Wie gelingt der klimaneutrale Schwerlastverkehr? Und welche Rolle spielt Wasserstoff im zukünftigen Antriebsmix? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer gut besuchten Fachveranstaltung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen präsentierten neueste Entwicklungen, Förderinstrumente und Praxiserfahrungen rund um H₂‑Lkw.
Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für lange Strecken
Wasserstoff-Lkw können dort Vorteile bieten, wo batterieelektrische Lösungen an Grenzen stoßen – etwa bei langen Transportstrecken, hohen Nutzlasten, kurzen Standzeiten und flexiblen Einsatzprofilen.
„H₂-Nutzfahrzeuge werden ein wichtiger Baustein im zukünftigen emissionsfreien Güterverkehr sein – insbesondere im schweren Transportsegment.“
Dr. Manuel Schaloske, NRW.Energy4Climate
Ein neues Bundesförderprogramm soll Unternehmen jetzt den Einstieg erleichtern. Es schafft Planungssicherheit für die Beschaffung von H₂‑Lkw sowie den Aufbau von Tankstellen und senkt damit Investitionsrisiken.
Praxisbeispiele: H₂-Lkw im realen Betrieb
Wie sich Wasserstoff-Nutzfahrzeuge im Alltag bewähren, wurde anhand realer Flottenbeispiele demonstriert. Diskutiert wurden unter anderem:
- Verfügbarkeit von Fahrzeugen
- Wartungs- und Servicekonzepte
- Betriebssicherheit
- Fahrerakzeptanz
- Infrastrukturherausforderungen
„Die Technologie ist reif für den Einsatz – jetzt müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen, um sie breit in die Anwendung zu bringen.“
Sascha Hähnke, REMONDIS Sustainable Services
Fachinputs entlang der Wertschöpfungskette
Die inhaltliche Bandbreite des Programms reichte von Technologie und Marktentwicklung über Finanzierung bis hin zu Infrastrukturstrategien.
- Wolfgang Jung (Wissenschaftspark Gelsenkirchen)
- Dr. Manuel Schaloske (NRW.Energy4Climate)
- Carsten Beyer (NOW GmbH)
- Pia Marie Priesmeier (hylane GmbH)
- Sascha Hähnke (REMONDIS)
- Stefan Schwarzer & Andre Stracke (H2NOW GmbH)
Eine Paneldiskussion brachte Vertreter*innen aus Logistik, Industrie, Forschung und Infrastruktur zusammen.
Zum Abschluss zog die IHK Nord Westfalen ein klares Fazit: Die Region verfügt über Kompetenz, Projekte und Motivation – jetzt gilt es, konkret umzusetzen.







