v.l.: Heinrich Kinzler, Holger Augustin, Thomas Banasiewicz, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Hans Hund, Ludger Blickmann, Landrat Cay Süberkrüb, Peter Karst. Foto: Andreas Buck / Handwerkskammer Münster.

Projekt „ProCheck“ macht Handwerk digitaler

Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergibt ersten Zuwendungsbescheid im Landesaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ an die Handwerkskammer Münster

MÜNSTER. Digitale Lösungsansätze werden in der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken sein. In kleinen und mittleren Unternehmen, zu denen die Handwerksbetriebe in aller Regel zählen, ist die Digitalisierung jedoch noch stark ausbaufähig. Die Handwerkskammer (HWK) Münster hat sich deshalb mit einer Projektskizze namens „ProCheck“ am Aufruf „Umbau 21 – Smart Region“ beteiligt und kann sich über einen positiven Bescheid der Bezirksregierung freuen, der von Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergeben wurde. Das Projekt „ProCheck“ ist das erste von 14 ausgewählten Projekten im Landesaufruf „Umbau 21 – Smart Region“.

„Wir freuen uns, dass Umbau 21 in nur zweieinhalb Jahren so viele konkrete Ergebnisse liefert“, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende der WiN Emscher-Lippe GmbH, Landrat Cay Süberkrüb. „Das Ziel des gemeinsam mit der Landesregierung entwickelten Aufrufs „Smart Region“ ist es, die Potentiale der Digitalisierung für die Emscher-Lippe-Region zu heben und mit der Profilierung als smarte Region einen zukunftsweisenden Beitrag zur Standortsicherung und Standortentwicklung zu leisten“, so Cay Süberkrüb. Das passe hervorragend zu den Aktivitäten der gesamten Region, mit einer gemeinsamen Koordination auch die Breitband-Infrastrukturen auf hohe Bandbreiten und Glasfaser auszubauen. „Von der großen Resonanz mit über 30 Bewerbungen auf den Aufruf waren wir alle begeistert. Wir sehen, die Region ist weiterhin auf einem hervorragenden Weg!“, so Süberkrüb.

Die 14 Projekte die mit Zuwendungen aus dem Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ unterstützt werden können, werden die Wettbewerbs- und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes und der in der Region angesiedelten Unternehmen festigen und entwickeln. Zu diesen Maßnahmen gehören verschiedene Projekte von Unternehmen, aber auch beider Hochschulen der Region, der digitalen Verwaltung, und ein Projekt, dass Initiativen in einem smarten Netzwerk zusammenführt.

Das Projekt „ProCheck“ der Handwerkskammer Münster wird in den kommenden drei Jahren Betriebe für die Digitalisierung sensibilisieren und sie in die Lage versetzen, neue Wege zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu erkennen und im Idealfall auch anzuwenden. „Handwerksbetriebe können digitale Lösungsansätze nutzen und so ihre betrieblichen Abläufe und ihre Marktposition optimieren“ betont HWK-Präsident Hund. Zwei Prozessscouts werden mit Unterstützung eines externen Dienstleisters einen Check entwickeln, mit dem künftig möglichst viele Handwerksbetriebe auf verschiedene Aspekte der Digitalisierung aufmerksam gemacht werden sollen. Der Zugang zu den Service-Angeboten ist für alle Handwerksbetriebe der Emscher-Lippe-Region offen.

Im Anschluss an den Check sorgen unter anderem Workshops für einen Austausch zwischen den Firmen. Parallel dazu soll der Verweis an regionale Akteure, beispielsweise an die Hochschulen oder das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, dazu beitragen, die Einführung digitaler Prozesse, bzw. Maßnahmen zu strukturieren. Neben dem Handwerk beteiligen sich auch die kommunalen Wirtschaftsförderungen, die beiden regionalen Hochschulen, die WiN Emscher-Lippe GmbH und die IHK Nord Westfalen als strategische Partner.

„Der digitale Transformationsprozess kann zur Stärkung der Region als innovativen Wirtschafts- und Lebensraum beitragen“, so Regierungspräsidentin Dorothee Feller. „Ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Strukturwandels ist unserer Region zu einem starken Mittelstand zu verhelfen. Hier sehe ich in dem Projektvorhaben der Handwerkskammer Münster große Chancen.“