Erfolgsgeschichte fortsetzen

Gemeinsame Sitzung der Verwaltungsspitzen von Marl und Dorsten

DORSTEN / MARL. Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich die Verwaltungsvorstände der Städte Marl und Dorsten am Montag dieser Woche. Unter Leitung der Bürgermeister Werner Arndt (Marl) und Tobias Stockhoff (Dorsten) sprachen die Rathausspitzen über gemeinsame Themen und Handlungsmöglichkeiten und tauschten Erfahrungen aus. Ein Paradebeispiel für gelungene Kooperation ist der gerade erst voll vermarktete Industriepark Dorsten-Marl. „Diese Zusammenarbeit ist ohne Frage eine Erfolgsgeschichte“, so die Bürgermeister Werner Arndt und Tobias Stockhoff.

Die beiden Städte verbindet auch der „Stärkungspakt Stadtfinanzen“, mit dem die Landesregierung hoch verschuldeten Kommunen seit 2012 strenge Sparbemühungen abverlangt. Damit verbundene Personaleinsparungen führen allerdings dazu, so die gemeinsame Feststellung in Dorsten und Marl, dass es schwierig wird, große Förderprogramme wie „Gute Schule 2020“ oder das „Investitionsförderungsgesetz“ in den Rathäusern abzuwickeln. Doch selbst, wenn die Städte dafür zusätzliches Personal einstellen wollten, um die Fördermillionen zu „verbauen“, sei es derzeit schwierig, Fachkräfte überhaupt zu finden.

Zum Abschluss der gemeinsamen Sitzung vereinbarten die Bürgermeister Werner Arndt und Tobias Stockhoff, den Austausch zwischen den Städten fortzusetzen – im nächsten Jahr dann mit einer gemeinsamen Sitzung der Rathausspitzen in Marl.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Dorsten vom 22.12.2016

Employer Branding für mittelständische Unternehmen

Jetzt für Workshop-Reihe im März 2017 anmelden

HERTEN. Zum Ausklang des alten Jahres rücken die Pläne für das neue Jahr in den Vordergrund. Wie wäre es mit einem Seminar im neuen Jahr zum Thema „Arbeitgebermarke“. Im März 2017 bietet das Zentrum Frau in Beruf und Technik eine Workshop-Reihe im Anwenderzentrum h2herten an.

Auch in der Emscher-Lippe-Region stellen immer mehr Unternehmen fest, dass es immer schwieriger wird, für offene Stellen und Ausbildungsplätze gute Bewerber und Bewerberinnen zu finden. Darüber hinaus steigt mit zunehmend entspannter Lage am Arbeitsmarkt die Wechselbereitschaft der Beschäftigten an, wenn die Arbeitsbedingungen nicht optimal sind. Unternehmen hat es schon eine ganze Menge gekostet, wenn besonders gute und leistungsstarke Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Während große Unternehmen sich professionell als Arbeitgebermarke aufbauen und nach wie vor die Rosinen picken können, müssen viele kleine und mittlere Unternehmen erst noch anfangen, ihre Stärken und Schwächen als Arbeitgeberin und Arbeitgeber zu erkennen, die Schwächen zu verringern, die Stärken sichtbar zu machen und so ihre eigene „Marke“ zu platzieren.

Damit dies gelingt haben wir speziell für kleine und mittlere Unternehmen in der Region eine Workshop-Reihe entwickelt. In drei Nachmittagsterminen werden nicht nur Grundlagen vermittelt, sondern auch konkrete betriebliche Ansatzpunkte für eine gelungene gendersensible Kommunikation mit den jetzigen und künftigen Beschäftigten erarbeitet, die insbesondere die Belange weiblicher Fachkräfte in den Blick nimmt.

Die Termine im ersten Halbjahr 2017 jeweils von 14 bis 19 Uhr in Herten

Veranstaltungsort: Anwenderzentrum H2Herten, Doncaster-Platz 5, 45699 Herten

8.3.2017
Employer Branding: So werden Sie zu einem attraktiven Arbeitgeber oder zu einer attraktiven Arbeitgeberin
Referentin: Beatrix Henseler, managing director CLIP TRAINING, Mettmann

15.3.2017
So punkten kleine und mittlere Unternehmen mit positiver Arbeitgebermarke
Referentin: Dagmar Gerigk – Vamos! Coaching & Development, Wegberg

22.3.2017
So kommunizieren Sie ihre Arbeitgebermarke in Zeiten von Social Media
Referentin: Dagmar Gerigk – Vamos! Coaching & Development, Wegberg

Zielgruppe KMU: Inhaberinnen und Inhaber, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Fachkräfte für Qualitätsmanagement und Personal sowie weitere Funktionen, die beim Aufbau und der Kommunikation der Arbeitgebermarke beteiligt sind

Die Veranstaltungen sind zusammenhängend und daher komplett zu buchen. Sie sind kostenfrei,  haben aber eine begrenzte Teilnahmezahl von maximal 15 Personen.

Bitte melden Sie sich oder Ihre Beschäftigten bis zum 15. Februar 2017 per E-Mail bei competentia.eisenstein@zfbt.de, telefonisch unter 0 23 05 / 9 21 50 10 oder per Fax unter 0 23 05 / 9 21 50 49 an.

 

Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

Rund 30 Teilnehmende diskutierten beim „Ideenlabor Emscher-Lippe“ über die Zukunft der Arbeit

EMSCHER-LIPPE. Wie der Herausforderung des digitalen Wandels in der Region Emscher-Lippe begegnet werden kann, war Thema des regionalen Ideenlabors, das am 07. Dezember 2016 in Castrop-Rauxel stattfand. Der Einladung von Regionalagentur, Handwerkskammer, DGB und Kompetenzzentrum Frau & Beruf waren rund 30 Teilnehmende gefolgt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungslandschaft, Politik, Verwaltung, von weiteren regionalen Institutionen sowie zwei junge Menschen in Ausbildung nahmen teil. Ziel des Ideenlabors war es, gemeinsam konkrete Ideen für die Region Emscher-Lippe zum digitalen Wandel der Arbeitswelt zu entwickeln.

Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt rasant. Auch in der Emscher-Lippe-Region sind bereits konkrete Entwicklungen aber auch Fragen erkennbar. Wie sieht die digitale Entwicklung in kleinen und mittleren Betrieben aus? Wie weit ist sie vorangeschritten? Und welche Auswirkungen wird die zukünftige Technisierung auf Betriebe und Beschäftigte haben? Diesen und weiteren Fragen wurde im ‚Ideenlabor – Kreative Ideen für eine zukunftssichere Emscher-Lippe-Region‘ nachgegangen.

„Natürlich wissen wir, dass die Region mit Blick auf die Digitalisierung bereits auf dem Weg ist und viele Aktivitäten angestoßen wurden. Wir starten nicht bei null,“ so Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration (MAIS) des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir als Landesarbeitsministerium möchten mit Ihnen darüber nachdenken, wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeits- und Ausbildungswelt aussehen und wie sie in der Region gestaltet werden können.“

In drei moderierten Arbeitsgruppen identifizierten die Teilnehmenden anhand von fiktiven Personen zunächst zentrale Herausforderungen für die Arbeit im digitalen Wandel. Danach wurden erste Gestaltungsideen für die Region entwickelt, wie den Herausforderungen chancenorientiert begegnet werden kann. Folgende Fragenstellungen standen im Mittelpunkt:

  • Wie können Betriebe und Mitarbeiter_innen für die Einführung neuer Technologien begeistert werden?
  • Wie können sich Unternehmen in der Region – und vor allem auch KMU –als attraktive Arbeitgeber sichtbar machen?
  • Wie kann es gelingen, Alt und Jung gemeinsam für den digitalen Wandel mitzunehmen?

Die im Ideenlabor entwickelten Gestaltungsideen bieten erste konkrete Ansätze, wie die Region für den digitalen Wandel fit gemacht werden kann. Eine Kampagne könnte als gemeinsame Initiative der Region entstehen um gute Beispiele aus Unternehmen im digitalen Wandel sichtbar zu machen und die Beschäftigten mitzunehmen. „Digitalisierungsberater_innen“ ziehen als „virale Inkubatoren“ durch die Region und sensibilisieren auf allen Ebenen für das Thema Digitalisierung und zeigen Unternehmen konkrete Vorteile auf. Damit sich vor allem auch kleinere und mittelständische Unternehmen als attraktive Arbeitgeber darstellen können, könnte ein „Digitaler Verbund/Mapping-Projekt“ in Form einer virtuellen Landkarte entwickelt werden, mit der sich potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen schnellen Überblick zu den für sie interessanten Unternehmen machen können.

Zum Abschluss des Ideenlabors zeigte sich Dr. Jens Stuhldreier sehr zufrieden mit den Ergebnissen und stellte heraus: „Die Schnittmenge aus den drei Arbeitsgruppen war sehr groß“. Martin Peetzen, Leiter der Regionalagentur Emscher-Lippe, hob die Offenheit der Teilnehmenden hervor und bedankte sich für die engagierten Diskussionen. Das Ideenlabor sei erst der Auftakt gewesen, „diese vielfältigen Ideen sollen von einer Arbeitsgruppe in ein erstes Konzept überführt werden“. Zudem fließen die erarbeiteten Ideen zum Ende des Jahres in eine „Ideenlandkarte 4.0“ ein, die das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Anfang 2017 veröffentlichen wird.

Die Veranstaltung wurde auf Initiative des Landesarbeitsministeriums im Rahmen des Dialogprozesses „NRW 4.0: Gute und faire Arbeit“ durchgeführt. Die Ergebnisse der Ideenlabore werden unter www.arbeitviernull.nrw veröffentlicht.

Kontakt:
Regionalagentur Emscher-Lippe
Marita Frank
marita.frank@emscher-lippe.de
Tel.: 02366-1098-21

 

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Glasfaser-Kabel kommt in alle Ortsteile

Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser in Haltern am See erfolgreich

HALTERN AM SEE. Die Deutsche Glasfaser wird in allen geplanten Polygonen in den Ortsteilen ihre Breitbandkabel verlegen und damit den Haushalten ein schnelles Internet ermöglichen. Das erklärte am Dienstag Rene Fuchs, Projektleiter Vertrieb, in dem Unternehmen. In allen Ortsteilen lag die Vertragsquote am Ende der Nachfragebündelung bei mehr als 40 Prozent, so dass die Ausbauarbeiten voraussichtlich im Frühjahr beginnen werden.

Fuchs und auch der Regionalleiter Management, Ingo Teimann, bedankten sich auch bei Bürgermeister Bodo Klimpel, der aus ihrer Sicht aufgrund seines Engagements für das sehr gute Ergebnis gesorgt habe. Ebenso hätten die Vertragspartner vor Ort und auch einige Privatpersonen mit ihrem Engagement für dieses sehr positive Votum gesorgt.

Klimpel verwies darauf, dass viele Bürgerinnen und Bürger realisiert haben, dass pro Jahr das Datenvolumen um das Zweieinhalbfache steigen wird. „Daran wird deutlich, dass diejenigen, die jetzt einen Vertrag unterschrieben haben, eine sehr wichtige Zukunftsentscheidung getroffen haben.“

Spitzenreiter in den Ortsteilen ist Bergbossendorf, wo 72 Prozent der Haushalte sich für diesen Internetanschluss entschieden haben. „Unser bisher bester Wert, wie Fuchs erklärt, „bisher war dies Dülmen-Merfeld mit 70 Prozent.“ An zweiter Stelle liegt Lavesum mit 60 Prozent, dahinter liegen Sythen-Lehmbraken mit 46 Prozent, Hullern mit deutlich über 40 Prozent und Sythen, mit über 40 Prozent.

„Das war alles andere als ein Selbstläufer“, blickt auch Ingo Teimann auf die letzten Wochen zurück. Gleichzeitig richtet er gemeinsam mit seinem Unternehmen den Blick nach vorn: „Unsere bisher größte Herausforderung wird nun ab Anfang Februar in Haltern-Mitte beginnen, wenn dort unsere Nachfragebündelung für wahrscheinlich 13 Wochen starten soll.“ Er ist sich darüber im Klaren, dass dies auch noch einmal ein hartes Stück Arbeit werden wird.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Haltern am See vom 13.12.2016

Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft der Zukunft gesucht

Wettbewerbsbeiträge zum „Innovation Call“ der wmr können noch bis zum 18. Januar 2017 eingereicht werden

METRPOLERUHR. Neue Lösungen für die Medizin und Pflege von morgen sind gefragt. Die zehn besten Ideen werden nominiert und ihre Ideengeber zum Innovation Lab eingeladen – mit exklusivem Mentoring, Kontakten zur Wirtschaft der Metropole Ruhr und konkreten Chancen auf Realisierung.

Die Gesundheitsbranche ist ein hoch dynamischer Markt. Er wird bestimmt durch den Wunsch nach Aktivität und Wohlbefinden bis ins hohe Alter. Gleichzeitig steigt die Anzahl chronischer Erkrankungen in der älter werdenden Bevölkerung. Entsprechend umfassend sind die Erwartungen an die Gesundheitswirtschaft der Zukunft. Sie betreffen neue Diagnoseverfahren und Entwicklungen in der Medizintechnik, ebenso wie Anreize für eine gesunde Lebensführung oder Versorgungskonzepte in Quartieren, bestehenden und neuen Wohnformen. Der „Innovation-Call 2017“ fragt nach neuen Lösungen und innovativen Ansätzen für die Medizin und Pflege von morgen – in Krankenhäusern, Altersresidenzen und den eigenen vier Wänden. Die drei besten Ideengeber werden mit
einem Preisgeld von insgesamt 10.000 € prämiert.

Teilnehmer:

  • Unternehmen aus den Bereichen Architektur, Design und Software/Games
  • Start-ups aus den Bereichen Architektur, Design und Software/Games, deren Gründung nicht länger als drei Jahre zurückliegt
  • Studierende/ Absolventen der Fachbereiche Architektur, Design, Software/Games und angrenzender Disziplinen

Mit der Teilnahme sicherst du dir die Aussicht auf die erfolgreiche Umsetzung deiner Idee. Und das Beste: Du erhältst Unterstützung durch Unternehmer und ein dichtes Branchennetzwerk – Kontakte zur Kreativszene Ruhr inklusive.

Mitmachen:

Du hast eine Idee zur Neu- bzw. Weiterentwicklung von medizinischen Geräten, Hilfsmitteln, Interfaces, Wearables oder Software? Moderne Innenarchitektur, mobiles Monitoring, nutzerzentrierte Wegeführung und Beleuchtung sind Themen mit denen du dich beschäftigst?
Dann reiche uns deine Idee in Form eines Fotos, Renderings, Films oder einer Zeichnung inklusive textlicher Erläuterung ein.

Preisgeld:

Bei uns kannst du gleich zweimal gewinnen: Wer in der ersten Runde von der Jury nominiert wird, bekommt 500 € als finanziellen Zuschuss für die Visualisierung der ausgewählten Idee. Aus den max. zehn Nominierten werden die besten drei auf dem Innovation Day ausgezeichnet. Für die Gewinner des finalen Pitch gibt es insgesamt Preisgelder in Höhe von 10.000 € zu gewinnen!

Quelle: http://www.innovationsraum.ruhr

Innovation Call 2017 ist ein Projekt der  logo-wmr-web-bild03

 

Schnell und präzise produzieren

Digitale Pioniere Teil 4: Die Seibel und Weyer GmbH aus Bottrop

BOTTROP. Morgens aufmessen – mittags zeichnen – abends produzieren – und am nächsten Morgen wird das Möbelstück beim Kunden montiert. In  der Tischlerei Seibel und Weyer aus Bottrop sind nicht die Heinzelmännchen am Werk, sondern 150 engagierte Mitarbeiter. Und sie werken längst nicht mehr nur mit Hobel und Säge, sondern nutzen auch digitale Werkzeuge.

„Wir setzen die Digitalisierung dort ein, wo es sinnvoll ist“, sagt Geschäftsführer Jens Weyer. Beim Aufmaß macht der Monteur Fotos, skizziert die Maße direkt im Foto und mailt die Bilder an den Techniker im Betrieb. Der erstellt mittels CAD-Programm eine Skizze, die direkt an die jeweilige Produktionsmaschine gesendet wird. Da die Tischlerei im Zweischichtbetrieb arbeitet, ist das Möbelstück innerhalb eines Tages fertig. „Durch die Digitalisierung und Schichtarbeit sparen wir gegenüber früher einen ganzen Werktag ein“, erklärt Jens Weyer, „und fertigen gleichzeitig präziser.“ Das Bottroper Familienunternehmen ist dadurch international konkurrenzfähig und bedient Kunden in ganz Europa im Innenausbau, Metallbau oder Ladenbau für Marktführer des Handels.

Lesen Sie mehr zur Smart Region Emscher-Lippe in der neuen Ausgabe des UMBAU21-Magazins.

Mehr Informationen zum Unternehmen: www.seibelundweyer.de

Perspektiven für die Zukunft der Bergbauregion

Landesregierung begleitet Ende des Steinkohlebergbaus mit dem Technologie- und Kulturprogramm „Glückauf Aufbruch 2018“

DORTMUND/DÜSSELDORF. Mit der Schließung der Bergwerke RAG Anthrazit in Ibbenbüren und Prosper-Haniel in Bottrop enden 2018 mehr als 150 Jahre Industriegeschichte. Aus diesem Anlass hat die Landesregierung in enger Kooperation mit der RAG-Stiftung die Initiative „Glückauf Aufbruch 2018“ gestartet. In den kommenden zwei Jahren sollen die Leistungen der Bergleute gewürdigt und Projekte angestoßen werden, die Perspektiven für die Zukunft der Bergbauregion aufzeigen.

Zum Auftakt in Dortmund erklärte Wirtschaftsminister Garrelt Duin: „Der Bergbau in Nordrhein-Westfalen hat die Region, die Menschen und das soziale Klima nachhaltig geprägt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und eine positive Grundhaltung zur Industrie und ihren Leistungen gehören zu den großen Traditionen des Bergbaus in unserem Land.“

Minister Duin stellte erste Elemente des Programms „Glückauf Aufbruch 2018“ vor:

  • An der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen wird voraussichtlich schon im Jahr 2017 ein Erfinderzentrum für Tüftler, junge Wissenschaftler sowie kleine und mittlere Unternehmen entstehen.
  • Auf dem Gelände der Kokerei Prosper in Bottrop ist ein Labor für Großversuche in der Logistik sowie im Maschinen- und Anlagenbau lant.
  • Ein satellitengestütztes Verfahren soll Vorbelastungen von Bergbauflächen ermitteln und deren Neunutzung beschleunigen.
  • Das Trainingsbergwerk der RAG in Recklinghausen soll zu einem internationalen Bergbau- und Besucherzentrum werden.
  • Zu den kulturell-historischen Projekten zählen u.a. die Kunstausstellung des Bergbaukünstlers Wolfgang Büse und industriehistorische Fahrten zusammen mit Museen des Ruhrgebiets. Geplant sind eine Ausstellung zum Thema „Fußball und Bergbau“, ein Musikprojekt mit Bergmannschören und Popmusikern und ein Knappen-Tag in Essen im Jahr 2018.

„Die Liste ist nicht geschlossen: Wir sind offen für weitere Vorschläge aus der Region. Jede Idee ist willkommen und wird auf ihre Realisierbarkeit geprüft“, so Minister Duin.

Quelle: Pressemitteilung MWEIMH vom 08.12.2016

Bewerbungsphase für den Großen Preis des Mittelstands gestartet

Bis zum 31. Januar 2017 können verdienstvolle kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch wirtschaftsfreundliche Kommunen und Banken für den Wettbewerb nominiert werden

EMSCHER-LIPPE.  Am 1. November 2016 erfolgte der Start zum 23. Bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2017“ mit dem Jahresmotto „Respekt und Achtung“. Würdigen Sie die herausragenden Leistungen des Mittelstandes und nominieren Sie erfolgreiche kleine und mittelständische Unternehmen sowie wirtschaftsfreundliche Banken und Kommunen. Seit der Erstverleihung im Jahr 1995 hat sich der „Große Preis des Mittelstandes“ zum bedeutendsten deutschen Wirtschaftspreis entwickelt.

Der unternehmerische deutsche Mittelstand hat in den letzten Jahren trotz oftmals komplizierter volkswirtschaftlicher Entwicklungen beispielsweise Millionen neuer und zusätzlicher Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen und bedeutende Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Doch diese gewaltigen Leistungen werden in der Öffentlichkeit leider kaum oder viel zu wenig wahrgenommen.

Der von der Oskar-Patzelt-Stiftung seit 22 Jahren jährlich ausgelobte bundesweite Wettbewerb trägt maßgeblich zur öffentlichen Würdigung des Mittelstandes als Hoffnungsträger und Wirtschaftsfaktor bei. Er befördert die Netzwerkbildung und popularisiert bundesweite Erfolgsbeispiele. Mit der Nominierung von Unternehmen sowie wirtschaftsfreundlichen Kommunen und Banken für diesen Wettbewerb verbinden Ministerien, Kammern, Institutionen, Firmen und Verbände effektive Wirtschaftsförderung und Regionalmarketing miteinander.

Gemäß Ausschreibung können ab sofort bis 31. Januar 2017 verdienstvolle kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch wirtschaftsfreundliche Kommunen und Banken für den Wettbewerb nominiert werden.

Weitere Informationen:

http://www.mittelstandspreis.com/nominierungen.html

Die Bezirksregierung Münster unterstützt diesen Wettbewerb. Wenn Sie möchten, dass Ihr Nominierungsvorschlag auch von der Bezirksregierung Münster unterstützt wird, wird Ihr Beitrag bis zum 16. Januar 2016 erbeten. Die bis dahin gesammelten Vorschläge werden dann nach einer internen Auswahl weitergeleitet.

Kontakt:
Franz-Josef Neumann
Telefon: 0251/411-1692
E-Mail: franz-josef.neumann@brms.nrw.de

So geht Gründung

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „StarterCampus“ berichteten junge Startups praxisnah über ihren Weg von der Idee bis zur Gründung

EMSCHER-LIPPE. Eine gute Idee zu haben, ist das Eine. Daraus ein Geschäftsmodell zu entwickeln und womöglich ein eigenes Unternehmen zu gründen jedoch eine ganz andere Geschichte. Unter dem Titel „Junge Startups erzählen“ fand am vergangenen Donnerstag, den 01.12.2016, die Auftaktveranstaltung des Projektes „Die Ideen liegen auf dem Campus?!“ der WiN Emscher-Lippe GmbH in der Untertagebar in Herten statt. Rund 40 Studierende der beiden Hochschulen in der Emscher-Lippe-Region nutzten die Gelegenheit, sich von jungen Startups die Geschichten ihres Gründeralltags berichten zu lassen und ganz praktisch herauszufinden, worauf zu achten ist, wenn aus einer guten Idee ein erfolgreiches Unternehmen entstehen soll.

Die rund 60 Gäste, darunter auch Vertreter der IHK, HWK, Startercenter und Wirtschaftsförderungen, lauschten gespannt den Anekdoten und Erfahrungsberichten junger Unternehmer aus den Bereichen Internetsicherheit (Xingsys), Gasmesstechnik (Bluesens), Wasserversorgung (MOcons) und Digitalisierung (BR-AIN / EmmasEnkel). Anschließend konnten sich die Studierenden mit den Startups und Gründungsberatern der Region über ihre Ideen austauschen und wertvolle Tipps abholen.

Fortsetzung unter dem Namen „StarterCampus“ im nächsten Jahr geplant

Projektleiterin Pia Grandt (WiN Emscher-Lippe GmbH) zeigte sich rundum zufrieden mit der Veranstaltung: „Die Resonanz der Studenten ist durchweg positiv. Wir möchten den Erfolg und die Resonanz dieser Veranstaltung nutzen, um zu Beginn des nächsten Jahres direkt weitere Angebote folgen zu lassen. Diese werden dann unter dem neu gewählten Namen „StarterCampus“ zu finden sein.“ Somit ist am Donnerstag ein gelungener Startschuss für die Gründerszene der Emscher-Lippe Region gefallen.

Gründungsinteressierte sensibilisieren und motivieren

Das Projekt „Die Ideen liegen auf dem Campus?!“ dient der Sensibilisierung, Motivierung und Unterstützung junger Gründungsinteressierter. Die Studierenden der beiden Hochschulen aus  Gelsenkirchen / Recklinghausen (Westfälische Hochschule) und Bottrop (Hochschule Ruhr West) sollen sich für die Existenzgründung als berufliche Alternative öffnen und bei innovativen und wissensbasierten Ideen begleitet und gefördert werden. Pia Grandt: „Ziel ist es, bei den Studierenden eine höhere Bekanntheit und Nachhaltigkeit für das Thema Gründung zu schaffen. Mittelfristig soll damit die Zukunftsfähigkeit der Emscher-Lippe-Region gesichert und die Innovationsfähigkeit  verbessert werden.“ Denn um den regionalen Strukturwandel zu bewältigen, sind neue Impulse aus Wirtschaft und Wissenschaft gefragt. Dazu zählen auch Existenzgründungen aus der Hochschulen.

Förderprojekt „Die Ideen liegen auf dem Campus?!“

Das Projekt ist im Mai dieses Jahres bei der WiN Emscher-Lippe GmbH Jahres gestartet und läuft bis März 2019. Es wird durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung, EFRE.NRW, und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Mittelstand und Handwerk gefördert. Als unterstützende Partner sind die HWK Münster, die IHK NordWestfalen, die regionalen Startercenter und Wirtschaftsförderungen zu nennen. Entscheidend zum Gelingen des Projekts tragen die Westfälische Hochschule und die Hochschule Ruhr West mit ihren Standorten in der Emscher-Lippe Region bei.

 

Weitere Informationen zum Förderprojekt finden Sie hier.

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Den Hackern das Handwerk legen

Digitale Pioniere Teil 3: Das Institut für Internet-Sicherheit in Gelsenkirchen

GELSENKIRCHEN. Die Unternehmen wissen, dass sie mehr wirkungsvolle Sicherheitstechnik einsetzen müssten“, sagt Prof. Norbert Pohlmann. Seit 2003 ist der heute 56-Jährige Professor im Fachbereich Informatik an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. 2005 gründete er dort das renommierte Institut für Internet-Sicherheit. Seitdem forschen rund 50 Mitarbeiter und Werkstudenten daran, moderne Technologien zu entwickeln, die Internetnutzer, Firmen und Behörden vor Missbrauch und Diebstahl im weltweiten Netz schützen.

Norbert Pohlmann zählt zu den Pionieren der Sicherheitstechnik in Deutschland. 1988 gründete er sein eigenes Systemhaus und war 15 Jahre lang Unternehmer. Doch der lukrative Chefposten reizte ihn irgendwann nicht mehr, er wollte lieber neue Technik erforschen. Sein Wissen gibt der engagierte IT-Experte auch gerne an seine rund 1.000 Studierenden weiter. Im November organisierte er in Düsseldorf die Hacker-EM mit 100 Teilnehmern aus zehn Ländern (kl. Foto). Auf dem Arbeitsmarkt werden die gut ausgebildeten Absolventen aus Gelsenkirchen von der Wirtschaft stark umworben. Viele haben auch in der Region einen guten Job in Softwarefirmen, in Unternehmensberatungen und in Konzernen gefunden. Oder sie haben mit Hilfe von Prof. Pohlmann ihr eigenes Start-up gegründet. 

Lesen Sie mehr zur Smart Region Emscher-Lippe in der neuen Ausgabe des UMBAU21-Magazins.

Mehr Informationen zum Unternehmen: www.internet-sicherheit.de