v.l.n.r.: Bernd Groß (Geschäftsführer ChemSite), Dr. Jörg Harren (Standortleiter Evonik), Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Land NRW), Prof. Dr. Michael Dröscher (Vorstand ChemSite), Werner Arndt (Bürgermeister Stadt Marl) beim ChemSite-Chemieforum 2018 Photo: WiN

ChemSite-Chemieforum vernetzt Akteure der Chemieindustrie in NRW

Rund 100 Teilnehmer informierten sich zum Thema „Nordrhein-Westfalen, Flandern und die Niederlande – starke Chemieregion“ in Marl

MARL. Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung von ChemSite zum Informationscentrum am Chemiepark Marl und machten den Branchentreff für Akteure und Entscheider der nordrhein-westfälischen Chemieindustrie zu einem vollen Erfolg. Zu den Teilnehmern zählten neben dem Wirtschaftsminister des Landes NRW, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, zahlreiche Vertreter aus Unternehmen, Hochschulen, Instituten, wichtigen Branchenverbänden sowie den Kommunen.

Prof. Dr. Michael Dröscher, Vorstandsvorsitzender ChemSite e.V., Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, sowie Dr. Jörg Harren, Standortleiter Chemiepark Marl, begrüßten die Teilnehmer zur Veranstaltung unter dem Motto „Nordrhein-Westfalen, Flandern und die Niederlande – starke Chemieregion“.

Hochkarätige Referenten erörterten und diskutierten die trilaterale Chemieregion, die gemessen an Umsatz und Beschäftigten, einen der leistungsfähigsten Chemiecluster der Welt darstellt. Insbesondere die Verbundstruktur ist weltweit einzigartig.

In seiner Key Note plädierte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart für vielfältige Anstrengungen zum Erhalt der Innovationsfähigkeit der trilateralen Chemieregion: „Die Chemieindustrie ist Treiber von Innovationen und legt entscheidende Grundlagen, damit wir die großen Zukunftsaufgaben bewältigen können. Dabei müssen wir unseren Blick auch auf die Zusammenarbeit in Europa richten: Nur so können wir im internationalen Wettbewerb die Potenziale der Europäischen Union erfolgreich heben und nutzen.“

Prof. Dr. Emmo Meijer stellte als niederländischer Vertreter das Thema Innovation in der trilateralen Region in den Fokus. In vielen Zukunftsfeldern wie Ressourceneffizienz und Digitalisierung kann die trilaterale Chemieregion zukünftig eine Vorreiterrolle einnehmen. Zahlreiche Innovationsprogramme arbeiten an der Innovations- und Zukunftsfähigkeit der trilateralen Chemieregion. Hier ist insbesondere die Trilaterale Chemiestrategie der drei Region hervorzuheben, der Ansatz der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Stärkung der Chemieindustrie ist in dieser Form einmalig und wird in zahlreichen Innovationsworkshops gelebt.

Die Region Flandern wurde von Elmar Ockenfels, Repräsentant des Hafens Antwerpen, vertreten, der zum Thema „Der Beitrag des Hafens Antwerpen zur Wertschöpfung der trilateralen Chemieregion“, referierte. Der Hafen Antwerpen mit seinem einzigartigen Profil kann für die trilaterale Chemieregion als wichtiger Standortfaktor angesehen werden, aber auch hier sind zahlreiche Anstrengungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit notwendig, wie beispielsweise der Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen dem Hafen und Nordrhein-Westfalen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Wirtschaftsminister des Landes NRW), Dr. Jörg Harren (Standortleiter Chemiepark Marl), Hans-Jürgen Mittelstaedt (VCI Landesverband NRW), Elmar Ockenfels (Port of Antwerp) sowie Prof. Dr. Emmo Meijer (Top Chair Holland Chemistry) unter der Moderation von Tom Hegermann (WDR) zum Thema „Zukunft der Trilateralen Chemieregion“.  Dabei waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, dass die trilaterale Chemieregion eine Errungenschaft ist, auf die man stolz sein kann, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in der  Zukunft jedoch keine Selbstverständlichkeit ist. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart regte Mut und neue Wege bei der Ausgestaltung von Zukunftsstrategien an.

Bei einem vorangegangenen Mittagessen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum ausgiebigen Netzwerken. Prof. Dr. Michael Dröscher, Vorstandsvorsitzender ChemSite e.V., zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf des Chemieforums: „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das Ruhrgebiet und insbesondere die Emscher-Lippe-Region konnten sich als lebendiger und innovativer Chemiestandort innerhalb der trilateralen Chemieregion präsentieren.“

In zwei Jahren wird das nächste ChemSite NRW Chemieforum stattfinden.

Weitere Informationen zum ChemSite e.V.