Evonik gewinnt Deutschlands Nachhaltigkeitspreis Forschung 2016

Auch Voigt & Schweizer und die Stadt Gelsenkirchen unter den Top 3

DÜSSELDORF/HERTEN. Angesichts der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2016 erhielt Evonik den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen mit dem Preis, da dessen Forschungsprojekt anwendungsnah ist und zu einem nachhaltigen Umgang mit Wärme beiträgt. Top3-Platzierungen erzielten auch die Stadt Gelsenkirchen in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Großstädte“ und das Unternehmen Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG beim Sonderpreis „Ressourceneffizienz“. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Er hat sich zu einem der renommiertesten Preise seiner Art in Europa entwickelt. 

Das Forschungsteam der Evonik Creavis GmbH, der strategischen Forschungseinheit der Evonik Industries AG, die auch einen Standort in Marl betreibt, hat ein neues Produktionsverfahren für thermoelektrische Generatoren (TEG) entwickelt. Diese TEGs wandeln überschüssige Abwärme in Strom um. Die Herstellung erfolgte bislang per Hand und war demnach sehr zeitaufwendig und kostenintensiv. Evonik ist es gelungen, die Herstellungskosten für diese Generatoren um bis zu 70 Prozent zu senken. Bei Kraftfahrzeugen können TEGs helfen, die Lichtmaschinen zu entlasten und damit den Kraftstoffverbrauch zu senken. In der Stahl-, Aluminium- und Glasindustrie lässt sich die Strahlungswärme von Halbzeugen oder die Abwärme von gasbetriebenen Öfen nutzen. „Wir freuen uns sehr über diesen Preis. Bei der Lösung wichtiger Zukunftsthemen geht es letztlich immer darum, mehr Leistung bei geringerem Ressourceneinsatz zu ermöglichen. Dazu können wir als innovationsstarkes Spezialchemieunternehmen einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Thomas Wessel, im Evonik-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit. Evonik wurde zudem in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2016“ unter die Top 5 nominiert, da es – so die Begründung der Jury – durch die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leiste.

Die Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Gelsenkirchen gehört zu den Top 3 des Sonderpreises „Ressourceneffizienz“ 2016. In der Begründung heißt es: „Voigt & Schweitzer ist eines der besten Beispiele dafür, wie ein Unternehmen sich nicht auf dem Erreichten ausruht, sondern sich neue Ziele setzt und die Ressourceneffizienzleistung in allen relevanten Kennzahlen weiter spürbar verbessert. Voigt & Schweitzer zeigt damit, wie für ein klassisches Industrieverfahren über stetige Prozess- und Produktinnovationen der Weg zu ressourceneffizienten und -effektiven Kreisläufen Schritt für Schritt gegangen werden kann.“

Darüberhinaus wurde die Stadt Gelsenkirchen in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Großstädte“ unter die Top 3 nominiert. In der Begründung heißt es: „In Gelsenkirchen im Ruhrgebiet begreift man das industrielle Erbe als Chance. Wo anderswo ehemalige Industriegelände brach liegen, packt die westfälische Stadt an. Mit nachhaltigen und kreativen Konzepten wie dem postindustriellen „Urwald Rheinelbe“. Die Nachhaltigkeitsprojekte werden auf breiter Basis von den Gelsenkirchener Bürgern unterstützt. Beteiligung ist die eine Säule, die die nachhaltige Zukunft der Stadt trägt. Die andere ist Bildung. Viermal wurde Gelsenkirchen bereits ausgezeichnet als UNESCO BNE Kommune.“

Weitere Informationen unter www.nachhaltigkeitspreis.de.

Ausgabe 02/2016 des UMBAU21-Magazins

Titelthema: Smart Region Emscher-Lippe

HERTEN. Die WiN Emscher-Lippe GmbH hat die 2. Ausgabe des neuen UMBAU21-Magazins veröffentlicht, das als erstes Format die vielfältige und heterogene Emscher-Lippe-Region insgesamt mit allen Bemühungen und Erfolgen der Strukturentwicklung abbildet. 

Die Digitalisierung wird unsere gesamte Wirtschaft stark verändern, weil sie in die Geschäfts- und Produktionsprozesse eingreift. Neue Produktionsformen entwickeln sich und bestehende Geschäftsmodelle werden in Frage gestellt. Branchenfremde und neue Wettbewerber, die bisher nicht als Mitbewerber gesehen wurden, treten mit neuen Ideen in Konkurrenz zu etablierten Unternehmen. Der gemeinsame Einsatz aller regionalen Akteure für den digitalen Wandel und die Schaffung der notwendigen Grundlagen formt das Profil der Region. Dazu dient auch der neue Projektaufruf „UMBAU 21 – Smart Region“ der Landesregierung, der die besten Ideen von Unternehmen, Hochschulen und Kommunen unterstützen soll.

Was genau „Smart Region“ bedeutet, welche Chancen und Perspektiven er für die Region bietet –  lesen Sie es nach in der 2. Ausgabe des UMBAU21-Magazins. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre! Gerne schicken wir Ihnen ein Exemplar auf Anfrage.

Von der Faszination des Kreislaufs

ChemSite-Chemieforum NRW diskutiert mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Chancen zirkulärer Wertschöpfung

MARL. Der effiziente Einsatz von Ressourcen ist für die chemische Industrie seit jeher ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Durch zirkuläre Wertschöpfung könnte die Effektivität der Branche noch einmal gesteigert werden – das war ein Fazit des Chemieforums NRW, zu dem die Chemsite-Initiative nach Marl eingeladen hatte. Wirtschaftsminister Garrelt Duin räumte der zirkulären Wertschöpfung steigende Bedeutung für die NRW-Wirtschaft ein: „Das ist ein Bereich, in dem wir Potenzial sehen und Motivation geben wollen“ – gerade mit Blick auf die Exportfähigkeit der heimischen Wirtschaft.

Die Keynote vor über 120 Fachbesuchern im Informationszentrum des Chemieparks hielt Prof. Dr. Henning Friege, dessen Nachhaltigkeitsberatung sich seit Jahrzehnten mit zirkulärer Wertschöpfung beschäftigt. Der Experte berichtet von der „Faszination des Kreislaufs“ und sah gerade in der Chemie hohe Wertschöpfungs-Potenziale: „Die Chemieindustrie hat hervorragende Chancen, das Ressourcenmanagement gemeinsam mit anderen Akteuren – darunter ihre Kunden sowie der Landwirtschaft und der Abfallwirtschaft – zu verbessern“, so Prof. Friege.

Allerdings gebe es dabei eine Reihe von Stolpersteinen: Der Trend zu immer höher verdichteten Speicherchips und immer kleineren Bauteilen mache es heute nahezu unmöglich, die enthaltenen Spurenmetalle wirtschaftlich effizient zurückzugewinnen. Ähnlich schwierig sei das Recycling von komplex zusammengesetzten Produkten mit tausenden von  Baugruppen wie zum Beispiel Autos oder Elektronik-Geräten. Zudem habe Recycling immer eine soziale Dimension: In wohlhabenden Ländern werde der Lebenszyklus vieler hochwertiger Produkte wie etwa Laptops immer kürzer ­ – und der Anreiz zum Reparieren oder Verwerten sei oft kaum noch gegeben.

Keine Verwertung ohne ökonomischen Anreiz

Diese Sicht teilte auch Hans-Jürgen Mittelstaedt, Geschäftsführer der VCI NRW:„Es muss eine Knappheit der verwertbaren Güter da sein – erst dann ist ein ökonomischer Treiber vorhanden, dass es sich lohnt.“ Mittelstaedt betonte, dass zirkuläre Wertschöpfung für die chemische Industrie kein neues Thema sei: „Die Chemiestandorte in NRW sind ein Verbundsystem, das schon heute effiziente Wertschöpfung erleichtert“, so der VCI-Geschäftsführer.

Den Blick auf Effektivität richten

Der Fokus auf effiziente Produktion reicht aber nicht aus, erklärte Lars Baumgürtel in seinem Praxisvortrag: Erst, wenn der Blickwickel auf die absolute Effektivität einer Produktion bis zum „End of Life“-Punkt erweitert werde, stellten sich weder Wachstumsgrenzen noch Ressourcenprobleme, so der geschäftsführende Gesellschafter der Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG.

Nachhaltiges Life-Design

Das größte Potenzial erkannte auch ChemSite-Vorsitzender Prof. Dr. Michael Dröscher in Produktentwicklungen, die zirkuläre Wertschöpfung von Beginn an mitdenken:  „Es muss ein Life-Design sein, das die Lebensdauer optimiert und die Verwertung am  Ende des Lebenszyklus berücksichtigt.“ Auch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin  sah auf der Grundlage einer neuen Studie jedoch durchaus Chancen, besser zu werden: „Wenn zu der hohen Expertise, die wir in NRW in  der Chemie haben, noch ein nachhaltiges Produktdesign kommt, dann wird daraus etwas wachsen können“, so Duin. „Wir sollten uns daher fragen: „Gibt es eine Möglichkeit, Akteure in der Wertschöpfungskette zusammenzuführen, so dass sie besser vernetzt sind?“

Sorge um Vielfalt der Produktpalette

„Wenn man zirkuläre Wertschöpfung realisieren will, braucht man häufig reine Materialflüsse – mit dem Face-out von Stoffen, die Probleme beim Recycling verursachen.“ Das dürfe allerdings nicht bedeuten, bestimmte problematische Stoffe von vornherein auszuschließen, forderte Mittelstaedt – sonst bestehe die Gefahr, dass die wichtige Vielfalt der chemische Industrie durch Vorgaben eingeschränkt werde und ihre Konkurrenzfähigkeit leide.

Lernen von der Industrie: Chancen beim Mittelstand 

Diese Befürchtung wies Garrelt Duin zurück: „Es geht nicht darum, nach dem Ordnungsrecht als Keule zu greifen, sondern es geht darum, Kompetenzen für zirkuläre Wertschöpfung zu entwickeln und in die Breite zu tragen“, so der Wirtschaftsminister. Mit Blick auf den Mittelstand erkennt man, dass sich viele kleinere Unternehmen noch gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hätten. Hier gelte es Chancen auszuloten­ –  immer im engen Kontakt mit der chemischen Industrie.

Bei allem Optimismus verwies Prof. Dr. Michael Dröscher auf die hohe Komplexität des Themas: „Wir leben in einer Welt, in der heute nicht vorhergesagt werden kann, wie Wertschöpfungsketten in 25 Jahren aussehen“, so der ChemSite-Vorsitzende. „Das bedeutet: „Zirkuläre Wertschöpfung ist für die Industrie eine Herausforderung und Chance – und für Mittelständler eher eine Möglichkeit, den Pionieren schnell zu folgen.“

Digitale Schlüssel für die ganze Welt

Digitale Pioniere Teil 2: Die cryptovision GmbH aus Gelsenkirchen

GELSENKIRCHEN. Mit dem Personalausweis ausweisen und Geld abheben – das ist in Nigeria jetzt Alltag. Denn das mit rund 183 Millionen Menschen bevölkerungsreichste Land Afrikas nutzt einen elektronischen Personalausweis, der gleichzeitig auch Bezahlkarte ist. Die dafür notwendigen Softwarekomponenten hat die Firma cryptovision aus Gelsenkirchen entwickelt – einer der führenden Anbieter von Verschlüsselungstechnologien.

Weltweit nutzen mehr als 150 Millionen Menschen die Technologien des Unternehmens mit 50 Mitarbeiterin in Gelsenkirchen. Das Flaggschiff von cryptovision ist die Smart Card, mit der Großunternehmen wie E.ON Zugangsberechtigungen prüfen oder Informationen verschlüsseln. „Wer hat was, wann und wo gemacht? All das wird mit der Smart Card nachprüfbar. Wichtige Informationen – insbesondere für wirtschaftsgeprüfte Unternehmen“, sagt Markus Hoffmeister, Chief Executive Officer von cryptovision. Ob im Auto, bei elektronischen Schlüsseln oder digitalen Karten: Verschlüsselte Daten finden sich überall. Die meisten Unternehmen arbeiten jedoch nach wie vor mit Passwörtern – was nicht nur länger dauert, sondern auch anfälliger ist. 123456 war im Jahr 2015 übrigens das beliebteste Passwort. Und die Smart Card? „Unsere Karte enthält Schlüssel mit Hunderten von Dezimalstellen“, so Hoffmeister.

Lesen Sie mehr zur Smart Region Emscher-Lippe in der neuen Ausgabe des UMBAU21-Magazins.

Mehr Informationen zum Unternehmen: www.cryptovision.com

ChemSite dankt Prof. Walter Tötsch

Langjähriges Vorstandsmitglied wurde auf Beiratssitzung verabschiedet

MARL. Auf der Sitzung des ChemSite-Beirats am vergangenen Freitag wurde Prof. Walter Tötsch, Standortleiter des Chemieparks Marl, aus dem Vorstand verabschiedet.

Vorstandsvorsitzender Prof. Michael Dröscher dankte dem langjährigen Mitglied des ChemSite-Vorstands für sein großes Engagement bei der Weiterentwicklung des Chemieclusters im Ruhrgebiet. Prof. Tötsch scheidet Ende des Jahres aus der Evonik Industries AG aus und geht in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger im ChemSite-Vorstand wurde der neue Standortleiter Dr. Jörg Harren (ebenfalls Evonik) bestimmt.

 

BP und Evonik investieren Millionenbetrag in Standorte

Firmen nehmen gemeinsame Fernleitung zwischen dem Chemiepark Marl und der Raffinerie Gelsenkirchen-Scholven in Betrieb 

GELSENKIRCHEN. BP Gelsenkirchen und Evonik Industries haben heute eine Fernleitung zwischen dem Chemiepark Marl und dem Raffineriestandort Gelsenkirchen gemeinsam offiziell in Betrieb genommen. Die neue Leitung transportiert Heizgas, um die Heizöfen des Werks in GE-Scholven mit Energie zu versorgen. Mit dem Projekt investieren die Unternehmen gemeinsam in die Zukunft beider Standorte.

Im Beisein von Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski sowie des Marler Bürgermeisters Werner Arndt haben Dr. Klaus Niemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BP Gelsenkirchen GmbH und Gregor Hetzke, Vorsitzender der Geschäftsführung Evonik Technology & Infrastructure GmbH, die neue Heizgasleitung symbolisch in Betrieb genommen. Zu dem feierlichen Anlass waren rund 100 Gäste aus Politik, Gesellschaft und auch zahlreiche Mitarbeiter von BP und Evonik in die Raffinerie nach Gelsenkirchen-Scholven gekommen.

Innovationsmotor Chemie stärkt Industriebranchen insgesamt

„Das gemeinsame Projekt stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der (Petro-)Chemiestandorte Gelsenkirchen und Marl und wir leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der damit verbundenen Arbeitsplätze in der Region. Der Innovationsmotor Chemie hat eine enorme Breitenwirkung – von der viele Industriebranchen in der Region profitieren“, sagt Dr. Klaus Niemann während der Veranstaltung. Gregor Hetzke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Technology & Infrastructure GmbH, erklärt: „Das Besondere ist das Stoffstrommanagement der beiden Chemiestandorte Marl und Scholven im Verbund. So werden seit geraumer Zeit Prozessgase aus der Raffinerie in Gelsenkirchen über Fernleitungen zum Chemiepark transportiert und hier von Evonik weiterverarbeitet. Die neue Pipeline ergänzt das bestehende Fernleitungsnetz und somit den sicheren sowie ressourcenschonenden Stoffstromverbund.“

Beide Unternehmen investieren zusammen einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Fernleitungsnetzes

Seit vergangenem April arbeiten Fachleute am Ausbau der Fernleitungsinfrastruktur zwischen dem Raffineriestandort Gelsenkirchen-Scholven und dem Chemiepark Marl. Die Vorteile für den Anschluss der Gelsenkirchener Raffinerie an das Heizgasnetz liegen dabei auf der Hand: höhere Effizienz, weniger Emissionen und geringere Kosten. Denn im Vergleich mit anderen fossilen Stoffen wie beispielsweise Kohle gilt Heizgas als emissionsärmerer Brennstoff. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang sein geringer Kohlenstoffanteil. Bei einem ähnlichen Energiegehalt besitzt es weniger Kohlen- und mehr Wasserstoff. Deshalb entsteht bei der Verbrennung von Heizgas unter anderem weniger Kohlendioxid. Gleichzeitig ist Heizgas günstiger als andere vergleichbare Brennstoffe. In Gelsenkirchen betreibt BP zwei Werke in den Stadtteilen Horst und Scholven als einen integrierten Raffineriestandort mit rund 1.700 Mitarbeitern. Der Standort verfügt über eine Vielzahl an Raffinerie- und Petrochemieanlagen. Aus rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl werden insgesamt mehr als 50 verschiedene Produktarten hergestellt.

Evonik ist führend im Betrieb von Fernleitungen

Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemie-Verbundstandorte in Europa und der größte Produktionsstandort von Evonik. Die rund 100 Produktionsanlagen stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund. Mehr als vier Millionen Tonnen Produkte verlassen jährlich den Chemiepark und werden mittels Fernleitungen, Schiff, Bahn und Lkw zu verschiedenen internationalen Zielen transportiert. Rund 10.000 Mitarbeiter sind im Chemiepark beschäftigt, davon rund 6.500 bei Evonik. Rohrfernleitungen sind die sichersten und umweltfreundlichsten Transportmittel für Rohstoffe und Produkte der chemischen Industrie. Evonik gehört mit einer mehr als 70-jährigen Erfahrung auf dem Gebiet Planung, Bau und Betrieb von Pipelines zu den führenden Unternehmen in der chemischen und chemienahen Prozessindustrie und wird auch die neuen Pipelines nach Abschluss der Baumaßnahme betreiben.

Pressemitteilung Evonik Industries AG vom 23.11.2016

Weitere Informationen auch im Internet unter www.bpge.de und www.evonik.de

Auf der Suche nach identitätsstiftenden Ideen

Peter Karst zu Gast beim Forum Westerwald auf Schloss Westerburg

HERTEN. Bereits zum dritten Mal hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Veranstaltungsreihe „Forum Westerwald“ auf Schloss Westerburg zum Austausch eingeladen. WiN-Geschäftsführer Peter Karst stellte den regionalen Ansatz zur Strukturentwicklung „UMBAU21“ vor.

Landtagspräsident Hendrik Hering begrüßte die Vertreter aus Wirtschaft, Politik und den Unternehmen. „Wir sind DIE Region mitten in Europa“, fasste er die Ergebnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zusammen. Für eine weitere Entwicklung sind vier Punkte wichtig: „Eine gute Verkehrsanbindung bzw. Infrastruktur, Breitbandversorgung, ein fundiertes Bildungsangebot sowie die Möglichkeit, genügend Fachkräfte zu rekrutieren.

Peter Karst, Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH in Herten, stellte den regionalen Ansatz zur strukturellen Entwicklung der Wirtschaftsregion im nördlichen Ruhrgebiet vor. Ein Profil lasse sich nur mit den Menschen bilden, indem man Vergangenes würdige, die Gegenwart entwickele und die Zukunft gestalte. Unter dem Initiativtitel „UMBAU21“ setzte man auf Clusterbildung zur Stärkung der Stärken und zur Findung passender Nischen.

Landrat Achim Schwickert berichtete zum aktuellen Stand des Projekts „Ein Kreis für alle!“. Die Leitlinien des Kreisentwicklungsprogramms liegen vor, die Öffentlichkeit ist aufgerufen, dazu Stellung zu nehmen. Auch auf dem Podium Professor Klaus Kocks von CATO, der Sozietät für Kommunikationsberatung, brachte den Vorschlag zu einem Forschungsprojekt, bei dem „die eine prägende, überzeugende, begeisternde Idee für die Region“ gesucht und gefunden werden solle.

In der anschließenden Diskussion fanden sich ganz unterschiedliche Ansätze, um das Image des Westerwaldes noch weiter zu verbessern. Festgehalten werden konnte, dass es sich um einen langfristigen Prozess handle, der eines Strukturplans bedarf. Peter Karst betonte, dass es sich bei Strukturentwicklung um eine Art Unternehmensführung drehe.

Digitale Architektur für Kommunen

Digitale Pioniere Teil 1: Die PROSOZ Herten GmbH

HERTEN. Für Leslie Czienienga und André Claaßen spielt es keine Rolle, wo sie gerade arbeiten: Die Leiter der Strategieberatung des IT-Unternehmens PROSOZ sind in ganz Deutschland unterwegs, um Kommunen ins digitale Zeitalter zu führen.

Dabei geht es um weit mehr als Hard- und Software: Bereiche vernetzen, Abschied nehmen von händischen Routinen und doppelter Datenerfassung, standardisieren und entlasten durch automatisierte Prozesse, nützliche Daten austauschen – all das setzt Ressourcen frei, um eine neue Digitale Architektur für Kommunen zu schaffen, die bei PROSOZ kurz DA+ heißt. „Wer das Plus der Digitalisierung nutzen will, darf IT nicht mehr nur als Technikthema oder Kostcenter betrachten, sondern als Chance zur Neugestaltung der eigenen Organisation und der Zusammenarbeit mit Bürgern und Unternehmen – nachhaltig und wertstiftend. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür“, sagen Leslie Czienienga und André Claaßen. Ihre Beratung hilft Verwaltungen, die digitale Transformation selbst in die Hand zu nehmen, einen Fahrplan zu haben, die richtigen Prioritäten und Entscheidungen zu treffen. Den Nutzen haben nicht nur die Verwaltung selbst in Form  von  Handlungssicherheit,  sondern  auch  Bürger  und  Unternehmen:  zum Beispiel durch schnelle und transparente Entscheidungsprozesse oder effi ziente Umsetzung von Anliegen. Die Muttergesellschaft PROSOZ Herten GmbH ist selbst digitaler Pionier: Seit fast 30 Jahren macht PROSOZ den technischen Fortschritt für die Verwaltung nutzbar. Heute ist PROSOZ Marktführer mit über 1.500 Kunden bundesweit.

Lesen Sie mehr zur Smart Region Emscher-Lippe in der neuen Ausgabe des UMBAU21-Magazins.

Mehr Informationen zum Unternehmen: www.daplus.de

 

Aufbruch ins neue Zeitalter

Minister Garrelt Duin stellt Projektaufruf UMBAU21 SMART REGION im Wissenschaftspark Gelsenkirchen vor

HERTEN/GELSENKIRCHEN. Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft in nicht gekanntem Tempo. Auch die Emscher-Lippe-Region wird ins neue Zeitalter aufbrechen – das ist erklärtes Ziel der Landesregierung: Mit dem Projektaufruf UMBAU21 SMART REGION fördert das Land die besten Ideen von Unternehmen, Hochschulen und Kommunen.

Der Projektaufruf richtet sich an innovative Bewerber und Kooperationspartner aus der Emscher-Lippe-Region. Die hohe Priorität unterstreicht die persönliche Vorstellung durch Minister Garrelt Duin beim Auftakt im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Und nicht zuletzt stellt das Land erhebliche Mittel für UMBAU21 SMART REGION zur Verfügung: Im Haushalt 2017 wurde das Budget für Steinkohlerückzugsgebiete, neben Ibbenbüren und der Hellweg-Zone vor allem Emscher-Lippe, auf 30 Millionen Euro erhöht. „Mit dem Projektaufruf will die Landesregierung der Emscher-Lippe-Region einen kraftvollen Hebel geben, mit Projekten zur Digitalisierung die Standortqualität der Region zu steigern und als Smart Region Profil zu gewinnen“, erklärt Garrelt Duin die Motive.

Chance für kreative Kooperation

Was also steckt drin im millionenschweren Förderpaket, und wer kann daran teilhaben? Der Projektaufruf ist bewusst offen formuliert, eingeladen sind unter anderem: Unternehmen & Wirtschaftsverbände, Hochschulen & Forschungseinrichtungen, Bildungsinstitute & gemeinnützige Vereine, Kommunen & Wirtschaftsförderungen. Besonders setzt das Ministerium auf Kooperation in der Region: „Die smarten Projekte in diesem Aufruf können und sollen auch interkommunale Projekte sein. Erst durch interkommunale Zusammenarbeit und die Beteiligung weiterer Partner können die Fördermittel eine möglichst breite Wirkung entfalten“, so das Credo von Garrelt Duin. Denn viele fachliche Probleme seien auf der Ebene einzelner Städte kaum noch lösbar.

Große Potenziale in der Emscher-Lippe-Region

Aufholen, wachsen, Profil gewinnen – durch UMBAU21 SMART REGION soll die Emscher-Lippe-Region entscheidenden Schub bekommen. Viel Potenzial sieht das Land in innovativen Kommunikations-, Transaktions- und Automationstechniken. Mehr Wachstum und Arbeitsplätze könnten auch bei unternehmensnahen Dienstleistungen entstehen – wenn es gelingt, neue Geschäftsmodelle zu etablieren, bei denen Unternehmen, Zulieferer und Kunden digital vernetzt sind. Denkbar sind auch Chancen für kreativen Handel und Handwerk (Urban Manufacturing), die sich Online-Märkte eröffnen, oder soziale Innovationen wie Sharing und Coworking-Modelle. „Diese Chance, die Digitalisierung in einer solchen Breite voranzutreiben, ist landesweit einmalig“, erklärt Garrelt Duin. Zudem bringt die Region wichtige Stärken für eine digital vernetzte Wirtschaft mit – darunter die vergleichsweise gute Breitbandversorgung, das starke Chemiecluster mit Hunderten verbundener Firmen und die Potenziale in der Gesundheitswirtschaft, Logistik und Umweltwirtschaft. „Ich sehe die Hochschulen in der führenden Rolle bei der Konzeption unserer digitalen Strategie“, sagt Peter Karst, Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH, die den Prozess koordiniert. Der Zeitplan ist ehrgeizig: Am 17. Februar 2017 müssen die Bewerbungsbögen vorliegen; die Bezirksregierung Münster unterstützt im Vorfeld beratend. Also: Der Einstieg ins digitale Zeitalter ist eröffnet. Wagen wir den Schritt voran.

Mehr Informationen zum Projektaufruf finden Sie hier.

Regioplaner zeigt Breitbandverfügbarkeit in der Emscher-Lippe-Region

Aktuelle Versorgungssituation wurde im Rahmen des Förderprojekts „NGA-Ausbau in der Emscher-Lippe-Region“ ermittelt

HERTEN. Das Standortinformationsportal regioplaner.de stellt in einer Karte den aktuellen Stand der Breitbandversorgung in der Emscher-Lippe-Region dar. Hierbei werden die Schwellen 30 Mbit/s, 50 Mbit/s und 100 Mbit/s unterschieden. Sie zeigen die schon jetzt besonders gute Breitbandverfügbarkeit im nördlichen Ruhrgebiet.

Im Rahmen des Förderprojekts „NGA-Ausbau in der Emscher-Lippe-Region“ (2016) der WiN Emscher-Lippe GmbH wurde die aktuelle Versorgungssituation ermittelt. Dazu wurden detaillierte Informationen über die vorhandenen Netze sowie die bei den Kunden realisierten Bandbreiten erhoben. Aus Datenschutzgründen handelt es sich bei diesem Datenauszug um eine aggregierte, generalisierte Darstellung. Die abgebildete Versorgungslage ist aus den Ergebnissen einer Markterkundung mit den Telekommunikationsanbietern abgeleitet. Standorte wie Industrieparks, Technologiezentren, Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude usw. verfügen oftmals über eigene Anbindungen, die entweder durch eigene Infrastrukturen oder in Zusammenarbeit mit einem Betreiber realisiert wurden. Diese Individualanbindungen werden nicht im Rahmen einer Markterkundung zurückgemeldet und können in der Karte nicht dargestellt werden.

Zur Kartenansicht im Regioplaner gelangen Sie hier.

Weitere Informationen zum Förderprojekt finden Sie hier.

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