Lippe Bot
  • Handwerkskammer Münster: ProCheck – Check zur Prozessoptimierung durch Digitalisierung im Handwerk der Emscher-Lippe-Region
  • Hochschule Ruhr West (HRW): Emscher-Lippe 4 – Digitalisierung erleben im Lern- und Demonstrationslabor für Innovation, Integration, Transfer und Bildung
  • IST planbar GmbH: Emscher-Lippe-Thingsnet – Internet of Things (IoT) für die Emscher-Lippe-Region
  • Kreis Recklinghausen: Digitalisierung in der Pflege als Chance für eine alters- und behindertengerechte Quartiersentwicklung in der Emscher-Lippe-Region (DigiQuartier)
  • Kreis Recklinghausen: SmartDemography
  • SEEPEX GmbH: Intelligente Fördertechnik als Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation der Prozessindustrie/Intelligent Pump
  • Stadt Gelsenkirchen: Entwicklung der Applikation „Emscher Lippe Mobil“
  • TEXT LITE e. K.: HTML5 und Cloudbasierte CMS Lösung mit Gestensteuerung für Digital Signage Displays
  • Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen: connect.emscherlippe/smart
  • WiN Emscher-Lippe GmbH: Smart Networks

 

Umbau 21 – Smart Region ist ein Projektaufruf des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW.

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Quelle: Pressemitteilung MWEIMH vom 31.03.2017

 

OVG Münster weist Klage gegen die B474n ab

Bau der Ortsumgehung von Datteln ist ein wichtiger industriepolitischer Schritt mit Blick auf den newPark

MÜNSTER / DATTELN. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Klage des Bundes für Umwelt- und Naturschutz, BUND, gegen den Bau der B474 n abgewiesen, eine Revision ist nicht zugelassen. Damit hat das OVG den Weg frei gemacht für die Ortsumgehung, die für eine Entlastung der Dattelner Bevölkerung sorgen wird. Darüber hinaus spielt das Straßenbauprojekt eine zentrale Rolle für den newPark.

„Heute ist ein guter Tag für die Bürgerinnen und Bürger in Datteln. Die Ortsumgehung und damit die Entlastung der B235 sind längst überfällig, weil die extreme Verkehrsbelastung für die Anwohner im innerstädtischen Bereich in Datteln seit Jahren unzumutbar ist. Allein an der Lukaskreuzung werden 20.000 Pkw  pro Tag gezählt“, sagt Cay Süberkrüb.

Der Landrat und newPark-Aufsichtsratsvorsitzende ergänzt: „Natürlich ist das auch ein wichtiger industriepolitischer Schritt für den gesamten Kreis Recklinghausen und die Emscher-Lippe-Region mit Blick auf den newPark. Mit der Anbindung an die B474n ist auch eine Entscheidung für neue Arbeitsplätze in unserer Region gefallen. Erhalt, Modernisierung und bedarfsgerechter Ausbau einer modernen Infrastruktur sind von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Wir brauchen das Bündnis für Infrastruktur. Wir machen uns in Teilbereichen mehr Gedanken darüber, wie der Wolf durch unser Land kommt, als darüber, wie Menschen in Lohn und Brot kommen. Im Kreis Recklinghausen leben 73.000 Bürgerinnen und Bürger von Leistungen nach dem SGB II und suchen Arbeit. Schon aus Verantwortung diesen Menschen gegenüber müssen wir jede Chance ergreifen, um neue Arbeitsplätze in unserer Region zu schaffen.“

Quelle: Pressemitteilung Kreis Recklinghausen vom 29.03.2017

Fortschrittsforum Zirkuläres Wirtschaften bringt Entscheider zusammen

„circ.EL – Fortschrittsforum Zirkuläres Wirtschaften“ der WiN Emscher-Lippe an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen gibt wichtigen Impuls für die Region

GELSENKIRCHEN. Die Emscher-Lippe-Region soll als Zentrum der zirkulären Wertschöpfung weiter gestärkt werden. Dafür hat NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am Montag (27.03.2017) auf dem „Fortschrittsforum Zirkuläres Wirtschaften“, kurz circ.EL, fünf Millionen Euro Fördergelder in den nächsten drei Jahren in Aussicht gestellt. Auf Einladung von WiN Emscher-Lippe und KlimaExpo.NRW waren mehr als 120 teils hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in die Westfälische Hochschule nach Gelsenkirchen gekommen, um gemeinsam die Potenziale der zirkulären Wertschöpfung für Wirtschaft, Ressourcenschonung und Klimaschutz aufzuzeigen. Unter den Rednern war auch der Mitbegründer des sogenannten Cradle-to-Cradle-Prinzips, Prof. Dr. Braungart.

Einen Erfahrungsaustausch und neuerlichen Impuls für die Region erhofften sich Veranstalter Peter Karst von der WiN Emscher-Lippe und Wolfgang Jung von der KlimaExpo.NRW in ihrer Begrüßung zum „Circ.EL Fortschrittsforum Zirkuläres Wirtschaften“. Karst sah die Chancen der Region, die sich lange eher durch „lineare Rohstoffnutzung“ auszeichnete, hervorragend. So würden in Deutschlands drittgrößtem Chemiecluster bereits 98 Prozent der Reststoffe weiterverwertet.

Zirkuläre Wertschöpfung sei ein wesentlicher Bestandteil des Strukturwandels und des Prozesses „Umbau21“, sagte Cay Süberkrüb in seiner Keynote: „Wir nehmen das Umparken im Kopf ernst und verknüpfen Ökologie und Ökonomie auf allen Ebenen des Handelns“, so der Landrat des Kreises Recklinghausen und Aufsichtsratsvorsitzender der WiN Emscher-Lippe GmbH, die die Veranstaltung initiiert und in Kooperation mit der KlimaExpo.NRW durchgeführt hat.

Auch für NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin sei die Region in Bezug auf den Wandel von einer Kohle- zur Chemieregion prädestiniert für eine zirkuläre Wertschöpfung: „Wenn es eine Region gibt, die immer schon begriffen hat, in Kreisläufen zu denken, dann ist es die Emscher-Lippe-Region“, so der Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen.

Produkte auf Zeit nutzen: Digitalisierung als Impulsgeber

Neue Impulse könnte seiner Ansicht nach die Digitalisierung bringen. Beispielhaft nannte er Unternehmen, die nicht mehr Produkte verkaufen, sondern Produktnutzungen auf Zeit. Die digitale Vernetzung erlaube es, den Verschleiß präzise vorherzusehen, Komponenten noch im laufenden Betrieb auszutauschen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Um die Bemühungen für zirkuläres Wirtschaften in der Region zu konzentrieren, stellte er die Errichtung eins Büros in Aussicht, das mittelfristig mit fünf Millionen Euro Fördergeldern des Landes in ein Zentrum für zirkuläre Wertschöpfung ausgebaut werden könnte. Ein Letter of Intent liege bereits vor.

Gebäude mit positiver Ökobilanz – wie Bäume

Für ein radikales Umdenken sprach sich Prof. Dr. Michael Braungart in seiner Keynote aus. Der Geschäftsführer der Hamburger Environmental Protection Encouragement Agency (EPEA GmbH) wollte sein „Von der Wiege zur Wiege“-Prinzip (cradle to cradle) dabei deutlich weitreichender verstanden wissen als etwa die derzeitige Recyclingpraxis: „Im Plastik sind heute nach wie vor die gleichen Giftstoffe“, so Prof. Dr. Braungart. Beim Cradle-to-Cradle-Prinzip würden Produkte hingegen bereits im Design- und im Herstellungsprozess als Ressourcen für die nächste Nutzungsphase optimiert und im Idealfall vollständig und prinzipiell beliebig oft wiederverwertet.

Anders als bei Ökoeffizienz gehe es nicht nur darum, weniger schädlich zu wirtschaften, sondern sogar einen für die Umwelt möglichst großen positiven Fußabdruck zu hinterlassen. „Wir müssen Gebäude zu Bäumen machen“, so Braungart.

Wie das aussehen kann, hatte zuvor bereits Michael Wijers, Geschäftsführer des C2C ExpoLabs in Venlo, in einer Talkrunde demonstriert. Sein Unternehmen hat ein Bürogebäude errichtet, das Wasser und Luft reinige und in seinen Innenräumen eine höhere Luftqualität biete als außerhalb. Normalerweise sei Innenluft in Gebäuden acht bis zwölf Mal schlechter als außerhalb. Zirkuläre Wertschöpfung sei für ihn kein Kostenfaktor, sondern im Gegenteil ein Mittel, um Mehrwert zu schaffen. So habe der Bau keine zusätzlichen Investitionen benötigt, spare nun aber nennenswerte Kosten im Unterhalt.

Leuchttürme in der Emscher-Lippe-Region

Dass es auch in der Emscher-Lippe-Region bereits Leuchtturmprojekte gebe, wurde noch einmal in der letzten Talkrunde deutlich. Dort stellten u. a. Prof. Dr. Hans-Peter Noll (Vorsitzender der Geschäftsführung RAG Montan Immobilien GmbH) und Lars Baumgürtel (Geschäftsführer Voigt & Schweizer GmbH) ihre Ansätze der zirkulären Wertschöpfung vor. Ein weiterer Redner der Konferenz war der Leiter der Unit Umwelt der Europäischen Kommission, Hugo Maria Schally, der noch für dieses Jahr neue Gesetzesvorschläge zur Erleichterung der Nutzung von Abwasser sowie eine Plastikstrategie zur besseren Wiederverwertbarkeit des Materials ankündigte.

Das Fortschrittsforum endete mit einer Exkursion zum Lippewerk Lünen der Firma Remondis SE. In Europas größtem, von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnetem Recyclingzentrum werden unterschiedliche Abfälle aufbereitet und für eine weitere Nutzung vorbereitet.

Weitere Informationen und Nachberichterstattung: http://www.klimaexpo.nrw/2017/fachveranstaltungen/circel-fortschrittsforumzirkulaereswirtschaften/

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Fotos: Markus Mucha. Für größere Bilder auf ein Bild klicken.

 

Die Veranstaltung wurde von KlimExpo.NRW und WiN Emscher-Lippe GmbH durchgeführt.

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WiN-seitige Förderung durch Mittel von:

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Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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Auf dem Weg zur ‚Schule 4.0‘

Finanzminister Norbert Walter-Borjans freut sich über sinnvolle Investitionen in die Zukunft: „Guter Unterricht braucht auch gut ausgestattete Schulen. Das fängt bei anständigen Klassenzimmern und benutzbaren Klos an und reicht bis zu einer digitalen Ausstattung, die unsere Kinder zeitgemäß auf die Zukunft vorbereitet. Rund 50 Millionen Euro für Vorhaben in Gelsenkirchen sind ein stolzer Anteil an den insgesamt 2 Milliarden Euro für das Programm ‚Gute Schule‘ der NRW.BANK, das sinnvolle Investitionen in die Zukunft ermöglicht.“„Junge Menschen sind die Zukunft. Wenn wir sie fördern, investieren wir gleichzeitig in die Zukunft unseres Bundeslandes“, erläutert Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Gelsenkirchen zeigt auf vorbildhafte Art und Weise, wie der Weg in eine digitale Schulbildung funktionieren kann.“

„Unsere digitale Schulinfrastruktur ist schon sehr gut ausgebaut und alle Gelsenkirchener Schulen sind bereits an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen“, erklärt Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen. „Um die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen weiter zu festigen, haben wir den bildungspolitischen Impuls der Ministerpräsidentin aufgenommen und investieren weiter auf dem Weg zur ‚Schule 4.0‘ offensiv in den digitalen Aufbruch.“

Quelle: Pressemitteilung Stadt Gelsenkirchen vom 27.03.2017

Wirtschaftsallianz soll geschmiedet werden

Stadt Bottrop macht sich gemeinsam mit Wirtschaft und Handel auf den Weg zu einem nachhaltigen und innovativen Wirtschaftsstandort

BOTTROP. Oberbürgermeister Bernd Tischler und die städtische Wirtschaftsförderung hatten Vertreter der Bottroper Unternehmerschaft, des Handels und von Wirtschaftsvereinigungen für Donnerstag, den 23. März, zu einem ersten Gespräch und inhaltliche Diskussionen für eine „Wirtschaftsallianz Bottrop“ eingeladen. Knapp 60 Repräsentanten aus Wirtschaft und Handel kamen zur angeregten Debatte in den „Lokschuppen“ auf der ehemaligen Zeche Arenberg-Fortsetzung. Für Tischler stand nach dem Treffen fest: „Ein Anfang ist gemacht, das Interesse für eine weitergehende Zusammenarbeit offensichtlich vorhanden. Außerdem wurden erfreuliche viele Ideen und Impulse eingebracht!“

Bei der „Allianz“ geht es um eine strategische Plattform, auf der sich Unternehmen, Handwerk und Handel mit anderen Akteuren der Stadtgesellschaft unter Begleitung städtischer Institutionen vernetzen, um gemeinsam zukunftsfähige Wege zu entwickeln und zu beschreiten. Ziel ist die Entwicklung von Bottrop zu einem ebenso nachhaltigen wie innovativen Wirtschaftsstandort.

In seiner Begrüßungsansprache schlug Bernd Tischler den Bogen: „Wir haben den Wandel in Bottrop schon vor vielen Jahren auf den Weg gebracht. Unsere Stadt befindet sich ja bereits seit den 1960er-Jahren in einem strukturellen Veränderungsprozess. Diesen Prozess haben wir über die letzten Jahrzehnte gut gemeistert. Es ist gelungen, viele der Bergbauflächen nachhaltig umzuwandeln.“ Der Oberbürgermeister verwies auch auf die Anstrengungen im Bildungsbereich und hier auf die inzwischen etablierte Hochschule Ruhr West und natürlich auf den Erneuerungsprozess rund um die InnovationCity.

Nach dem baldigen Ende der Bergbauära sei es nun an der Zeit, „einen gemeinsamen Pakt für den Wirtschaftsstandort Bottrop einzugehen“. Tischler wünschte sich: „Ich stelle mir vor, dass wir gemeinsam ganz konkret die Zukunft gestalten. Visionen sollen sichtbar gemacht und umgesetzt werden.“ Verbundpartner im weiteren Prozess seien neben der städtischen Wirtschaftsförderung das Institut „Faktor 10“ aus Friedberg, das als unabhängiges Forschungsinstitut innovative Konzepte im Bereich „Nachhaltiges Wirtschaften“ entwickelt, sowie das „Institut Arbeit und Technik“ der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Dieses Institut versteht sich als eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, deren wissenschaftliches und praktisches Interesse der Organisation von Wissen und Innovation für nachhaltigen Wohlstand und Lebensqualität gilt.

Gefördert wird die „Wirtschaftsallianz Bottrop“ in einer dreijährigen Projektphase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Der Förderbetrag liegt bei über einer Millionen Euro“, teilte der Vertreter des Fördergebers, Dr. Frank Betker, in seinem Grußwort mit. In Absprache mit dem Ministerium sind Aktivitäten zunächst in drei Handlungsfeldern vorgesehen, dem Bereich Einzelhandel, im Handwerk und im Segment der Freizeitwirtschaft. In der weiteren Projektplanung ist am 27. April ein nächstes Allianztreffen vorgesehen sowie erste Arbeitstreffen zu den Themen Einzelhandel am 8. Mai, Freizeitwirtschaft am 11. Mai und Handwerk am 17. Mai.

Der Kreis der Mitwirkenden ist nicht geschlossen: Weitere Interessierte an einer Mitarbeit sind gerne gesehen und jederzeit willkommen.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Bottrop vom 24.03.2017

Vorstandswechsel im Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten

Weitere Informationen: Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Gelsenkirchen vom 24.03.2017

„Red Lunch“ zum Equal Pay Day

18. März 2017 als Symbol für Lohngerechtigkeit

CASTROP-RAUXEL. Zu einem „Red Lunch“ geladen hatten die Gleichstellungsstellen Castrop-Rauxel und Waltrop am Freitag vor dem Equal Pay Day 2017. Auf der Veranstaltung der Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe (FAGEL) diskutierten Mandatsträger aus der Politik und gleichstellungspolitisch aktive Fachleute im AGORA Kulturzentrum über Wege aus der Lohnungleichheit. Mit dabei waren auch Landrat Cay Süberkrüb, Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes und ihr Castroper Kollege Rajko Kravanja.

21 Prozent weniger Bruttolohn: So sieht die Realität für Frauen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2017 aus. „Es ist kein freudiger Anlass, aus dem wir heute zusammenkommen. Aber es ist unbedingt notwendig, gemeinsam dafür einzustehen“, sagte Landrat Cay Süberkrüb. „Bis wir bei Lohngleichheit und Gleichberechtigung angekommen sind, ist noch viel zu tun. Und angesichts aktueller politischer Entwicklungen müssen wir ganz besonders darauf achten, keinen Schritt zurück zu gehen.“

Nach einem Impulsvortrag von Dr. Sabine Küsters, Vertreterin der Organisation Business Professional Women (BPW), die den Aktionstag in Deutschland eingeführt hat, diskutierten unter anderem die Bundestagsmitglieder Frank Schwabe, Rita Stockhofe und die Landtagskandidaten Lisa Kapteinat und Ulrich Meick über das Thema Lohngerechtigkeit und die Chancen und Perspektiven in der Gesellschaft.

Der „Red Lunch“ ist eine überregionale Veranstaltung der Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe (FAGEL), bestehend aus den Gleichstellungsstellen des Kreises und der Städte Gelsenkirchen und Bottrop sowie Arbeitsagenturen, dem Kompetenzzentrum Frau in Beruf und Technik (ZFBT) und weiteren Multiplikatoren. Erstmals lag in diesem Jahr der Veranstaltungsort im Ostvest.

Der Equal Pay Day markiert jedes Jahr den Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland gratis gearbeitet haben, während Männer schon seit dem 1. Januar bezahlt werden. 2008 wurde der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Initiatorinnen waren die amerikanischen Business and Professional Women (BPW/USA), die 1988 die „Red Purse Campaign“ ins Leben riefen, um auf die bestehende Lohnkluft hinzuweisen.

Weitere Informationen zum Equal Pay Day gibt es unter www.equalpayday.de.

Quelle: Pressemitteilung Kreis Recklinghausen vom 17.03.2017

 

Neue Chancen durch Teilzeit-Berufsausbildung

Arbeitsagentur informiert mit Telefonaktion im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ über Alternativen zur Berufsausbildung in Vollzeit

KREIS RECKLINGHAUSEN. Nicht allen ausbildungsinteressierten jungen Menschen ist bekannt, dass nahezu jede Ausbildung auch in Teilzeit absolviert werden kann. Und auch bei Arbeitgebern bestehen hinsichtlich dieses Modells häufig Unsicherheiten. Genau damit möchte die Arbeitsagentur aufräumen und bietet am Montag, den 27. März, eine Telefonaktion an, um generelle Informationen zu liefern und konkrete Fragen zu beantworten.

Die Erkenntnis steht seit Jahren wie in Stein gemeißelt: Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist das effektivste Mittel gegen Arbeitslosigkeit. Umso wichtiger, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, eine Ausbildung zu absolvieren und damit ein tragfähiges Fundament für eine stabile Berufslaufbahn zu legen. Doch nicht für jeden sind die Ausgangsvoraussetzungen gleich. „Gerade wenn es bereits eigene Kinder gibt und damit eine dauerhafte Betreuungsverantwortung, kann eine Vollzeitberufsausbildung in unerreichbare Ferne rücken“, weiß Ariane Hohengarten von der Arbeitsagentur Recklinghausen, die sich als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bestens mit dem Thema auskennt. Sie möchte ausbildungswilligen jungen Menschen Wege aufzeigen, persönliche Verpflichtungen und berufliche Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Auch für Arbeitgeber hat Hohengarten eine klare Botschaft: „Wer sich für diese Modell interessiert, ist meist überdurchschnittlich motiviert und engagiert und verfügt aufgrund der persönlichen Lebenssituation über Fähigkeiten und Routinen, die vielen anderen jungen Menschen im gleichen Alter oft noch fehlen.“

Am Montag, den 27. März, bietet Ariane Hohengarten von 9 bis 12 Uhr und von 18 bis 20:30 Uhr unter der Rufnummer 02361/401352 eine Telefonhotline an, in der sie allgemeine Informationen zur Teilzeitausbildung liefert und individuelle Fragen beantwortet. Anrufer erfahren unter anderem, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, ob sich die reguläre Ausbildungsdauer verlängert und wie der Besuch der Berufsschule organisiert wird.

Mit Weniger mehr erreichen

Förderwettbewerb „Ressource.NRW“ richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen

DÜSSELDORF. Die natürlichen Ressourcen auf dem Planeten werden knapp, die Ressourceneffizienz rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Politik. Daher fordert das NRW-Umweltministeriums jetzt kleine und mittlere produzierende Unternehmen gezielt auf, sich um Fördermittel zu bewerben, wenn sie mit innovativen Maßnahmen auf diesem Weg Vorreiter sein wollen. Im Rahmen des jetzt gestarteten Aufrufs „Innovative ressourceneffiziente Investitionen“ (kurz: Ressource.NRW) können neue Ideen in diesem Themenfeld mit Hilfe von EU-Fördermitteln bei der praktischen Umsetzung unterstützt werden.

Ressourceneffizienz bedeutet kurz gesagt: Mit weniger mehr erreichen. Es geht um die Suche nach neuen material- und energiesparenden Produktionsprozessen und Produkten sowie Recyclingverfahren. „Höhere Ressourceneffizienz ist nicht nur umweltgerecht und klimaschonend, sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und schafft neue Arbeit,“ so Umweltminister Johannes Remmel. „Eine material- und energieschonende Wirtschaftsweise bietet herausragende Möglichkeiten, Produktionsprozesse und Produkte umweltgerecht und klimaschonend zu verbessern. Abwasser, Abluft oder Abfall können reduziert, Rohstoffe und Energie effizienter eingesetzt, innerbetriebliche Prozesse verbessert und Kosten gesenkt werden.“

Die Effizienz-Agentur NRW führt den Aufruf im Auftrag des NRW-Umweltministeriums durch. Geschäftsleiter Dr. Peter Jahns erklärt: „Verbesserte Produktions- oder Recyclingverfahren verringern den Material- und Energieverbrauch. Ressourceneffizienz ist somit zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Aus unserer täglichen Arbeit mit den Unternehmen in NRW wissen wir, dass zielgerichtete Förderung einen echten Beitrag dazu leisten kann.“ Die Höhe der möglichen Fördersätze hängt von der Größe des antragstellenden Unternehmens und der Art des zur Förderung beantragten Vorhabens ab und beträgt zwischen 40 und 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Projektskizzen können jeweils bis zum 28. April 2017, 29. September 2017 sowie 02. März 2018  beim LANUV NRW eingereicht werden.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW vom 14.02.2017

Weitere Informationen: https://www.efre.nrw.de/wege-zur-foerderung/projektaufrufe/ressourcenrw/

Viel Potenzial auf ehemaligem Paradepütt

Grundsteinlegung der neuen Stölting Hauptverwaltung im Quartier Graf Bismarck mit NRW-Bauminister Groschek

GELSENKIRCHEN. Die Stölting Service Group, einer der führenden Anbieter von Serviceleistungen in Deutschland, baut eine neue Hauptverwaltung auf der größten Entwicklungsfläche der Stadt – auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände der Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen. Besonders gefreut haben sich Stölting-Verantwortlichen über den Besuch der zahlreichen Gäste, unter ihnen Oberbürgermeister Frank Baranowski und NRW-Bauminister Michael Groschek.

Erläutert wurden ausführlich die einzelnen Planungsideen für das neue Areal. In direkter Nachbarschaft zur ehemaligen Zeche Graf Bismarck, auf der bis 1966 Qualitätskohle gefördert und dann in alle Welt verschifft wurde, sollen Arbeitsplätze für Hunderte entstehen, wobei – anders als früher – heute der hohe Freizeitwert des neuen Quartiers weitere Anreize setzt für Unternehmen.

Im neuen Quartier Graf Bismarck werden sich auch Einzelhandel und Gastronomie ansiedeln. Für Spaziergänger, Radler oder Geschäftsleute ist es ein ideales Umfeld für eine Pause in moderner Architektur an einem historisch wertvollen Ort. Einst nannten die Bergleute ihre Zeche, die als eine der modernste ihrer Zeit galt, einen „Paradepütt“. Heute steht das alte Zechengelände, das Areal der früheren Kokerei und die Brache des Kraftwerks für den wirtschaftlichen Aufbruch in die Zukunft der Stadt. Es ist genau diese Fläche, die für Gelsenkirchens Oberbürgermeister daher von besonderer Bedeutung ist. Mit dem Baubeginn der Stölting-Verwaltung wurde für Frank Baranowski mit dem Grund- auch ein Meilenstein gesetzt.

„Dieser Standort ist für die gesamte Entwicklung Gelsenkirchens von übergeordneter Bedeutung. Für mich ist es tatsächlich ein Meilenstein der Stadtentwicklung. Hier zeigt sich Gelsenkirchen an der alten Wasserstraße Rhein-Herne-Kanal als moderne Großstadt. So wie an anderen Standorten auch sind diese frisch entwickelten Industriebrachen Visitenkarten für uns. Ein solcher Standort zeigt das Potenzial Gelsenkirchens. Wir müssen uns in zentraler Lage im Ruhrgebiet nun wirklich nicht verstecken. Im Gegenteil: Wir dürfen stolz sein auf unsere Rahmenbedingungen und mutige Investoren, die erkannt haben, was hier alles möglich ist.“

In etwa einem Jahr sollen die Arbeiten an der neuen Stölting Verwaltung und die Gestaltung des Umfelds bereits beendet sein. Die Stölting Service Group steht seit 1899 für Tradition & Fortschritt und hat mit den Schwerpunkten Cleaning, Security, Alarm, Personal Service und Rail in 2016 172 Millionen Umsatz gemacht. Aktuell beschäftigt die Stölting Service Group in über 30 Tochterunternehmen bundesweit rund 6.300 Mitarbeiter.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Gelsenkirchen vom 14.03.2017