Über 550.000 Euro für Westfälische Hochschule

Förderung für das Projekt „Find it – Use it“

MÜNSTER. Ralf Weidmann, Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung Münster, hat heute (18.03.2016) im Gebäude der Behörde am Domplatz im Beisein von Dezernentin Linda Lemloh, einen Zuwendungsbescheid an Prof. Dr.-Ing. Ralf Holzhauer, Leiter der Fachbereiche Recyclingtechnik, Biomassen, Energiesysteme und Nachhaltigkeit an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen, überreicht.

Bei der Übergabe ebenfalls anwesend waren Peter Karst, Geschäftsführer Umbau 21 der WiN Emscher-Lippe GmbH, die das Projekt strukturell in der Region mit verankert, Uwe Wolters und Carsten Sußmann, Vorstand der Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung Anstalt des Öffentlichen Rechts (BEST AöR), Lutz Baberg, Tobias Althoff  und Simon Sadowski, wissenschaftliche Mitarbeiter an der Westfälischen Hochschule. Die Fördergelder in Höhe von insgesamt 554.778 Euro aus dem Europäischen Fonds für Investitionen in Wachstum und Beschäftigung sowie des Landes NRW sollen für das Projekt  „Find it – Use it“ eingesetzt werden.

„Find it – Use it“ steht für die Entwicklung ortsnaher Verbundsysteme zur Schließung von Stoffkreisläufen aus Siedlungsabfall mittels Weiterentwicklung der Sammelsysteme und Integration in die notwendigen Verwertungsverfahren. Die Steigerung von Verwertungsquoten durch die Erhöhung des Erfassungsgrades und Verbesserung der Sortenreinheit der Stoffströme aus der Siedlungsabfallerfassung wird eruiert, validiert und im Rahmen von Pilotprojekten erprobt. Die an der Westfälischen Hochschule entwickelten Lösungen bürgernaher Abfallsammelstrategien werden an den Daten und Erfahrungen des Projektpartners, der BEST AöR, gespiegelt und erprobt.

Neben technischen Aspekten werden die für die Erfüllung der gesetzlichen Entsorgungspflicht, wie auch die Optimierung der Wertstoffvermarktung notwendigen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Im Ergebnis entstehen umsetzungsnahe Lösungen und Dienstleistungsprodukte, die über bestehende Unternehmen in der Abfallwirtschaft, aber auch beispielsweise über Spin Offs aus dem Hochschulumfeld in einem weiteren Schritt realisiert werden können. Die Westfälische Hochschule entwickelt somit anwendungsnahe Lösungen zur Schließung von Stoffkreisläufen im komplexen Bereich der Siedlungsabfallwirtschaft in verschiedenen Regionen.

 

Weitere Informationen zum Förderprojekt finden Sie hier.

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InnovationCity geht in die nächste Runde

Fachjury wählt 20 Quartiere für integrierte Quartiersentwicklung nach Bottroper Vorbild

BOTTROP. Unter dem Namen „InnovationCity roll out“ startet ab sofort eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. InnovationCity Ruhr soll auf das gesamte Ruhrgebiet ausgedehnt werden. Ziel ist es, das einzigartige, in Bottrop erfolgreich umgesetzte Konzept auf weitere Quartiere im Ruhrgebiet zu übertragen. Mit dem Projekt sollen in 20 ausgewählten Städten der Metropole Ruhr ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ initiiert werden.

Mindestens acht Quartiere werden in der Emscher-Lippe-Region und zwölf im übrigen Ruhrgebiet liegen. Mit der Analyse, Konzeptentwicklung und der daraus folgenden Umsetzung soll eine deutliche CO2-Reduktion erreicht und die „Energiewende von unten“ weiter vorangetrieben werden.

Anforderung der Teilnahmeunterlagen bis zum 18. März 2016

52 Ruhrgebietskommunen wurden Anfang März zur Teilnahme am „InnovationCity roll out“ aufgerufen. Diese können noch bis zum 18. März 2016 die entsprechenden Bewerbungsunterlagen bei der Innovation City Management GmbH anfordern. Die Unterlagen enthalten den „Aufruf zur Beteiligung“ mit umfassenden Informationen zum roll out-Prozess und zum Bewerbungsverfahren sowie einen Quartierssteckbrief. Mit dem Quartierssteckbrief werden alle wichtigen Daten und Informationen des jeweiligen Bewerberquartiers erfasst. Er ist eine wichtige Beurteilungsgrundlage im Bewerbungsprozess.

Einreichungsschluss der Unterlagen ist der 8. April 2016. Die Auswahl der 20 Quartiere erfolgt dann Ende April durch eine Fachjury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Landesministerien, der Staatskanzlei sowie Mitgliedern unterschiedlicher Verbände und Institutionen aus Industrie und Wissenschaft. Die Quartiere sollen unter städtebaulichen, nutzungsbezogenen, sozioökonomischen und -demografischen Aspekten ein repräsentatives Bild der vielfältigen Siedlungsstrukturen der Metropole Ruhr abgeben.

Förderung für den Projektrahmen bis 2019 sichergestellt

Sichergestellt wird die Förderung des Kooperationsprojektes durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 „Investition in Wachstum und Beschäftigung“. Die Innovation City Management GmbH (ICM) hatte im Rahmen des Regio.NRW-Aufrufs als Konsortialführerin in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern – dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH (WI), der WiN Emscher-Lippe Gesellschaft zur Strukturverbesserung mbH (WiN) und der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) – einen Förderantrag zum Kooperationsprojekt „InnovationCity roll out“ gestellt. Dieser Antrag wurde mit Zuwendungsbescheid vom 1. März 2016 durch die Bezirksregierung Münster positiv beschieden. Dadurch wird gewährleistet, dass die ausgewählten 20 Kommunen keinen monetären Eigenanteil für die Erstellung der Konzepte übernehmen müssen.

 

Weitere Informationen zum Förderprojekt finden Sie hier.

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